Orpha Selbsthilfe Forum

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Petitionsausschuss für verlängerte Waisenrente für behinderte Menschen

Meldung: H I E R

Link zum ausführlichen Bericht vom Bundestag
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Studie warnt Schwangere

Spätestens nach Eintritt der Schwangerschaft sollten Teratogene aber tabu sein


Laut einer Studie werden auch 60 Jahre nach dem Contergan-Skandal die Risiken von bestimmten Arzneimitteln für ungeborene Kinder weiter ignoriert. Nach Analyse der Barmer Ersatzkasse wurden 2018 allein in Berlin rund 46.000 Frauen im gebärfähigen Alter Arzneimittel verordnet, die ein potenzielles Missbildungsrisiko gehabt hätten. Das seien 5,3% der Frauen dieser Altersgruppe.
Bundesweit betreffe dies rund 1,3 Millionen Frauen.
Demnach erfolgt eine ärztliche Beratung zur Medikation bei den meisten Schwangeren zu spät,
da Fehlbildungen beim Embryo bereits in den ersten Schwangerschaftswochen entstehen könnten.   

Für die Studie wertete die BARMER nach eigenen Angaben Daten von mehr als 66.000 Frauen mit Entbindung im Jahr 2018 aus.
Die Ergebnisse seien repräsentativ auf die Bevölkerung hochgerechnet und durch eine repräsentative Online-Befragung ergänzt worden.   

Bei den beanstandeten Wirkstoffen handelt es sich nach Angaben der Krankenkasse um so genannte Teratogene.
Sie seien in einer großen Bandbreite von Arzneimitteln enthalten und können bei der Einnahme während der Schwangerschaft zu Missbildungen beim Kind oder Fehlgeburten vor allem in den ersten Schwangerschaftswochen führen.

Grundsätzlich sei die Einnahme von Teratogenen vor der Schwangerschaft nicht das Problem.
Spätestens nach Eintritt der Schwangerschaft sollten Teratogene aber tabu sein.

Laut BARMER erfahren die meisten Frauen in der fünften Schwangerschaftswoche von ihrer Schwangerschaft.
In der siebten Woche erfolgt im Mittel die erste Besprechung der Arzneimitteltherapie beim Gynäkologen.
             
Die Organe des Embryos seien jedoch schon in der achten Schwangerschaftswoche angelegt.
Folglich müsse die Sicherheit der Therapie schon davor gewährleistet sein.
Frauen im gebärfähigen Alter sollten einen Rechtsanspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan erhalten.
Bisher bestehe ein solcher nur für Versicherte bei einer Dauermedikation mit mindestens drei Medikamenten.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  September 2022
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Sport nach Corona:

Körpergefühl schlägt den Trainingsplan


 Der zweite Strich ist weg, die volle Leistungsfähigkeit noch nicht zurück.
Wer Corona hatte, fragt sich, wie das Training nun wieder starten kann.
Zwei Sportmediziner geben Tipps.

schaut: H I E R               

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  November 2022
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Wohnen und Verschwiegene Infos:

Makler kann Provision verspielen


Ist beim Verkauf einer Immobilie ein Makler eingebunden, wird bei Vollzug in der Regel eine Vermittlungsgebühr fällig.
Das setzt aber voraus, dass der Makler mit offenen Karten gespielt hat. Makler können den Anspruch auf ihre Maklergebühr verwirken.
Und zwar dann, wenn sie Käufern gegenüber wichtige Informationen zum Zustand einer Immobilie vorenthalten.
Urteil des OLG Hamm (Az. 18 U 149/19)

In dem konkreten Fall hatte ein Maklerunternehmen ein MFH vermittelt, bei dessen Besichtigung eine Wohnung nicht zugänglich gewesen war. Ausgerechnet bei dieser stellte sich nach dem Kauf heraus, dass es sich um eine vermüllte Messie-Wohnung handelt.
Die Käuferin verweigerte daraufhin die Zahlung der sogenannten Courtage, das Maklerunternehmen klagte.

Nachweis ist nicht immer leicht zu erbringen 
Das OLG stellte in dem Verfahren klar, dass ein Honoraranspruch aus einem Maklervertrag verwirkt ist,
wenn der Makler den Kunden in grob fahrlässiger Weise über den Zustand des Objekts im Unklaren lässt.

Über die Vermüllung einer Wohnung sei aufzuklären.
Denn Käufer erwarteten bei einem solchen Zustand neben Schäden an der Wohnung häufig auch Schwierigkeiten und hohe Kosten im Zusammenhang mit einer Räumung des Objekts.
Einziges Problem: Der Immobilienkäufer muss nachweisen, dass dem Makler das bekannt war.
Die Parteien einigten sich deshalb auf die Zahlung der Hälfte der vereinbarten Provision.
Das war auch aus Käufersicht durchaus sinnvoll, denn dem Vermittler nachzuweisen,
dass er die Informationen kannte, sei nicht immer einfach.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2022
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Suche andere Betroffene / Re: Behandlungsresistente Insomnie
« Letzter Beitrag von Dimples am 28. November 2022, 10:33:46 »
Jetzt wirkt nach 48 Stunden nicht mal mehr die Zoplicon.
Ich vegetiere seit fast 50 Stunden ohne Schlaf, und obwohl ich vor 2 Tagen noch Zoplicon genommen hatte, und auch nur eine Vierteldosis, die auch sehr gut gewirkt hat.
Wirkt die Tablette in der vollen Dosis heute überhaupt nicht.

Und ich war die ganze Anwendungszeit sehr sparsam, habe in 2 Monaten vielleicht 8 Mal die Tablette genommen, im Schnitt 1x die Woche.

Man kann doch nicht von heute auf morgen resistent dagegen werden. Oder?

Ich wäre so froh, wenn man einer schreiben würde, irgendeinen Tipp oder Ratschlag!

Was soll ich denn jetzt machen?
Mir hilft nichts mehr, ich kann doch nicht ohne gänzlichen Schlaf nicht weiterleben
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Arbeitsrecht:

EuGH stärkt Urlaubsanspruch bei Verjährung


Bei Krankheit verfällt ein Urlaubsanspruch normalerweise nach 15 Monaten.
In bestimmten Fällen gilt dies aber nicht. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat den Urlaubsanspruch von Arbeitnehmern gestärkt.
Das höchste EU-Gericht entschied in drei Fällen aus Deutschland, dass der Anspruch auf Urlaub in bestimmten Fällen doch nicht verfällt. Entscheidend ist demnach, ob der AG seinen Teil dazu beigetragen und z.B. darauf hingewiesen hat, dass der Urlaub bald verfällt. EuGH-Urteil Az.: (C-120/21; C-518/20; C-727/20) vom 22.09.2022   

Zwei der Fälle drehten sich um den Urlaubsanspruch bei Krankheit.
Die Kläger machten geltend, dass sie einen Anspruch auf bezahlten Urlaub für das Jahr haben, in dem sie aus gesundheitlichen Gründen erwerbsgemindert bzw. arbeitsunfähig waren.
Bei Krankheit verfällt der Urlaubsanspruch nach deutschem Recht normalerweise nach 15 Monaten.
Dies gelte aber nur, wenn der AG den AN rechtzeitig in die Lage versetzt habe, seinen Urlaub zu nehmen.   

Im dritten Fall konnte die Klägerin ihren Urlaub nach eigener Aussage wegen des hohen Arbeitsaufwands nicht nehmen und forderte eine Abgeltung der Urlaubstage. Ihr AG argumentierte, dass der Anspruch verjährt sei wegen der üblichen zivilrechtlichen Verjährungsfrist von drei Jahren. Auch in diesen Fällen muss der AG dem EuGH zufolge aber dafür sorgen, dass der Arbeitnehmer seinen Urlaubsanspruch tatsächlich wahrnehmen kann.
                             
Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2022
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Suche andere Betroffene / Re: Nykturie - unspezifisch
« Letzter Beitrag von Odrabeck am 27. November 2022, 10:42:34 »
Danke für die Mitteilung.  :guckstdu
Zunächst: ich bin ein alter Sack, männlich; habe das in meinem Profil ergänzt.  :abklatsch:

Eine Diagnose habe ich bis heute nicht, trotz der ganzen Rotte von Ärtzen, die ich vor Jahren aufgesucht hatte.
Habe mich mit meinem Schicksal abgefunden (Eimer steht neben dem Bett, uriniere 4-6 mal uns schlafe weiter bzw. zwischendurch).
Millionen Männer müssen nachts raus, entscheidend ist wohl, daß man liegt.
Also dann auch tagsüber derselbe Effekt. Keine Störung, wenn ich mich bewege.

Vor Jahren war ich bei einem Professor im Krankenhaus, der mir den Blasenschrittmacher verkaufen wollte. Ich fand ihn äußerst dubios.
Er hatte das Gutachten meines Urologen mit keinem Wort erwähnt, vielleicht nicht gelesen und pries mir die Dienstleistung des Hauses, nämliche die zigfache Operation mit dem Schrittmacher an, ohne auf meine persönlichen Details einzugehen.
(Ein anderer Urologe meinte damals läppisch, daß ich den nicht bräuchte.)

Die Erfahrungsberichte im Netz sind teilweilse höchst alamierend und erschreckend.
Da ist von Entzündungen und einem Ende im Rollstuhl die Rede.
Für mich klar: OP never.

Mehr kann ich nicht berichten.
Grüße
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Familienratgeber informiert über

medizinische Zentren für Erwachsene behinderte Menschen


Es gibt sie noch nicht lange, aber die Nachfrage ist groß: Seit ein paar Jahren können sich erwachsene Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung oder mehrfacher Behinderung in sogenannten MZEBs behandeln lassen.

In den Medizinischen Zentren arbeiten Ärzte und Therapeuten, die ausgebildet sind für die Behandlung von Menschen mit Behinderung.
Inzwischen gibt es über 70 Zentren für Erwachsene mit Behinderung.
Was genau ist ein MZEB?
Und wo findet man die Zentren?


Ein neuer Familienratgeber gibt H I E R Auskunft.
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Suche andere Betroffene / Re: Nykturie - unspezifisch
« Letzter Beitrag von Antonia81 am 27. November 2022, 07:57:05 »
Odrabeck und WelliWell seid ihr noch in der Gruppe?
Ist ja ein paar Jahre her…  aber ich habe mich sehr gefreut mal andere mit der gleichen Problematik zu finden.

Ich bin erst 40 und muss jede Nacht stündlich für wenige Tropfen 💦 aufs Klo.
Tagsüber symptomfrei… in den Schwangerschaften konnte ich selten länger als 30min schlafen. Oft nur 20min.
Ich habe Angst mit zunehmendem Alter da wieder hinzukommen.
Das wäre eine Folter mit der ich nicht dauerhaft leben könnte.
Vor allem da auch bei hinlegen tagsüber die gleichen Problematik ist.

Habt ihr eure Situation verbessern können????? Wenn ja, wie?

Vielen Dank und herzliche Grüße an die Leidensgenossen.

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Bafög:

Tipps zum Bafög


Wer ein Studium beginnt, muss sich auch Gedanken um die Finanzierung machen.
Wenn das Geld fürs Studieren zu knapp ist, gibt es Hilfe vom Staat in Form von Bafög.
Auch wenn man sich nicht ganz sicher ist, ob man gefördert werden kann, sollte man einfach mal einen Antrag stellen. 

Die im Sommer in Kraft getretene Bafög-Novelle erweitert den Kreis der Förderberechtigten.
Das liegt zum einen an den höheren Freibeträgen beim Elterneinkommen.
Zum anderen sind höhere Vermögen der Antrag- stellenden erlaubt.
Zudem hat der Gesetzgeber die Altersgrenze für einen Ausbildungsstart mit staatlicher Hilfe auf 45 Jahre angehoben.

Für Studierende steigt außerdem der Fördersatz von 427 auf 452 Euro im Monat.
Wer nicht mehr bei den Eltern wohnt, bekommt nun 360 € Mietzuschuss.
Damit bei Beantragung und Rückzahlung der staatlichen Förderung auch alles so glatt wie möglich verläuft, lohnt es sich,
die folgenden Tipps zu befolgen

Bafög-Antrag digital stellen: Unbedingt www.bafoeg-digital.de  nutzen.

Statt Kästchen wie im Papierantrag auszufüllen werden hier Fragen gestellt, was bei der bürokratischen Sprache hilfreich ist.
Bisher musste man das Online-Formular noch ausdrucken und unterschreiben oder zur Authentifizierung die e-ID-Funktion des Personalausweises einsetzen. Das ist jetzt nicht mehr nötig.
Wer erst am Ende des Monats des Semesterbeginns merkt, dass ohne Bafög-Antrag Förderung verloren gehen
könnte, stellt zur Fristwahrung schnell noch innerhalb des Monats einen Antrag.
Das Eingangsdatum zählt.

Folgeantrag stellen:
Den Folgeantrag sollten Studierende so früh wie möglich stellen.
Damit gehen sie auf Nummer sicher, dass die Förderung ohne Unterbrechung weiterläuft.

Aktualisierungsantrag prüfen:
Normalerweise wird bei der Bafög-Berechnung das Elterneinkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr berücksichtigt.
Haben die Eltern aktuell Einkommensverluste oder sind arbeitslos, sollten bereits durch Bafög geförderte Studierende einen Aktualisierungsantrag einreichen. Ggf. steigt die Bafög-Fördersumme.

Nebenjobs prüfen:
Bafög-Empfänger können einen Nebenjob haben. Das monatliche Bafög wird nicht gekürzt, solange die Einkünfte durch den Nebenjob monatlich bei maximal 520 Euro ab Oktober liegen.

Im Bafög-Bewilligungszeitraum von 12Monaten darf man ab dem Wintersemester 2022/2023 insgesamt 6.240 € im, Jahr hinzuverdienen, wobei die Höhe des monatlichen Einkommens flexibel ist.
Wichtig: Bei der Krankenversicherung führt Einkommen über die Minijob-Grenze hinaus zu einer eigenen Krankenversicherungspflicht.

Keine Panik vor der Rückzahlung:
Mindestens die Hälfte des Bafög ist geschenktes Geld ohne Rückzahlungsverpflichtung.
Der Darlehensanteil des Bafög ist zinslos.
Maximal 10.010 € sind einkommensabhängig zurückzuzahlen.
Auch wenn das für Studierende nach viel Geld klingt: Wenn man im Beruf steht, dann ist das machbar.
Spätestens nach 20 Jahren verfallen alle Rückzahlungsverpflichtungen.
Wie es in der Zeitschrift "Finanztest" heißt, können Studierende außerdem einen ordentlichen Teil der Rückzahlungssumme erlassen bekommen, wenn sie ihre kompletten Schulden bis Tilgungsbeginn auf einmal zurückzahlen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  September 2022
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