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Neue Faltblätter zu seltenen Erkrankungen des lymphatischen Systems

Köln (kml) – Das Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) hat zwei neue Patienteninformationen über seltene Krebserkrankungen des lymphatischen Systems herausgegeben. In den Faltblättern zum Multiplen Myelom und zur chronischen lympatischen Leukämie (CLL) werden jeweils das Krankheitsbild kurz und verständlich beschrieben und gängige Diagnose- und Therapieverfahren übersichtlich dargestellt. Hinweise auf Studien und Unterstützungsangebote ergänzen die Kurzinformationen, die ab sofort beim KML heruntergeladen oder bestellt werden können.

Multiples Myelom

Das Multiple Myelom ist eine von mehr als 40 Erkrankungen des lymphatischen Systems, die zusammenfassend als maligne Lymphome bezeichnet werden. Am Multiplen Myelom erkranken jedes Jahr etwa 3.000 Menschen. Ausgehend von einer einzigen, bösartig veränderten Zellen bilden sich bei ihnen an mehreren Orten des Knochenmarks bösartige Tumore, die die Blutbildung stören, das Immunsystem destabilisieren und zu Knochenbrüchen führen können. Da eine gezielte Früherkennung dieser Krebserkrankung nicht möglich ist, werden im Faltblatt gängige Beschwerden beschrieben, die, wenn sie keiner anderen Ursache zuzuordnen sind, mit einer gezielten Diagnostik abgeklärt werden sollen.

Die beiden Autoren, Professor H. Einsele (Würzburg) und Professor H. Goldschmidt (Heidelberg), sind ausgewiesene Experten für die Behandlung des Multiplen Myeloms und haben in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Studien zur Verbesserung der Therapiekonzepte beim Multiplen Myelom beigetragen.

Chronische lymphatische Leukämie

Die chronische lymphatische Leukämie, abgekürzt CLL, ist eine Erkrankung, bei der im Blut, aber auch in den Lymphknoten, der Milz, der Leber und im Knochenmark auffallend viele, bösartig veränderte Lymphozyten des Typs B gefunden werden. Die B-Lymphozyten gehören zu den weißen Blutzellen und sind im ganzen Körper für die Abwehr von Krankheiten und Fremdstoffen zuständig. Kennzeichnen für die CLL ist ihr eher langsamer, schleichender Verlauf, weswegen diese Leukämie als chronisch bezeichnet wird. Trotz ihres Namens – Leukämie heißt „weißes Blut“ – ist die CLL eine Unterform der mehr als 40 Lymphomerkrankungen.

Der Autor des Faltblattes, Professor M. Hallek (Köln), ist Direktor der Medizinischen Klinik I der Uniklinik Köln und Leiter der Deutschen CLL Studiengruppe, die in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Studien zur Verbesserung der Therapiekonzepte bei chronischer lymphatischer Leukämie beigetragen hat.

die Faltblätter und Broschüren können hier als PDF heruntergeladen werden: Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.

(Pressemeldung des Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.)

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