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Autor Thema: Psyche und Depressionen - öffentlicher Austausch + Informationen  (Gelesen 30898 mal)

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Offline RalleGA

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Re: Psyche und Depressionen - öffentlicher Austausch + Informationen
« Antwort #60 am: 07. Juli 2022, 09:25:23 »
Versorgungsnotstand

Psychisch kranke Kinder warten Monate auf Behandlungsplatz


Zu wenige Psychologen und damit zu wenige Behandlungsplätze:
Viele Menschen und vor allem Kinder und Jugendliche warten zu lange auf eine Behandlung.
Das Versorgungsangebot war bereits vor Corona schwer überlastet.
Psychisch kranke Kinder und Jugendliche müssen nach Angaben von Ärzten monatelang auf einen Behandlungsplatz warten.   

Insbesondere durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen habe sich die psychische und psychosoziale Situation bei Kindern und Jugendlichen erheblich verschlechtert, erklärten der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, und die stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes für Kinder- und Jugendlichen Psychotherapie (bkj), Marion Schwarz.

„Diese Patienten brauchen schnellstmöglich Hilfe, doch wir wissen nicht, wohin wir sie schicken sollen“, klagte Fischbach. 
Die Versorgungsangebote seien schon vor der Pandemie nicht ausreichend gewesen.
Jetzt sei der Mangel dramatisch, warnten Fischbach und Schwarz in einem Appell an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
„Wir schieben einen Berg von Anfragen vor uns her und wissen zugleich, dass wir in den kommenden Monaten keinen Behandlungsplatz - höchstens vielleicht ein Erstgespräch - anbieten können.
Das ist ein unzumutbarerer und auch gefährlicher Zustand“, beschrieb Schwarz die Lage. 
Die Experten appellierten an die Gesundheitspolitik, schnell und unbürokratisch für Abhilfe zu sorgen, „um den Versorgungsnotstand abzuwenden“.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2022
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Psyche und Depressionen - öffentlicher Austausch + Informationen
« Antwort #61 am: 15. Oktober 2022, 10:48:02 »
Psyche

Purzelbäume im Kopf   

Sozialpsychiatrischer Dienst hilft bei Angst, Sucht und Demenz


Die psychische Gesundheit ist Grundlage für soziale Teilhabe und auch Lebensqualität.
Das Robert-Koch-Institut hat herausgefunden, dass Angst- und Suchterkrankungen, Depression, Demenz oder Schizophrenie
zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt gehören.

Diesen Dienst halten alle Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland vor.

Mehr als jeder siebte Erwachsene erfüllt mindestens einmal im Laufe seines Lebens die diagnostischen Kriterien für eine Depression erfüllt.
Dennoch werden seelische Erkrankungen in der Öffentlichkeit häufig nicht angesprochen, aus Angst vor Stigmatisierung und Ausgrenzung. Dies kann schwerwiegende Folgen für die Betroffenen und ihre Angehörigen haben.     

Aus diesem Grund rückt der Altmarkkreis Salzwedel zum Tag der seelischen Gesundheit am 10.10.2022 das Thema in den Blickpunkt der Öffentlichkeit und weist auf Hilfsangebote des Kreises hin.

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Altmarkkreises Salzwedel bietet Unterstützung für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder für Menschen in seelischen Krisen an. Auch betroffene Familienmitglieder, andere Angehörige, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen können sich an den Sozialpsychiatrischen Dienst wenden.   
Die Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes arbeiten in einem multiprofessionellen Team.
Die Beratung ist kostenlos. Alle Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes unterliegen der Schweigepflicht.
Eine Überweisung oder die Patientenkarte der Krankenkasse sind nicht nötig.

Ansprechpartner für die Hansestadt Salzwedel sind erreichbar unter den Rufnummern (03901) 840-631, -627 und -628,
für Klötze unter der Nummer -694 und für Gardelegen unter -912.

Das Hilfsangebot
Das Hilfsangebot des Altmarkkreises umfasst:

•Einzel-, Partner- und Familiengespräche zur Klärung der Lebenssituation
•Hausbesuche
•Beratung und Begleitung für Menschen, die sich in stationäre psychiatrische Behandlung begeben oder befanden. 

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Oktober 2022
« Letzte Änderung: 15. Oktober 2022, 10:49:39 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Psyche und Depressionen - öffentlicher Austausch + Informationen
« Antwort #62 am: 01. November 2022, 08:37:36 »
Ernährung bei Depression

Wie Ernährung die Stimmung beeinflusst

Kann man eine Depression über die Hirn-Darm-Achse bessern?


schaut: H I E R
« Letzte Änderung: 01. November 2022, 08:41:51 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Psyche und Depressionen - öffentlicher Austausch + Informationen
« Antwort #63 am: 20. November 2022, 09:32:50 »
Kuscheln und Massieren

Weshalb Berührungen uns (meist) guttun


Man tut es, wenn man jemanden lange nicht gesehen hat. Wenn man jemanden trösten möchte.
Oder wenn man am Krankenbett einfach nur zeigen will, dass man da ist. Ganz gleich, ob es eine herzliche
Umarmung, ein Streicheln über den Arm oder das Halten einer Hand ist: Eine Berührung sagt mehr als 1.000 Worte.

Die Wurzel liegt in der Evalutionsbiologie: Wachstums- und Reifeprozesse sind quasi direkt an den Berührungskontakt gebunden.
Die Natur sichert damit, dass Menschen als „nesthockende Säugetiere" nur gedeihen können, wenn sie in einer sozialen Gemeinschaft leben. 

Über keinen anderen Sinneskanal können Menschen untereinander so schnell und unmissverständlich positive emotionale Botschaften vermitteln. Das Spektrum reicht von Zuneigung, Verzeihen und Freude bis zu Anerkennung, Lob und Wertschätzung.

Schon kleinste Verformungen und minimale Wärmeveränderungen der Haut haben Auswirkungen auf unser Gehirn.
Nicht nur minutenlange Massagen ändern die neurobiologische Aktivität. Selbst kleine Berührungsreize,
die nur wenige Sekunden andauern, haben nachweislich einen Einfluss auf unsere psychischen Prozesse.    

Dass es mir guttut, wenn mich jemand in den Arm nimmt oder mit mir kuschelt - und umgekehrt -
ist nicht nur ein Gefühl, sondern tatsächlich messbar.

Wie etwa Oxytocin in Blut und Speichel Das sogenannte "Bindungshormon" sorgt dafür, dass in der Nebennierenrinde weniger vom Stresshormon Cortisol ausgeschüttet wird. Der Herzschlag wird langsamer, der Blutdruck sinkt, die Muskulatur entspannt sich.

 "Es geht jedoch nicht nur um rein psychologische Effekte"
, sagt der Biopsychologe Professor Sebastian Ocklenburg,
der sich auf die Erforschung von Umarmungen spezialisiert hat.
Studien hätten gezeigt, dass solche Berührungen auch positive Effekte auf die Gesundheit hätten.
"Menschen, die sich häufiger umarmen, haben auch ein geringeres Risiko, an Erkältungen zu erkranken."
Denn das Immunsystem sei stark von Stressfaktoren beeinflusst.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  September 2022
« Letzte Änderung: 20. November 2022, 09:39:14 von RalleGA »
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Offline bellancahighland

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Re: Psyche und Depressionen - öffentlicher Austausch + Informationen
« Antwort #64 am: 21. November 2022, 08:34:18 »
Es ist unglaublich.
Das Gesundheitssystem funktioniert nach der Pandemie nicht gut.
Zumindest in der Region, in der ich wohne, für Kinder und Erwachsene...

Kein Wunder, dass immer mehr Menschen Selbstmedikation auswählen.
Oder andere nach alternativen Therapien suchen.
Am Ende werden wir alle Cannabis zur Schmerzlinderung rauchen.

Einfach unglaublich! haha.
Es gibt sogar Therapien mit LSD, das ist verrückt.
Wenn du zum Beispiel https://chemical-collective.com/de/product/1d-lsd-150mcg-blotters/ besuchst,
kannst du dich selbst davon überzeugen.
Wenn du Online-Shops in Deutschland besuchst, hast du legale Cannabis-Behandlungen.
Und viele von ihnen werden in alternativen Therapien eingesetzt.
So kann es wirklich nicht weitergehen.
Nach der Pandemie hätten sie mehr in die Gesundheitsversorgung investieren müssen.
« Letzte Änderung: Heute um 14:18:03 von RalleGA »

Offline RalleGA

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Re: Psyche und Depressionen - öffentlicher Austausch + Informationen
« Antwort #65 am: 21. November 2022, 14:45:20 »
Hi,

Danke für die eigene Lebenswirklichkeit.
Ich schrieb aber meist guttun.

Pauschle Bewertungen sind (bei den Diagnosen) nie angebracht.
Wenn man aber das"Große; Ganze" betrachtet kann/könnte das Kuscheln und Massieren
bei dem Einen oder Anderen positive Einflüsse nehmen.

und oftmals oder auch nur gelegentlich hängt es vom Tag bzw. vom Erlebten ab.

Ausnahmen bestätigen die Regel....
« Letzte Änderung: 21. November 2022, 14:50:03 von RalleGA »
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