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Autor Thema: Behandlungsresistente Insomnie  (Gelesen 27403 mal)

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Offline Sandra1992

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  • Krankheit: Behandlungsresistente Insomie
Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #120 am: 10. September 2022, 07:36:24 »
Hallo zusammen,

ich bin am verzweifeln. Ich habe gestern das Forum durchgescrollt und weiß genau wie ihr euch fühlt.
Ich mache das ganze seit März 2021 durch.

Ich hatte vorher nie Depression oder Schlafstörungen.
Angefangen hat das Problem der Schlaflosigkeit mit der Geburt meiner Tochter. Anfangs hatte ich eine heftige Wochenbettdepression.
Die habe ich in einer Klinik auskuriert.
Seit Juni 2022 bin ich von den ganzen Tabletten runter.
Ich habe wirklich eine Menge Tabletten genommen. Psychisch geht es mir auch wieder gut.
Ich habe nur das Problem, dass ich entweder gar nicht einschlafe, ich liege dann da und höre meistens ein Hörbuch.
Oder ich wache nach 2 Stunden Schlaf wieder auf.
Und dann denke ich mir es ist doch nicht gesund, wenn man wochen- oder monatelang nicht schläft.

Aber das Problem ist immer noch da. Manche Ärzte wissen sich keinen Rat, manche sagen es sei immer noch eine Depression und manche glauben mir nicht und sagen wenn man so lange nicht schläft, dann wäre man schon tot.

Ich will doch einfach nur für meine Tochter da sein.
Ich habe sie schon am Anfang, als ich 9 Wochen in der Klinik war, alleine gelassen.

Ich versuche es jetzt mal mit CBD Öl und dann hat meine Neurologin mir noch Dominal verschrieben.
Aber so langsam habe ich Angst vor dem Moment, wenn es heißt wir haben alle Medikamente durch.

Manche haben hier rein geschrieben und sich dann gar nicht mehr gemeldet; was sehr schade ist.

MRT vom Kopf wurde gemacht und im Schlaflabor war ich auch.

Sandra
« Letzte Änderung: 10. September 2022, 09:27:49 von RalleGA »

Offline Krisi

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  • Krankheit: Behandlungsresistente Insomnie
Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #121 am: 13. September 2022, 20:44:55 »
Hallo Sandra,

irgendwie hab ich immer Probleme hier zu schreiben:

Ich bin auch zweifache Mutter und habe Schlafstörungen, die in kein Raster passen. Medikamente hab ich schon viele probiert, die die mir helfen haben für mich leider zu starke Nebenwirkungen.

Ich hab auch nur den Wunsch wie du, für meine Kinder da zu sein, weiß aber nicht wie lange ich das noch so kann.

Evtl hilft auch mir eine psychosomatische Klinik.

Wenn du dich etwas austauschen magst schreib doch mal deine Mailadresse.

Lieben Gruß Kristina

Offline Nickdownu

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #122 am: 02. November 2022, 11:44:17 »
Ich empfehle dir, alternative Therapien zu probieren, vielleicht können sie dir helfen.
Es gibt viele Möglichkeiten, die du noch versuchen kannst, und viele von diesen sind nicht bekannt.

Ich misstraue der modernen Medizin in vielen Aspekten.
Ich hatte psychische Probleme und Schlafstörungen und wurde mit einer Behandlung von Sensorischer Deprivation in einem Isolationstank geheilt. In Kombination mit einigen alternativen Produkten, die ich auf Websites wie z.B. gekauft habe.

Und das hat mir viel mehr geholfen als alle Medikamente und Ärzte.
Also die Hoffnung nicht aufgeben!
« Letzte Änderung: 08. November 2022, 09:51:37 von RalleGA »

Offline HopeMcdaniel

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #123 am: 02. November 2022, 21:50:02 »
Ich empfehle Dir, alternative Therapien zu probieren, vielleicht können sie dir helfen.
Es gibt viele Möglichkeiten, die du noch versuchen kannst, und viele von diesen sind nicht bekannt.
Ich misstraue der modernen Medizin in vielen Aspekten.

Ich hatte psychische Probleme und Schlafstörungen und wurde mit einer Behandlung von Sensorischer Deprivation in einem Isolationstank geheilt. In Kombination mit einigen alternativen Produkten, die ich auf Websites wie z.B. [expresshighs.com/de] gekauft habe.

Und das hat mir viel mehr geholfen, als alle Medikamente und Ärzte.

Also die Hoffnung nicht aufgeben!  :thumbs

Der eingefügte Link funktioniert nicht.
« Letzte Änderung: 17. November 2022, 19:29:54 von RalleGA »

Offline Dimples

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #124 am: 03. November 2022, 17:34:23 »
Mir geht es seit Wochen genauso, wie es hier der Großteil der Betroffenen beschrieben hat.

Es fing bei mir schleichend mit immer stärkeren Einschlafstörungen an.
Erst waren es 3 Stunden, dann mehr als 6 Stunden.
Die Schlafdauer hat sich auch immer mehr verkürzt, mittlerweile bin ich den zweiten Tag in der Woche komplett schlaflos.
Am Dienstag war ich 26 Stunden wach, bin dann weggedämmert, wozu ich mich auch noch massiv zwingen musste.
Die Nacht darauf hatte ich dann 6 Stunden halbwegs gut geschlafen.
Mittlerweile ein absolutes Ausnahmerlebnis für mich.

Heute ist ein neuer Negativ-Höhepunkt:
Ich bin seit 29 Stunden am Stück wach, ich werde einfach nicht müde.
Ich habe keine Tagesschläfrigkeit.
Mir geht es so, wie bei dem allerersten Beitrag dieses Threads, ich werde nicht müde.
Egal, ob ich null Stunden, eine oder eben halbwegs normal geschlafen habe.
Es fühlt sich an, als ob permanent Dopamin oder Cortisol in Massen bei mir ausgeschüttet würde.

Wie die meisten hier hab ich eine grauenvolle Angst an dieser tödlichen Erbkrankheit zu leiden.
Leider kenne ich väterlicherseits meine Familiengeschichte nicht, ich weiß gar nichts von meinem Vater.
Seitdem ich über diese Krankheit gelesen habe, ist es erst so richtig schlimm bei mir geworden,
ich weiß auch nicht, wie ich diese Angst abstellen soll.
Ich weiß noch nicht mal, wie ich die heutige Nacht überstehen soll.
Ich habe bislang nur vereinzelt zu stärkeren Schlafmitteln gegriffen, hab mir nur massenweise pflanzliches Zeug und Melatonin in Höchstdosen reingeknallt.
Leider wirkt davon gar nichts mehr.
Am 15.11 hab ich erst einen Termin bei meinem Neurologen.
Aber es geht mir täglich schlechter und ich weiß nicht, wie ich es bis dahin schaffen soll.
« Letzte Änderung: 27. November 2022, 15:33:01 von RalleGA »

Offline Dimples

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #125 am: 13. November 2022, 22:56:48 »
Leider ist es bei mir nicht besser geworden,  :-[
heute ist der dritte Tag innerhalb 2 Wochen, an dem ich auch nach 36 Stunden keinen Schlaf finde.

Ich bin mittlerweile total verzweifelt und glaube, dass ich zu 100 Prozent die familiäre Form der tödlichen Schlafkrankheit habe.
Nur schreitet es bei mir extrem schnell voran:

Ich bin jetzt im dritten oder vierten Monat - ganz genau kann ich das nicht sagen, weil es so schleichend bei mir begonnen hat
- und mein Schlaf ist praktisch nicht mehr existent.
Ich schlafe, wenn, nur in total abgehackte Sequenzen, vielleicht 40 Minuten am Stück, dann wieder stundenlang wach
und dann wieder circa 2 oder 3 Stunden abgehackter Schlaf.
Der Schlaf ist so leicht, dass ich die Hintergrundgeräusche meistens höre, auch besteht der Schlaf aus total bizarren REM Phasen.
Es fühlt sich teilweise nicht mal wie Schlaf an.

Mir macht das panische Angst, ich hab selbst Angst heute meine Zoplicon zu nehmen, Angst, dass sie nicht mehr wirkt.
Mittlerweile bin ich so angespannt, dass ich jegliches Vertrauen in meinen Körper verloren habe.
Ich hab mir heute Dutzende Fallstudien zu dieser furchtbaren Krankheit durchgelesen, und finde immer mehr Parallelen.

Welche Untersuchung sollte ich zuerst vornehmen lassen, um es vielleicht doch auszuschließen?
Ein EEG oder ein MRT?

Ich kann so nicht weitermachen, ich hab das Gefühl meinen Verstand aus purer Angst zu verlieren.
« Letzte Änderung: 27. November 2022, 15:37:46 von RalleGA »

Offline Pascha92

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #126 am: 23. November 2022, 17:52:29 »
Die Frage ist halt kann man das auf die leichte Schulter nehmen oder geht man eh drauf.
Ich weiß nicht mein Schlaf wurde unerholsam erst als ich die anhaltende somatoforme Schmerzstörung bekommen habe.
Hab so 7 Stunden(Unerholsam) geschlafen aber jetzt schon 2 Monate Schlaflosigkeit und es helfen keine Medikamente.

Trimipramin haut sogar einen Elefanten um aber mir helfen nicht mal 25 Tropfen.
Meine Vermutung war das im Gehirn kein Melatonin mehr hergestellt wird oder es ist einfach wegen den Schmerzen,
dass der Körper praktisch immer in Alarmbereitschaft ist und eben nicht abschaltet, weil ja offensichtlich Gefahr ist.
Wie ich damit lebe um ehrlich zu sein gar nicht.
Ich kann es ja nichtmal irgendwo abklären, außer in der Psychiatrie.
Aber selbst dort kriegt man Tabletten die nicht helfen (Pipamperon).
Ganz ehrlich,..... Insomnie macht wahnsinnig.
Man kann nichts in Ruhe machen und Selbstmord wird immer wahrscheinlicher.
« Letzte Änderung: 24. November 2022, 13:34:05 von RalleGA »

Offline Dimples

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #127 am: 25. November 2022, 11:12:21 »
Trimipramin half bei mir gar nicht, hab es dann mit Mirtazapin probiert, hilft ehrlich gesagt auch nur manchmal.
Ich hab das Gefühl, dass ich über Phase 1 im Schlaf nie hinauskomme.
Ich gleite in den Traum rein und wieder hinaus, es fühlt sich nur ab und zu mit einer Zoplicon noch wie echter Schlaf an.
Und ja, das macht wahnsinnig, denn das Gehirn kann ja nie abschalten.

Habe heute ein MRT vom Kopf, leider ohne anschließendes Aufklärungsgespräch, muss also mindestens noch eine Woche warten,
bis ich wieder bei meinem Arzt bin.
Keine Ahnung, ob man was findet, ich glaube sowieso nicht mehr daran, dass man mir helfen kann.

Es ist zu komplex, hier haben so viele geschrieben, bei denen es ähnlich komplex ist, den wenigsten hat man offenbar helfen können.
Ich denke die Diagnose ist nicht mal entscheidend, wichtig ist doch in erster Linie, dass man helfen kann,
aber so will man einfach nicht mehr weiterleben, es frisst einen innerlich auf.
« Letzte Änderung: 25. November 2022, 17:50:16 von RalleGA »

Offline Dimples

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Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Antwort #128 am: 28. November 2022, 10:33:46 »
Jetzt wirkt nach 48 Stunden nicht mal mehr die Zoplicon.
Ich vegetiere seit fast 50 Stunden ohne Schlaf, und obwohl ich vor 2 Tagen noch Zoplicon genommen hatte, und auch nur eine Vierteldosis, die auch sehr gut gewirkt hat.
Wirkt die Tablette in der vollen Dosis heute überhaupt nicht.

Und ich war die ganze Anwendungszeit sehr sparsam, habe in 2 Monaten vielleicht 8 Mal die Tablette genommen, im Schnitt 1x die Woche.

Man kann doch nicht von heute auf morgen resistent dagegen werden. Oder?

Ich wäre so froh, wenn man einer schreiben würde, irgendeinen Tipp oder Ratschlag!

Was soll ich denn jetzt machen?
Mir hilft nichts mehr, ich kann doch nicht ohne gänzlichen Schlaf nicht weiterleben
« Letzte Änderung: 28. November 2022, 16:37:04 von RalleGA »