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Autor Thema: Wundheilungsstörungen + Behandlungshilfen  (Gelesen 5217 mal)

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Offline busymouse

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Wundheilungsstörungen + Behandlungshilfen
« am: 03. September 2009, 16:29:49 »
Ernährungsmanagement bei Wundpatienten

Zitat
Wundheilungsstörungen sind fast ausschließlich in Verbindung mit Malnutrition festzustellen. Doch das Ernährungsmanagement bei Wundpatienten erscheint nach wie vor als Stiefkind in der medizinischen Therapie.

Ernährung sollte als Teil der gesamt-medizinischen Therapie chronischer Wunden betrachtet werden. Ein frühzeitig eingesetztes Behandlungskonzept für Patienten mit Wundheilungsstörungen kann einerseits Läsionen verhindern und andererseits eine raschere Abheilung bestehender Wunden unterstützen. Mittels Überprüfung und Beurteilung des Ernährungszustandes kann eine Mangelernährung rasch erkannt und verhindert werden. Die Ernährungstherapie muss dem jeweiligen Patienten angepasst sein und kann in Form natürlicher oder „künstlicher“ Nahrung eingesetzt werden. Eine ausgeglichene Mischkost unter Einbeziehung von potentiell unterstützenden Nährsubstraten kann dabei von essenzieller Bedeutung sein.

Hier geht es zum ganzen Text:

>>> Benedikt MA, Weitgasser R: Ernährungsmanagement bei Wundpatienten. Journal für Ernährungsmedizin 2006; 8 (2), 6-10
« Letzte Änderung: 29. April 2018, 09:36:13 von RalleGA »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline RalleGA

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Re: Wundheilungsstörungen + Behandlungshilfen
« Antwort #1 am: 29. April 2018, 09:33:51 »
Chronische Wunden

(können auch heilen)

Chronisch sind Wunden dann, wenn sie nach einem Zeitraum von sechs Wochen trotz eingeleiteter Therapie keine Heilungstendenzen erkennen lassen.
Die drei häufigsten chronischen Wunden sind
Dekubitus (Druckgeschwür),
Diabetisches Fußsyndrom    und
Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür, umgangssprachlich: offenes Bein).

80 – 90% chronischer Wunden sind Gefäßerkrankungen zuzuordnen.


Chronische Wunden sind nicht nur langwierig und schmerzhaft.
Sie beeinträchtigen das ganze Leben der Betroffenen, schränken Bewegung ein, verursachen Gerüche.

Das Kompetenzzentrum Chronische Wunde www.mvz-herderstrasse.de   
setzt mit Professionalität und modernen Therapien auf Erfolg.

"Wie kriegen wir die Wunde klein?" Schlüssel zum Erfolg sind gute Diagnostik, die zugleich Ursachen aufdeckt, eine individuelle, angepasste Therapie sowie ein komplexes Behandlungsmanagement, das auch soziale Aspekte berücksichtigt.

Muss ein Pflegedienst involviert werden?

Braucht der Betroffene Spezialschuhe, wie sie bei diabetischen Füßen oft erforderlich sind?

Patienten mit chronischen Wunden brauchen eine besondere Zuwendung", sagt Dr. Beate Brinkers.
Die Dermatologin und Phlebologin weiß ihr Team dafür bestens gerüstet - fachlich und menschlich.
Ärzte und Arzthelferinnen nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil. Alle sind zertifiziert.
 Im Rahmen eines integrierten Versorgungsvertrags mit der AOK Sachsen-Anhalt zur Behandlung chronischer Wunden kann oft eine schnellere Wundheilung durch eine intensivierte Behandlung erreicht werden.    
Terminanfrage unter: 0391 – 735 830.
Zum ersten Kontakt bitte Medikamentenplan. Arztbrief. ggf. Allergiepass mitbringen.

DAS KÖNNEN SIE TUN

empfehlenswert sind Sportarten wie Schwimmen, Aquajogging, Venenwalking,
spezielle Venen-Gymnastik,
Radfahren in flachem Gelände,
mehrmals am Tag Fußwippen, Fußkreisen,
gesunde, ballaststoffreiche, fettarme Ernährung, besonders bekömmlich ist die mediterrane Küche       
fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag
ausreichend Flüssigkeit
allerdings
keine süßen Getränke wie Limonade, Cola, Fruchtsaft oder Eistee,
denn sie enthalten meist viele Kalorien und Zucker 


Fundquelle: Auszug – aktiv & gesund Ausgabe März 2018

« Letzte Änderung: 29. April 2018, 09:36:44 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Wundheilungsstörungen + Behandlungshilfen
« Antwort #2 am: 14. Juli 2021, 10:49:11 »
Dekubitus

So erkennt man ein Druckgeschwür 


Regelmäßige Lagewechsel sind bei bettlägerigen Menschen wichtig.
Ansonsten können Druckgeschwüre entstehen, die sich entzünden können.

Pflegende sollten die Warnsignale dafür kennen.


Bettlägerige Menschen können sich oft nicht mehr selbstständig drehen und die Position wechseln.
Druckgeschwüre, in der Fachsprache Dekubitus genannt, sind eine mögliche Folge davon - Pflegende sollten wachsam sein und offensichtlich stark belastete Hautstellen umgehend entlasten.             
Manchmal seien die roten Hautstellen klein wie eine Münze.
Ein Drucktest zeigt, ob ein Risiko für Dekubitus besteht und man den Pflegebedürftigen sofort umlagern sollte.   
Dafür sollte man die entsprechende Stelle zehn Sekunden drücken.
Eine Rötung entsteht.
Wird diese nach dem Loslassen innen heller, besteht kein Risiko.
Bleibt sie aber bestehen, ist das ein Warnsignal.
Dann ist es angebracht, diese Stelle umgehend zu entlasten.
Besonders gefährdete Körperstellen  Die Ursache für einen Dekubitus ist eine mangelhafte Durchblutung,
weil das Körpergewicht darauf drückt - Fersen, Ellenbogen, Steißbein und Schulterblätter zählen in
Rückenlage zu den gefährdeten Stellen, die man regelmäßig kontrollieren sollte.
In der Seitenlage sind es unter anderem die Ohren, die Hüftseiten und die Fußknöchel.   

Werden kritische Stellen nicht entlastet, können sich laut dem Bericht Blasen bilden.
Die Wunde kann sich entzünden und das Gewebe um die Stelle herum stirbt schlimmstenfalls ab.
In seltenen Fällen ist auch eine Blutvergiftung möglich.
Wer zu Hause bettlägerige Angehörige pflegt, sollte sich zur Umlagerung sowie Erkennen und Vermeiden von Dekubitus
von professionellen Pflegekräften einweisen lassen


Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  April 2021
« Letzte Änderung: 14. Juli 2021, 10:52:13 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.