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Titel: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 19. April 2011, 08:09:42
Fett und cholesterinbewusst essen - Genussvoll & gesund

Herzgesund Essen – ist das möglich?


Vor rund 50 Jahren erkannten Wissenschaftler, dass unsere Nahrung etwas mit der Entstehung von Arteriosklerose ("Arterien¬verkalkung") und Herzinfarkt zu tun hat.
Man nahm an, dass Fett den Cholesterinspiegel erhöht, dass das Cholesterin die Adern verstopft und dass die verstopften Adern irgendwann zum Herzinfarkt führen.
So die ersten Theorien.

Die Praxis ist jedoch nicht ganz so einfach:
Mit zunehmender Detailkenntnis erwiesen sich die Zusammenhänge als äußerst komplex.
Wo die Experten diskutieren, sind die Verbraucher verunsichert, vor allem, wenn der Arzt eine Fettstoffwechselstörung festgestellt hat oder wenn bereits eine Herzkrankheit besteht.

Ist ein Frühstücksei noch erlaubt?

Darf man weiterhin Butter aufs Brot streichen?

Mit welchem Öl soll der Salat angemacht werden?

Und vor allem: Welche Ernährungsweise schützt Herz und Gefäße?             

Cholesterin und Fett sind lebensnotwendig und für viele Körperfunktionen unentbehrlich.
Alle Körperzellen benötigen Cholesterin für ihre Außenhüllen.


Aus Cholesterin bildet der Körper:
-   Vitamin D (wichtig u.a. für das Immunsystem und Knochen)
-   Gallensäuren (für die Fettverbrennung)
-   Sexualhormone (Östrogene, Androgene)
-   Stresshormone (Cortison)

Cholesterin hält u.a. die roten Blutkörperchen elastisch und ist wichtig für die Hirnentwicklung bei Neugeborenen.
Muttermilch enthält etwa doppelt soviel Cholesterin wie Kuhmilch.


Fette und Cholesterin sind sowohl Bestandteile unseres Körpers als auch unserer Nahrung.
Fette bestehen chemisch betrachtet aus einem "Rückgrat" aus Glycerin, an das in der Regel drei Fettsäuren angeheftet sind.
Diese Fettsäuren unterscheiden sich in ihrem Aufbau und somit auch in ihrer Funktion im Körper.
Man unterscheidet gesättigte von ungesättigten Fettsäuren.
Doch davon kommt später noch mehr.

Fette dienen in erster Linie als Energielieferanten.
Aus einem Gramm Fett kann der Körper durchschnittlich neun Kilokalorien gewinnen.
Das ist gut doppelt so viel, wie er aus Eiweiß oder Kohlenhydraten erhält.
Deswegen und weil Fette sich sehr gut speichern lassen, hortet der Körper überschüssig zugeführte Nahrungsenergie in Form von Fettpolstern als Reserve.

Cholesterin ist chemisch mit den Fetten nicht verwandt, kommt aber häufig in Gesellschaft von Fetten vor.
Deshalb wird es gelegentlich auch als Fettbegleitstoff bezeichnet.
Cholesterin ist ein wichtiger Baustein von Zellwänden, nicht nur im menschlichen Körper, sondern auch beim Tier.
Daher kommt es in tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Wurst, Schmalz, Talg, Fisch, Milch, Sahne, Butter, Innereien und Eiern vor.
Als Bestandteil der Zellwände ist das Cholesterin auch im menschlichen Körper von enormer Bedeutung,
denn ohne Cholesterin könnten die Gewebe und Organe nicht reibungslos funktionieren.
Der Körper eines Erwachsenen enthält circa 150 Gramm Cholesterin.
Nur etwa fünf Prozent davon zirkulieren im Blut, der Rest befindet sich in den Organen.
Besonders cholesterinreich sind Gehirn, Nervengewebe und Nebennierenrinde.
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 20. April 2011, 19:50:18
Cholesterin und Fette sind im Blut an Transport-Eiweiße gebunden = Lipoproteine

Wie kommt Cholesterin und Fett ins Blut?


Angesichts dieser Aufgabenfülle ist klar, dass sich der Körper nicht auf eine Cholesterinzufuhr über die Nahrung verlassen kann.
Deswegen produziert er selbst etwa ein bis zwei Gramm Cholesterin täglich, hauptsächlich in der Leber.
Dieses Cholesterin wird ins Blut abgegeben und gelangt so an jene Körperstellen, die es gerade benötigen.

Knapp ein halbes Gramm (400 mg) Cholesterin nehmen wir bei gemischter Kost täglich mit der Nahrung auf.
Allerdings kann dieses Nahrungscholesterin nur zum Teil verwertet werden, der andere Teil wird mit dem Stuhl ausgeschieden.
Wie viel des Nahrungscholesterins genutzt oder ausgeschieden wird, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und abhängig vom Cholesteringehalt der Kost.

Fett- und Cholesteringehalte  (pro Portion gerundet)*
                                                                 Fett                                 Cholesterin
Hühnerei (60 g)                                          7 g                                  240 mg
Schweineschnitzel (159 g)                           9 g                                  105 mg
Schweineleber (150 g)                                7 g                                  525 mg
Kalbfleisch, mager (150 g)                          1 g                                  105 mg
Rindfleisch, mager (150 g)                          4 g                                    90 mg
Kochschinken (30 g)                                   3 g                                    20 mg
Leberwurst, fein (30 g)                              10 g                                    60 mg
Butter (20 g)                                            17 g                                    50 mg
Sahne (30 g)                                            10 g                                    35 mg
Milch 3,5% (200 g)                                     7 g                                    25 mg
*Quelle: Heseker B & H: Nährstoffe in Lebensmitteln. Umschau Verlag Frankfurt,1999

Das Cholesterin im Blut stammt bei den meisten Menschen nur zu einem geringen Teil aus der Nahrung.
Den Löwenanteil steuert der Körper selbst bei.
Mit dem Fett im Blut verhält es sich ähnlich:
Nur ein Teil stammt aus der Nahrung, der Rest kommt aus körpereigenen Umbauvorgängen
in Leber, Muskulatur und Fettdepots.
Der Anteil der "selbstgemachten" Blutfette hängt davon ab,
was wir zuvor gegessen haben und ob wir gerade hungern oder nicht.
Fette dienen dem Organismus nicht nur als Energiereserven, sondern haben noch andere wichtige Funktionen.
Als Unterhautfettgewebe beispielsweise schützen sie den Körper vor Stößen und vor Kälte oder Hitze.
Oft werden die Fette in den Körperzellen wieder in ihre Einzelbestandteile zerlegt.

Denn die Fettsäuren haben bedeutende Aufgaben:
So dienen sie als Bausteine für die Zellwände, um dort für Beweglichkeit aber auch Festigkeit zu sorgen.
Einige Fettsäuren werden auch für den Aufbau wichtiger Gewebshormone verwendet.
Für den Transport im Blut müssen Fette und Cholesterin in eine wasserlösliche Form gebracht werden.
Zu diesem Zweck umhüllt sie der Körper mit speziellen Eiweißen - es entstehen die so genannten Lipoproteine.        
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 21. April 2011, 18:14:44
Der Gesamt-Cholesterinwert allein hat wenig Aussagekraft.

Lipoproteine werden nach ihrer Dichte eingeteilt

Die wichtigsten Vertreter heißen:


LDL: Lipoproteine niedriger Dichte
(aus dem Englischen: Low Density Lipoprotein)
transportieren vorwiegend Cholesterin zu den Zellen.

HDL: Lipoproteine hoher Dichte
(aus dem Englischen: High Density Lipoprotein)
transportieren vorwiegend Cholesterin aus den Zellen zurück zur Leber.

VLDL: Lipoproteine sehr niedriger Dichte
(aus dem Englischen: Very Low Density Lipoprotein),
 transportieren vorwiegend Triglyceride zu den Zellen.                                       
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 24. April 2011, 10:30:52
Was der Arzt misst

Lipoproteine bestehen also aus Cholesterin, Fetten und Eiweißen - allerdings in wechselnden Anteilen,
so dass immer verschiedene Lipoproteine im Blut unterwegs sind.

Wenn Patienten wissen wollen, ob ihr Fettstoffwechsel in Ordnung ist, entnimmt der Arzt etwas Blut und schickt es in ein Labor, das die Gehalte an Cholesterin und Fetten (in der Fachsprache Triglyceride) in den Lipoproteinen misst.

Das Ergebnis wird entweder in Milligramm (mg) pro 100 Milliliter (dl) Blut oder in Millimol (mmol) pro Liter Blut angegeben.

Beim Cholesterin ist es wichtig, dass nicht nur der Gesamtcholesteringehalt der Lipoproteine ermittelt wird,
sondern auch zwei Untergruppen: das so genannte "gute" und "böse" Cholesterin.
Mit dem "bösen" Cholesterin sind jene Lipoproteine gemeint, die Cholesterin zu den Körperzellen hin transportieren.
Sie heißen abgekürzt LDL.

Der größte Anteil des Cholesterins im Blut ist immer LDL - Cholesterin.

Unter dem "guten" Cholesterin versteht man Lipoproteine, die Cholesterin von den Körperzellen zurück zur Leber bringen,
wo es recycelt oder abgebaut wird.
Sie heißen kurz HDL.

Daneben gibt es noch so genannte VLDL, die in erster Linie Triglyceride (Fette) transportieren.
Der Gesamtcholesterinspiegel sagt wenig darüber aus, ob jemand ein erhöhtes Infarktrisiko hat.
Der Anteil von HDL und LDL ist da schon aussagekräftiger.
Deswegen ist es wichtig, dass der Arzt diese bei den Unterfraktionen des Cholesterins ermittelt.               
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 25. April 2011, 11:29:54
Was heißt „zu viel“ Cholesterin?

Ein pauschales Cholesterin – Richtwert für alle, macht keinen Sinn.
Der Cholesteringehalt im Blut unterliegt einer genauen Regulation, einer so genannten Homöostase:
Isst der Mensch cholesterinreich, produziert der Körper entsprechend weniger.
Isst der Mensch cholesterinarm, produziert er mehr Cholesterin.
Dieser Mechanismus hilft, den Cholesterinspiegel konstant zu halten.

Das heißt auch:
Bei einem gesunden Menschen spielt die Cholesterinaufnahme über die Nahrung nur eine geringe Rolle für den Cholesteringehalt des Blutes.

Anders ist es bei den Nahrungsfetten, die abhängig von der Art ihrer Fettsäuren einen größeren Einfluss auf den Cholesterinspiegel haben.
Das heißt, wenn der Cholesterinwert über die Nahrung beeinflusst werden soll, dann sind die Fette wichtiger als das Cholesterin im Essen.
Mehr später dazu; siehe unter: Fett: Klasse statt Masse.

Neben der Ernährung gibt es eine Reihe weiterer Einflussfaktoren, die den Cholesterinspiegel entweder langfristig oder nur vorübe gehend heben oder senken.
Eine wichtige Rolle spielen erbliche Einflüsse, aber auch d Geschlecht, Stress, körperliche Aktivität, Hormonstatus und Gesundheitszustand wirken sich auf den Cholesteringehalt im Blut aus.
Wenn der Fettstoffwechsel gestört ist, wobei es meist zu erhöhten Werten kommt,
sind fast immer verschiedene Faktoren beteiligt.
Die meisten Fettstoffwechselstörungen entstehen wenn eine ungünstige erbliche Veranlagung
und eine ungesunde Ernährungs- und Leben weise zusammentreffen.
Dabei können entweder nur die Cholesterin- oder Triglycerid wert aber auch beide erhöht sein.

Ein erhöhter Gehalt an Cholesterin und Triglyceriden im Blut ist vor allem ein wichtiger Risikofaktor für Arteriosklerose und koronare Herzkrankheit.
So steigt z.B. die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu erleiden, wenn die Blutfettwerte erhöht sind.

Die Frage, welcher Cholesterinwert "normal" ist und bei welchen Werten das Herzinfarktrisiko zunimmt,
wurde in der Vergangenheit heftig und zum Teil widersprüchlich diskutiert.
Heute weiß man, dass es wenig Sinn macht, einen Normalwert für das Gesamtcholesterin anzugeben,
sondern dass es viel entscheidender ist, wie hoch die Werte des LDL- und HDL - Cholesterins sind.

Außerdem muss der Arzt bei der Beurteilung des Krankheitsrisikos berücksichtigen,
ob noch weitere Risikofaktoren bestehen, etwa Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht.
Der HDL - Wert sollte bei Frauen über 45 mg/dl (1,2 mmol/l) und bei Männern über 35 mg/dl (0,9 mmol/l) liegen.
Wenn außer einem erhöhten LDL - Cholesterin überhaupt kein anderer Risikofaktor vorliegt,
dann gilt ein LDL - Wert bis zu 160 mg/dl (4,1 mmol/l) als tolerierbar.
Bei Patienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, sollte er hingegen möglichst unter 100 mg/dl (2,6 mmol/l) liegen.
Mit anderen Worten, es gibt keinen allgemeingültigen Normalwert für alle Menschen

(Mehr später dazu; siehe unter: wer bekommt einen Herzinfarkt).                     
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 26. April 2011, 10:23:43
Was Blutcholesterin und Blutfette beeinflusst

Nicht änderbare Faktoren

-   Vererbung
-   Alter: die Regulationskraft des Körpers lässt nach
-   Geschlecht: Frauen haben (vor den Wechseljahren) günstigere Werte als Männer

Änderbare Faktoren

-   Körperliche Bewegung: chronischer Mangel verschlechtert die Blutwerte
-   Übergewicht: begünstigt Fettstoffwechselstörungen
-   Ernährung: Einfluss auf die Höhe der Cholesterin- und Triglyceridwerte haben Fettmenge,   
    Fettqualität, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Alkohol
    (Mehr später dazu; siehe unter: Fett: Klasse statt Masse)
-   Medikamente: neue Wirkstoffe (Statine) senken Infarktrisiko und Sterblichkeit
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 27. April 2011, 09:10:11
Fettwechselstörung  heißt meist:

LDL und/oder Triglyceride erhöht, HDL erniedrigt
Ärzte unterscheiden mehrere Formen von Fettstoffwechselstörungen.

Besonders häufig ist eine Erhöhung der Triglyceride, bei gleichzeitig normalem oder nur leicht erhöhtem Cholesterinspiegel.
Eine zu hohe Kalorienzufuhr, zu viele Kohlenhydrate und Diabetes mellitus begünstigen diese Störung.
Das Risiko für eine Arteriosklerose (Verengung der Blutgefäße) ist hoch.

Ebenfalls häufig sind Fettstoffwechselstörungen, bei denen das LDL-Cholesterin ansteigt.
Die Triglyceride können normal oder ebenfalls erhöht sein.
Häufig ist gleichzeitig das HDL-Cholesterin erniedrigt.
Das Risiko für eine Arterienverengung ist sehr hoch.

Daneben gibt es genetisch bedingte, seltene Fettstoffwechselstörungen mit sehr stark erhöhten Blutwerten.     
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 28. April 2011, 10:53:49
Wer bekommt einen Herzinfarkt?

Zum Glück kann niemand in die Zukunft sehen.
Auch sind die Ursachen von Arteriosklerose und Herzinfarkt noch immer nicht vollständig geklärt.
Man geht heute davon aus, dass eine Erhöhung der Blutfette und des Cholesterinspiegels sowie weitere Risikofaktoren
wie z. B. Bluthochdruck zu Schäden an der Wand der Blutgefäße führen.
Es kommt zur Arteriosklerose, zur Verengung der Blutgefäße.
Das behindert den Blutfluss und die Sauerstoffversorgung der Gewebe.
Verstopft ein Gefäß total, besteht höchste Gefahr:
Ist ein Herzgefäß betroffen, kommt es zum Infarkt.

Anhand verschiedener Risikofaktoren lässt sich das Infarktrisiko eines Menschen in etwa abschätzen:
- Ein hoher HDL - Wert gilt als herz- und gefäßschützend.
- Erhöhte Gesamtcholesterin- und LDL - Cholesterinwerte gehen mit einem hohen Risiko einher.
- Besonders risikoreich ist die Kombination niedriges HDL und hohe Triglyceride bzw. hohes LDL.
Weitere Risikofaktoren sind das familiäre Auftreten von Herzinfarkten, Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutzucker- und Insulinwerte.
Vermutlich erhöhen auch zu viel Stress und ein geringer Verzehr von Gemüse, Obst und Fisch das Infarktrisiko.                                                                                       
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 02. Mai 2011, 11:07:02
Zur Klärung des Infarktrisikos sollten mehrere Risikofaktoren berücksichtigt werden.

Risiko-Abschätzung *

- Leicht erhöhtes Risiko
LDL – Cholesterin über 160mg/dl (4,1 mmol/l); dabei Gesamtcholesterin zwischen 200 und 300 mg (5,2 – 7,7 mmol/l), Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL über 4, keine weiteren Risikofaktoren

- mäßig erhöhtes Risiko
LDL – Cholesterin über 130 mg/dl (3,4 mmol/l); dabei Gesamtcholesterin zwischen 200 und 300 mg/dl (5,2 – 7,7 mmol/l)
und HDL unter 40 mg/dl (1,0 mmol/l), d.h. ein Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL über 5 plus weiterer Risikofaktoren (z.Z. familiäre Vorgeschichte)

- hohes Risiko
LDL – Cholesterin über 100mg/dl (2,6 mmol/l); dabei zwei ausgeprägte Risikofaktoren (z.B. über 300 mg/dl (7,7 mmol/L)
und 20 Zigaretten/Tag oder eine bereits bestehende Herzgefäßerkrankung

*mod. n. Biesalski, HK et aL: Ernährungsmedizin, Thieme Verlag, Stuttgart 199902
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 03. Mai 2011, 09:55:40
Ernährungsumstellung -

Was tun bei Fettwechselstörungen


Hilfe verspricht:
besser mit Stress umgehen, mehr bewegen, gesünder Essen, Medikamente, Fettstoffwechselstörungen entstehen also, 
wenn ein" ungesunder" Lebenswandel und eine erbliche Veranlagung zusammentreffen.

Unsere Gene können wir (noch) nicht ändern, wohl aber unseren Lebensstil -
z. B. das Rauchen aufgeben und uns mehr bewegen, vorzugsweise an der frischen Luft.

Wir können lernen, besser mit Stress umzugehen, die vom Arzt verordneten Medikamente regelmäßig einnehmen
und wir können die Ernährung umstellen.

Auf diese Weise kann jeder aktiv etwas für die Gesundheit seines Herzens und seiner Blutgefäße tun.                                                                                                   
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 04. Mai 2011, 10:36:19
Stichwort Ernährungsumstellung -

das klingt nicht sehr appetitanregend.

In der Tat wurde bei Fettstoffwechselstörungen früher häufig eine strenge Diät verordnet, bei der auf fett- und cholesterinreiche Lebensmittel wie Eier, Butter, Wurst und Fleisch, fette Fische, Nüsse und Alkohol verzichtet werden musste.
Stattdessen sollten kohlenhydratreiche Lebensmittel, insbesondere Brot, Nudeln, Kartoffeln und Reis gegessen werden.

Heute sehen die Empfehlungen zur Senkung von erhöhten LDL- Cholesterinwerten und Herzinfarktrisiko etwas anders aus:
Die Forschung hat gezeigt, dass es nicht in erster Linie auf eine Verringerung des Cholesteringehaltes der Nahrung ankommt.
Bei den Fetten ist es wichtiger, das "richtige" zu wählen, als sich grundsätzlich sehr fettarm zu ernähren. 
Aufgrund dieser neuen Forschungsergebnisse steht eine so genannte fettmodifizierte Kost im Vordergrund der Empfehlungen, die sich an der Küche des Mittelmeerraumes orientiert.
Sie zeichnet sich durch eine etwas höhere Fettzufuhr bei gleichzeitig verbesserter Fettauswahl aus.
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 05. Mai 2011, 19:11:42
Fett:
Klasse statt Masse

Fett ist nicht gleich Fett: die richtige Qualität und die richtige Mischung machen`s.


Hintergrund:

Fette bestehen u. a. aus unterschiedlichen Fettsäuren.
- Es gibt gesättigte Fettsäuren sowie einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
- Bei den ungesättigten Fettsäuren wird noch einmal zwischen Omega-6- und Omega-3-
  Fettsäuren unterschieden, wobei Omega-3-Fettsäuren als besonders gesund gelten.

In zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass es weniger auf die Reduktion der Fettmenge
als auf die Auswahl der Fette ankommt.
Eine , .. normalfette" Ernährung kann das "böse" Cholesterin ebenso gut senken wie eine fettarme Kost -   sofern die Fettqualität stimmt.
Das bedeutet, weniger gesättigte Fette und überwiegend Fette mit ungesättigten Fettsäuren zu essen:
Als besonders günstig haben sich hierbei Raps- und Olivenöl erwiesen,
die vor allem die einfach ungesättigte Ölsäure enthalten.
Rapsöl und fette Fische liefern zudem mehrfach ungesättigte Omega-3- Fettsäuren.

In der mediterranen, fettmodifizierten Kost bleibt die Fettmenge "normal", d.h. bei etwa 35 Prozent der Kalorien.
Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 2.000 bis 2.500 Kilokalorien wäre das ca. 80 bis 100 Gramm Fett täglich.
Dies entspricht eher unseren Verzehrgewohnheiten und bringt gegenüber einer sehr fettarmen Diät zusätzliche Vorteile:

-   das "gute" HDL-Cholesterin sinkt nicht,
-   die Triglyceride bleiben niedrig,
-   die Blutzuckerwerte verbessern sich,
-   das Risiko für Thrombosen sinkt.
 
Selbstverständlich gehört zu einer herz- und gefäßgesunden Kost mehr als nur das richtige Fett auszuwählen.
Ebenso wichtig ist, dass das Essen sättigt, aber nicht zu (weiterem) Übergewicht führt.
Dafür sorgt der reichliche Genuss von Gemüse, Salaten und Obst.
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 06. Mai 2011, 19:45:00
Fettt:
Klasse statt Masse


Einkaufen mit Köpfchen:
- Achten Sie auf versteckte Fette!
- Schauen Sie auf die Nährstoffangaben auf den Packungen!
- Beim Einkauf von Milchprodukten auf den Fettgehalt achten - lieber eine Stufe niedriger!

Kochen mit Köpfchen - praktische Küchentipps:

- Fett und Öle abwechslungsreich verwenden
- Dünsten, Braten, Backen mit wenig Fett
- Öle/Fette mit einem Esslöffel / Teelöffel abmessen (1 EL= 10 g, 1 TL =  4 g)
- Statt Creme fraiche (30 % Fett) saure Sahne (10 % Fett) oder Joghurt nehmen
- Sahne durch Milch ersetzen
- Maßhalten bei den gesättigten Fettsäuren, weniger tierische Produkte verwenden
- Backen und Braten in feuerfester Form, auf Backpapier, auf Pergament, im Bratschlauch
- Fettarm Braten im Wok oder beschichteter Pfanne
- Grillen im Backofen
- Auf Andicken von Gemüse verzichten, viele Kräuter und Gewürze verwenden
.. , besonders empfehlenswert: Rapsöl
- enthält einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren incl. Omega- 3- Fettsäuren
- vielseitig einsetzbar für Salate, zum Kochen, Braten und Backen
   (Butter durch Rapsöl ersetzen: 1 EL Rapsöl = 10 g Fett)
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 08. Mai 2011, 13:25:17
Welches Fett für welchen Zweck

Bei Fett gilt:

Nicht übertreiben, sondern auf Qualität achten.
Je flüssiger ein Fett bei Zimmertemperatur ist, desto mehr ungesättigte Fettsäuren enthält es.

Fette unterscheiden sich in ihrer Eignung für die Küche und in ihrer Wirkung im Körper.
Für beide Effekte sind unter anderem die unterschiedlichen Fettsäuren (= Bausteine der Fette) verantwortlich.
In der fettmodifizierten, mediterranen Ernährung zum Schutz von Herz und Gefäßen braucht mit Fett nicht gegeizt zu werden, wenn die verwendeten Fette reich an einfach ungesättigter Ölsäure und an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren sind.
Während Olivenöl vor allem Ölsäure und Lein- oder Walnussöl viele Omega-3-Fettsäuren liefern,
bietet Rapsöl eine ideale Kombination von beidem.
Aufgrund ihrer guten Hitzestabilität eignen sich zum Dünsten, Braten, Backen und Frittieren
vor allem die geschmacksneutralen raffinierten Öle.

Kaltgepresste Öle sind besonders hitzeempfindlich.
Daher sind sie nur für die kalte Küche empfehlenswert (Ausnahme Olivenöl), z.B. für eingelegte Gemüse, Salate, Mayonnaisen, Dips und Dressings.
Neben ihrem ausgeprägten Eigengeschmack - bei kaltgepresstem Rapsöl ist er kräftig nussig bieten kaltgepresste Öle noch einen weiteren Vorteil: Sie enthalten pflanzliche Sterine, die zusätzlich helfen, den Cholesterinspiegel zu senken.
Butter ist als Streichfett sowie zum Backen und Dünsten geeignet,
weil sie weitgehend naturbelassen und gut bekömmlich ist.
Da sie relativ viel gesättigte Fettsäuren enthält, der Schwerpunkt der Fettzufuhr jedoch auf der einfach ungesättigten Ölsäure liegen soll, sollte der Genuss maßvoll sein.
Entsprechendes gilt für süße und saure Sahne sowie für Schmand.
Auch sie sind in Maßen erlaubt, wenn die Qualität der restlichen Fette "stimmt".
Schweine- und Gänseschmalz liefert reichlich einfach ungesättigte Ölsäure.
Gegen einen gelegentlichen maßvollen Genuss ist daher nichts einzuwenden.
Aufgrund neuer Erkenntnisse können auch Nüsse und fette Fischarten (Hering, Makrele, Lachs)
getrost von den Verbotslisten verschwinden, denn sie liefern die erwünschten Omega-3-Fettsäuren.

Fettsäure – Zusammensetzung verschiedener Fette
(pro 100 Gramm, gerundet)*
                            Gesättigte   einfach ungesättigte    mehrfach ungesättigte
                            Fettsären     Fettsäuren                   Fettsären    
Rapsöl                     7 g            64 g                               33 g
Olivenöl                 14 g            74 g                                 9 g
Sonnenblumenöl     11 g            22 g                               63 g
Maiskeimöl             13 g            29 g                               53 g
Butter                    50 g            23 g                                 3 g
Schweineschmalz    40 g            45 g                               11 g
Gänseschmalz        26 g            57 g                                11 g
* Quelle: Heseker B & H: Nährstoffe in Lebensmitteln; Umschau Verlag Frankfurt/M, 1999
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 14. Mai 2011, 21:33:25
Fette Fakten

... braucht der Körper zur Energieaufnahme


… sollte nicht mehr als 30-35 % der täglichen Nahrung ausmachen ...Tagesration: 60 bis 80 g
... 1 Gramm Fett liefert 9,3 kcal Energie
... ist Träger von Geschmacks- und Aromastoffen
... macht weniger gut satt als Kohlenhydrate und Eiweiße
... sollte eine bestimmte Qualität aufweisen, um den Cholesteringehalt im Blut positiv zu                 beeinflussen zur Risikosenkung für Herzerkrankungen und Schlaganfälle

Gute Fette - schlechte Fette ...

... gesättigte Fettsäuren = Butter, Butterschmalz, Kokosfett, Milchprodukte, fette Fleischwaren;
Tierische Fette (Schweineschmalz), fettreich Snacks (Pommes frites, Kuchen, Süßigkeiten etc.), Fastfood, Fertiggerichte
-   erhöhen LDL- Cholesterin  :nd    im Blut (Herzinfarktrisiko steigt)
-   sollten nicht mehr als 10 % der Energieaufnahme liefern

... einfach ungesättigte Fettsäuren = Rapsöl, Olivenöl, Erdnussöl
- senken LDL- Cholesterin im Blut  :)

... mehrfach ungesättigte Fettsäuren = Distel-, Leinen-, Sonnenblumen-, Nuss-, Keimöl, Rapsöl
-   essentiell, d.h. der Körper braucht sie zum Leben, kann sie aber nicht selbst herstellen
-   sollten etwa 7-10 % der Energieaufnahme liefern
-   senken LDL- Cholesterin

... Omega- 3- Fettsäuren = Thunfisch, Lachs, Hering, Makrele, Rapsöl, Walnüsse, Walnussöl
-   mehrfach ungesättigt
-   senken LDL- Cholesterin und erhöhen HDL- Cholesterin   :nd  
-   senken Blutfette, senken Thrombosegefahr, erweitern Gefäße,
    schützen vor Herzrhythmusstörungen  :)  

... Trans- Fettsäuren = frittierte Produkte, Gebäck, Kartoffelchips
- erhöhen LDL - Cholesterin im Blut, senken HDL- Cholesterin  
- sollten weniger als 1 % der Energieaufnahme ausmachen
- entstehen beim chemischen Prozess der Fetthärtung
-  Hinweise bei Zutatenlisten: "pflanzliche Fette, z.T. gehärtet"

Siehst Du mich oder nicht? -

Das Problem der versteckten Fette

... sichtbar
- Streichfette, Zubereitungsfette, sichtbare Fettränder an Fleisch und Wurst, fetter Speck
... versteckt
-   Fertiggerichte, Süßigkeiten, Gebäck, Avocado, Nüsse, Wurst, Fleisch, Fisch, Käse,
     Milch- und Milchprodukte, Eier    
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 16. Mai 2011, 15:44:23
Den Fetten auf der Spur ...

.. , Nährstoffangaben beachten
.. , Fertiggerichte unter die Lupe nehmen

... Achtung! Käse: Fett i. Tr. = absolutes Gewicht des Käses nach Abzug von Wasser

Aber:
absoluter Fettgehalt wird nicht angegeben!
Beispiel:
Ein Weichkäse mit 48 % Fett i. Tr. hat einen Wasseranteil von 50 %.
Entzieht man einer Menge von 100 g dieses Käses das Wasser komplett so bleiben 50 g Käsemasse übrig.
Diese 50 g enthalten 48 % Fett, also 24 g. Also enthält dieser Käse 24 % Fett absolut.
Ein Hartkäse mit ebenfalls 48 % Fett i. Tr. hat stattdessen einen Wasseranteil von nur 30 %.
Entzieht man einer Menge von 100 g dieses Käses das Wasser komplett,
so bleiben 70 g Käsemasse über.
Diese 70 g enthalten ebenfalls 48 % Fett, also 33,6 g.
Also enthält dieser Käse 33,6 % Fett absolut.

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/FetUn_der_Trockenmasse (http://de.wikipedia.org/wiki/FetUn_der_Trockenmasse)
(Zugriff: 05.10.2009)              
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 17. Mai 2011, 18:18:34
Fett – Klasse statt Masse

Einkaufen mit Köpfchen:

- Achten Sie auf versteckte Fette!
- Schauen Sie auf die Nährstoffangaben auf den Packungen!
- Beim Einkauf von Milchprodukten auf den Fettgehalt achten - lieber eine Stufe niedriger!

Kochen mit Köpfchen - praktische Küchentipps:

- Fett und Öle abwechslungsreich verwenden
- Dünsten, Braten, Backen mit wenig Fett
- Öle/Fette mit einem Esslöffel/Teelöffel abmessen (1 EL = 10 g, 1 TL = 4 g)
- Statt Creme fraiche (30 % Fett) saure Sahne (10 % Fett) oder Joghurt nehmen
- Sahne durch Milch ersetzen
- Maßhalten bei den gesättigten Fettsäuren, weniger tierische Produkte verwenden
- Backen und Braten in feuerfester Form, auf Backpapier, auf Pergament, im Bratschlauch
- Fettarm Braten im Wok oder beschichteter Pfanne
- Grillen im Backofen
- Auf Andicken von Gemüse verzichten, viele Kräuter und Gewürze verwenden

…besonders empfehlenswert
- Rapsöl
- enthält einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren inkl. Omega- 3 Fettsäuren
- vielseitig einsetzbar für Salate, zum Kochen, Braten und Backen
   (Butter durch Rapsöl ersetzten: 1 EL Rapsöl = 10 gr. Fett       
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 19. Mai 2011, 10:01:22
Kleine Fett- und Ölkunde

…kaltgepresste (native) Öle


- nur durch Pressen der Ölfrüchte gewonnen
- enthalten noch viele Stoffe aus Fruchtfleisch oder Samen der Ölpflanze
Vorteil: charakteristischer Geschmack bleibt erhalten
Nachteil: nicht zum Erhitzen (scharfes Anbraten) geeignet

... raffinierte Öle

- werden bei der Herstellung in chemischen und physikalischen Prozessen gereinigt, entschleimt,    entsäuert, gebleicht und von unerwünschten Gerüchen befreit
- Öle sind heller, klare- nur durch Pressen der Ölfrüchte gewonnen
- enthalten noch viele Stoffe aus Fruchtfleisch oder Samen der Ölpflanze
Vorteil: charakteristischer Geschmack bleibt erhalten
Nachteil: nicht zum Erhitzen (scharfes Anbraten) geeignet


... feste Pflanzenfette

- können hoch erhitzt werden aufgrund der vielen gesättigten Fettsäuren
- bieten keinen Vorteil bei schonendem Braten etc. gegenüber Pflanzenölen
- sollten seltener auf den Tisch kommen
Vorteil: zum Braten und Kochen geeignet
Nachteil:
wenig Eigengeschmack

... tierische Fette

- Fischöle und Schlachtfette von Schwein, Rind etc.
- Schmalz, Talg, Butter
- sollten selten auf den Tisch kommen
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 20. Mai 2011, 09:10:36
Tauschbörse für Fette

Anstatt:                                              Besser:

Croissant                                             Brötchen
Brötchen mit Mett                                 Brötchen mit 2 Scheiben gekochtem Schinken
Brötchen mit Teewurst                           Brötchen mit 2 Scheiben Corned Beef
Bockwurst                                            Döner mit Geflügelfleisch
Pommes mit Maya                                 Backofen- Pommes
Erdnuss- Flips                                       Salzstangen


Der große Fettvergleich oder wie geht es fettärmer

1 Schnitzel, natur (125 g)                                 5 g Fett
1 Schnitzel, paniert (125 g)                             20 g Fett 

1 Port. Putenkeule (125 g)                                4 g Fett
1 Port. Ente (125 g)                                        20 g Fett

1 Port. Bierschinken (30 g)                              4 g Fett
1 Port. Mettwurst (30 g)                                 12 g Fett

1 Port. Kabeljau (150 g)                                  1 g Fett
1 Port. Lachs (150 g)                                     20 g Fett

30 g Camembert, 30% F.i.Tr.                            4 g Fett
30 g Brie, 60% F.i.Tr.                                      10 g Fett

1l fettarme Milch 1,5%                                 15 g Fett
1l Vollmilch 3,5%                                         35 g Fett

1 EL Saure Sahne (15 g)                               2 g Fett
1 EL Creme fraiche (15 g)                             6 g Fett

1 Stück Obstkuchen                                       4 g Fett
1 Stück Sahnetorte                                      25 g Fett
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 21. Mai 2011, 19:35:14
Herzgesund Essen, das schmeckt!

Auch hochwertiges Eiweiß ist wichtig für eine herzgesunde Ernährung


Neben den "richtigen" Fetten ist auch bei Fettstoffwechselstörungen eine ausreichende Eiweißzufuhr wichtig.
Empfehlenswerte Eiweißlieferanten sind mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte.
Letztere sorgen - neben Obst und Gemüse - für die wünschenswerte reichliche Zufuhr an Ballaststoffen und einen angemessenen Kohlenhydratgehalt der Kost.
Forschungsergebnisse der letzten Jahre erbrachten weitere frohe Botschaften für Genießer:
So ging der regelmäßige aber mäßige Verzehr von Nüssen und Alkohol in Form von Wein oder Bier zum Essen in vielen Studien mit einem verringerten Herzinfarktrisiko einher.

Zusammengefasst heißt das:

-   viel Gemüse, Salat und Obst,
-   reichlich Getreide(produkte), Hülsenfrüchte und Kartoffeln,
-   genügend Fett in der richtigen Qualität,
-   magere Eiweißlieferanten.

Qualitativ hochwertige Ausgangsware, möglichst frische Zubereitung und vor allem der Genuss und die Freude
am Essen sind weitere Kennzeichen der mediterranen Küche.
Diese Lebens- und Essweise scheint nicht nur gut zu schmecken, sondern auch gesund zu sein.

5 am Tag

Wieviel "Grünzeug" darf es denn sein?


Ernährungswissenschaftler empfehlen sich an der Formel ,,5 am Tag" zu orientieren.
Damit sind fünf Portionen täglich gemeint.
Wobei eine Portion der Menge Obst oder Gemüse entspricht die in eine Hand passt:
z.B. ein Apfel, eine Hand voll Kirschen, zwei Tomaten, eine große Zwiebel,
eine Hand voll Feldsalat oder eine mittelgroße Zucchini.

Zwei der fünf empfohlenen Portionen dürfen auch in Form von Säften verzehrt werden.         
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 23. Mai 2011, 10:07:25
Mediterran genießen – auf gut deutsch

Nicht so viel wie möglich, sondern so gut wie möglich essen
.

Um mediterran zu genießen und gesund zu bleiben, sind keine exotischen Zutaten nötig:
Die deutsche Landwirtschaft liefert gesunde Lebensmittel in großer Vielfalt und Qualität.
Kurze Transportwege sorgen für saisongemäßen Genuss aus der Region und dafür, dass Früchte und Gemüse voll ausreifen können, bevor sie geerntet werden.

Die Basis einer mediterranen, fettmodifizierten Kost auf gut deutsch bilden zwei Portionen Obst(saft) sowie drei Portionen Gemüse(saft) und Salat, angemacht mit gesundem Öl.               
Sie sättigen und liefern Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und die richtigen Fettsäuren.

Hinzu kommen täglich Brot und Getreideprodukte, möglichst aus vollem Korn.
Die Kost wird ergänzt mit Milchprodukten, magerem Fleisch, Fisch, Nüssen und Hülsenfrüchten.
Diese sorgen für genügend Eiweiß und schließen noch vorhandene Vitamin- und Mineralstofflücken.                                                                                           
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 24. Mai 2011, 10:24:27
Mediterran genießen – auf gut deutsch

Nicht so viel wie möglich, sondern so gut wie möglich essen
.

Zum Nachtisch was Süßes? Na Klar!
Greifen Sie zu leckeren  Obstdesserts:

bunter Obstsalat,  Fruchtkompott, Früchtequark oder auch Obst pur.
Sie versorgen den Körper mit wertvollen Vitaminen und Ballaststoffen.
 
Vorsicht bei versteckten Fetten
Süßspeisen wie Sahnepudding, Schokoriegel und Gebäck
haben einen hohen Fett bzw. Kaloriengehalt und liefern wenig günstige Nährstoffe.
Gönnen Sie sich ihr süßes Lieblingsdessert ganz bewusst und voller Genuss einmal in der Woche.
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 25. Mai 2011, 09:50:28
ESSEN FÜR EIN GESUNDES HERZ:

DIE 10 REGELN


1.   Täglich Brot, Getreideprodukte, Kartoffeln, Reis oder Nudeln;
      Vollkornprodukte bevorzugen - sie machen schneller und länger satt.
2.   5 x täglich eine Handvoll Obst und Gemüse
3.   Täglich Milch und -produkte, Fettgehalt max. 1,5%
4.  Täglich min. 1,5 – 2 l ungesüßte Getränke (Wasser, Apfelschorle, Früchte- und Kräutertee)
5.    Wöchentlich max. 3 Eier und 300-600g Fleisch und Wurst, mageres Fleisch
      ohne sichtbares Fett wählen.
6.    Mindestens 1 x pro Woche Seefisch
7.    Süßes, Salzgebäck und Alkohol sind erlaubt - jedoch nur in Maßen.
8.    pro Tag max. 40 g Fett (1 EI Öl = 10 g Fett), dabei mindestens  2 Esslöffel
      herzfreundliches Öl (z.B. Rapsöl, Olivenöl)
9.   Stoffwechsel mit jodiertem Speisesalz und frischen Kräutern anregen                                    
10. Regelmäßige Bewegung ist die beste "Nahrungsergänzung".                                                

Zusammenhang von Herz und Ernährung


ÜBERGEWICHT UND FALSCHE ERNÄHRUNG MACHEN DAS HERZ KRANK


Durch zu viel und falsches Essen wird das Herz belastet.
Je mehr ein Mensch das Normalgewicht überschreitet, desto schwerer muss sein Herz arbeiten.
Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Verkalkungen der Blutgefäße, Herzinfarkt und Schlaganfall sind die Folgen.
Wer sich gesund und maßvoll ernährt, verliert Kilos und tut seinem Herzen etwas Gutes.            
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 26. Mai 2011, 09:57:06
Aktiv werden!

Wer körperlich aktiv ist, kann auch mehr essen
.

Das bewirkt Sport / körperliche Aktivität:
-   Das "gute" HDL-Cholesterin steigt.
-   Der Blutdruck sinkt.
-   Der Zuckerstoffwechsel verbessert sich.
-   Der gesamte Stoffwechsel wird ökonomischer.
-   Körpergefühl und Wohlbefinden steigen.

Werden Sie aktiv - nicht nur, was die Ernährung angeht!
Sowohl zum Gesundbleiben als auch zur Besserung bei verschiedenen Stoffwechselstörungen ist körperliche Betätigung eine der wertvollsten Hilfen!

Das bedeutet nicht, aus einem bequemen Wohlstandsbürger von heute auf morgen einen Marathonläufer zu machen:
Schon 30 Minuten körperliche Anstrengung täglich genügen für einen positiven Effekt.
Dazu müssen Sie nicht gleich in einen Sportverein eintreten.
Auch die körperliche Aktivität im Alltag zählt:
zum Beispiel Haus- und Gartenarbeit, öfter mal das Auto stehen lassen und stattdessen mit dem Fahrrad fahren, eine Bushaltestelle früher aussteigen und den Rest des Weges strammen Schrittes erledigen.

Beim Sport wäre eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining ideal.
Wichtig ist, Aktivitäten zu finden, die Ihnen Spaß machen und Ihrer körperlichen Konstitution angemessen sind, und sie dann wirklich regelmäßig in den Alltag einzubauen.

Denken Sie dran: „Wer (zu viel) rastet, der rostet"                                            
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 02. Oktober 2013, 13:29:11
Bei erhöhtem Cholesterin auf gesättigte Fettsäuren verzichten

Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten sollten darauf achten, welches Fett sie zu sich nehmen.
Pflanzliche Fettträger können sich auf die Werte positiv auswirken.
Eine Alternative ist, insgesamt weniger Fett zu sich zu nehmen.
Erhöhte Cholesterinwerte gelten als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Neben den Empfehlungen, nicht zu rauchen, abzunehmen und sich mehr zu bewegen, gilt oft der Rat,
dass Patienten ihre Ernährung verändern sollten.
Der Nutzen dieser Ernährungstipps sei allerdings wissenschaftlich kaum belegt,
erläutert das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln.

Positive Hinweise verzeichne die Forschung lediglich in Bezug auf den Ratschlag,
möglichst wenig gesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen.
Gesättigte Fettsäuren stecken vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Schweinefleisch,
Hartkäse, Sahne und Butter.
Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten können diese Speisen durch pflanzliche Produkte wie Olivenöl, Nüsse, Avocados und Fisch wie Lachs und Makrele ersetzen, die viele ungesättigte Fettsäuren enthalten.
Ungesättigten Fettsäuren werden oft positive Effekte nachgesagt.

Das IQWiG erläutert auf seinem  Portal Gesundheitsinformation (http://www.gesundheitsinformation.de/hypercholesterinaemie-hilft-es-weniger-fette-zu-sich-zu-nehmen.1131.de.html) aber, dass es vermutlich unerheblich ist,
ob Betroffene die gesättigten gegen ungesättigte Fettsäuren austauschen oder insgesamt weniger Fett zu sich nehmen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2013 
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 21. Oktober 2016, 09:52:46
Das richtige Fett wählen –

gesunde Ernährung hilft den Blutspiegel auf Kurs zu halten


Fette sind für den Menschen lebensnotwendig:

Cholesterin und Triglycerid z.B. halten diverse Stoffwechselvorgänge im Körper am Laufen.
Sie werden zum Teil vom Körper selbst produziert und gehören als unverzichtbarer Bestandteil zu jeder Zellmembran. Ohne Fett könnten fettlösliche Vitamine nicht aufgenommen werden, Fett liefert zudem im Bedarfsfall Energie.

Warum hat Fett als Nahrungsbestandteil dennoch einen schlechten Ruf?
Weil die meisten Menschen täglich zu viel davon aufnehmen - in Form fetthaltiger Nahrungsmittel wie Wurst, Käse, Backwaren, Fertigprodukte oder Fast Food. Vor allem tierische, gesättigte Fette und industriell gehärtete Pflanzenfette aus der Nahrung lagern sich in Blutgefäßen ab.

Oft treten gleichzeitig Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes TYP 2 auf und steigern so die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Gegensatz zu gehärteten Fetten wirken sich Fette und Öle, die reichlich ungesättigte Fettsäuren enthalten (Raps-, Oliven-, oder Sojaöl sowie fetter Seefisch) positiv auf den Blutfettgehalt aus.
Als Element einer ganzheitlichen Therapie bei Fettstoffwechselstörungen haben sich zudem Vitalpilze bewährt.
In den 1960er-Jahren fand man heraus, dass die im Vitalpilz Shiitake enthaltenen Substanzen Eritadenin und Cholin den Transport von Fetten zur Leber fördern, den Fettsäureabbau in der Leber anregen.
Die Umwandlung von LDL- in HDL-Cholesterin kann beschleunigt werden.

Ähnlich wertvoll ist der Pleurotus, dessen Hauptbestandteil Chrysin ebenfalls eine positive Wirkung auf die Blutfettwerte haben kann. Genau wie der Maitake reguliert dieser Vitalpilz den Leberstoffwechsel insgesamt. Ein dauerhaft erhöhter Blutfettspiegel sollte jedoch medikamentös behandelt werden und vorn Arzt untersucht werden.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Woche“  August 2016
Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 28. Oktober 2016, 08:01:56
Nachgefragt:

Ist Cholesterin gefährlich?


Vor allem ältere Menschen sprechen über Cholesterin, als ob es ein gefährlicher Inhaltsstoff wäre.
Sie machen um Lebensmittel, denen ein hoher Wert nachgesagt wird, einen großen Bogen.
Muss das sein?


Manche Lebensmittel oder ihre Inhaltsstoffe haben einfach ein schlechtes Image -
sie gelten als ungesund oder gar gesundheitsschädlich. Ein solcher Stoff ist Cholesterin.
Cholesterin soll gefährlich sein. Aber stimmt das eigentlich?

Nicht per se.
Cholesterin ist ein lebensnotwendiger Stoff, der vom Körper selbst gebildet wird.
Zum Problem werde Cholesterin erst, wenn zu viel davon vorhanden ist.
Für gesunde Menschen gilt die Empfehlung: Nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin am Tag.
Problematisch wird es, wenn jemand täglich zwischen 600 und 800 Milligramm zu sich nimmt.
Eier, Butter, Fleisch oder Wurst enthalten viel Cholesterin: ein Ei je nach Größe etwa 250 Milligramm.

Die mögliche Folge sind Ablagerungen in den Gefäßen - die sogenannte Arteriosklerose.
Sie können das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.
Manche nehmen über die Nahrung zu viel Cholesterin auf, bei manchen Menschen produziert aber auch der Körper zu viel Cholesterin. In jedem Fall muss man sich bei zu hohen Werten cholesterinarm ernähren und unter Umständen auch Medikamente nehmen.
Wichtig sei eine möglichst frühe Diagnose.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2016

Titel: Re: Cholesterin und Fette - alle Körperzellen benötigen sie für ihre Außenhüllen
Beitrag von: RalleGA am 23. Juni 2022, 09:33:57
Herzgesund leben Risikotest

Herzstiftung   (http://www.herzstiftung.de)

Hier könnte man einen Blutdruckpass ordern: 
Blutdruckpass (http://www.herzstiftung.de/blutdruckpass.html) oder Telefon 069 - 955128 400

Dem Herzen Beine machen (http://www.herzstiftung.de/Bewegung-im-Alltag.html)

Gesund ernähren mit Mittelmeerküche (http://www.herzstiftung.de/Rezept-Tipps-Mittelmeerkueche.html)

gute Fette, schlechte Fette (http://www.herzstiftung.de/Olivenoel)