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  • erster Deutscher Glioblastom - Tag (17. Juli 2020): 15. Juli 2020

Autor Thema: Krebs - erster Deutscher Glioblastom - Tag (17. Juli 2020)  (Gelesen 2701 mal)

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Offline RalleGA

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Diagnose: Glioblastom

aggressive Hirntumore behandeln   


Unter den vielen unterschiedlichen Arten von Hirntumoren nimmt das Glioblastom eine Sonderstellung ein.
Der Tumor wächst oft sehr schnell und gilt als besonders aggressiv.
Meist liegen zwischen dem Auftreten der ersten Symptome wie Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen und der Diagnose nur ein paar Wochen oder Monate.
Das schnelle Wachstum des Tumors . erfordert ein ebenso schnelles und entschiedenes Handeln bei seiner Bekämpfung, um die unkontrollierte Teilung der Tumorzellen einzudämmen.

Operation, Radio- und Chemotherapie sowie die nachfolgende Behandlung - alles dies geschieht innerhalb kurzer Zeit.
Für die betroffenen Patienten/INNEN, aber auch für ihre Familien und Angehörigen, gilt es den Überblick über die Behandlung und die verschiedenen Therapiemöglichkeiten zu behalten.
Gleichzeitig müssen sie die Herausforderung völlig neuer Lebensumstände und -perspektiven meistern.

Wie beides gelingen kann, dazu informieren Ärztinnen und Ärzte am Lesertelefon anlässlich des
ersten Deutschen Glioblastomtags (17. Juli).


Die WHO teilt Gehirntumoren nach Merkmalen der Gewebestruktur und molekulargenetischen Besonderheiten in vier Grade ein.
Während der Tumorgrad I einen langsam wachsenden, gutartigen Tumor bezeichnet, handelt es sich bei einem Tumor der Stufe IV in der Regel um einen schnell wachsenden, besonders bösartigen Tumor.

Glioblastome fallen in die Kategorie IV, nicht zuletzt wegen ihrer hohen Zellteilungsrate und weil sie sich ohne scharfe Abgrenzung in das umgebende Hirngewebe ausbreiten.
Nach Angaben der Initiative «Gemeinsam gegen Glioblastom erkranken in Europa jährlich etwa 22.000 Menschen an einem Glioblastom, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen.

Meist tritt die Krankheit im Alter zwischen 55 und 65 Jahren auf, es können aber auch jüngere oder ältere Menschen betroffen sein.
Wegen des aggressiven Tumorwachstums ist eine möglichst rasche Diagnose entscheidend.

Eine Magnetresonanztomographie kurz MRT - zeigt, wo genau der Tumor sich befindet, wie
gut er sich operativ entfernen lässt und wie weit er sich erkennbar in das umgebende Gewebe ausgebreitet hat.
Bei der OP kommt es darauf an, den Tumor möglichst komplett zu entfernen.
Die genaue Untersuchung des entfernten Tumorgewebes sichert die Diagnose, liefert weitere Anhaltspunkte über die Merkmale des Tumors und gibt damit Hinweise auf die Prognose und das weitere therapeutische Vorgehen.

Nach der OP folgt eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie, um ein weiteres Tumorwachstum sowohl lokal als auch medikamentös einzudämmen oder zu stoppen.
Die Chemotherapie wird als Erhaltungstherapie über das Ende der Strahlentherapie hinaus fortgeführt.

Eine weitere Behandlungsmethode für Patienten/INNEN mit Glioblastom sind Tumor Treating Fields - kurz TT-Fields.
Dabei erzeugt ein tragbares Gerät elektrische Wechselfelder von niedriger, Intensität, die die Tumorzellteilung verlangsamen oder stoppen können. In der Regel wird die Behandlung im Anschluss an die OP, Strahlen- und Chemotherapie zusammen mit der Erhaltungschemotherapie eingesetzt.

Sie kann vom Patienten ambulant zu Hause durchgeführt werden.
Im März dieses Jahres hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, TT-Fields als Erstlinientherapie zusätzlich zur derzeitigen Standardbehandlung -in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen.

Expertinnen und Experten am Lesertelefon

Was kommt auf mich nach der Diagnose zu?
Welche Ergebnisse erzielen die Behandlungsmethoden und welche Auswirkungen haben sie?
Wie funktioniert die Anwendung von TT-Fields?
Wo finde ich Informationen über die Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten?
Wo finde ich Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung? Was kann ich als Angehöriger tun?


Alle Fragen rund um die Behandlung von Glioblastomen beantworten die Expertinnen und Experten am Lesertelefon:
Rufen Sie an!

Am Donnerstag, den 16. Juli 2020 von 16 bis 19 Uhr.

Der Anruf unter 0800 - 060 4000 ist aus allen deutschen Netzen gebührenfrei.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“  - Altmark Juli 2020
« Letzte Änderung: 15. Juli 2020, 19:04:09 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.