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Billiges Antibiotikum: Hoffnung für HIV-Patienten

Cotrimoxazol senkt Sterblichkeit um 59 Prozent

London (pte) – Die Chance Zehntausende HIV-Patienten mit einem einfachen und billigen Medikament zu retten, wird laut Wissenschaftlern der MRCouncil Clinical Trials Unit und des Imperial College London Patienten nicht genutzt. Cotrimoxazol würde die Sterbezahlen in den frühen Stadien der Krankheit deutlich senken.

Die in The Lancet veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Mortalität um die Hälfte reduzieren ließe. Die WHO hat diesen Behandlungsansatz bereits befürwortet. Spezialisten erklärten jedoch laut BBC, dass viele Patienten keinen Zugang zu diesem Medikament haben.

Der Kampf gegen HIV hat sich immer wieder auf antiretrovirale Medikamente konzentriert, die die Lebenserwartung deutlich erhöhen können. Viele Patienten sind in den ersten Wochen nach der Diagnose dem größten Risiko ausgesetzt. Eine Reihe von Infektionen wartete nur darauf, sich das geschwächte Immunsystem zu nutze zu machen. Studien gehen laut BBC davon aus, dass ein Viertel der Patienten, die in den Ländern südlich der Sahara antiretrovirale Medikamente erhalten, innerhalb des ersten Jahres sterben werden.

Viele Todesfälle verhindern

Würde zusätzlich jenen, deren Immunsysteme am stärksten angegriffen sind, Cotrimoxazol, ein kostengünstiges Antibiotikum, verabreicht, könnten viele dieser Todesfälle verhindert werden. Die aktuelle in Uganda durchgeführte Studie legt nahe, dass eine Reduzierung um 59 Prozent innerhalb der ersten zwölf Wochen und um 44 Prozent zwischen der zwölften und 72. Woche möglich ist.

Die Wissenschaftler erklärten, dass das Antibiotikum an vielen Orten nicht erhältlich ist. Ihre Ergebnisse betonten die Notwenigkeit, dass jene, die für die Medikamenten-Programme zuständig sind, rasch eine Initiative ergreifen. Charles Gilks, der leitende Wissenschaftler, betonte, dass jetzt alle Diskussionen Fragen über die Wirksamkeit der Antibiotika eindeutig beantwortet seien. Zehntausende Leben könnten durch den breiteren Einsatz dieses Medikaments gerettet werden.

Mitautorin Diana Gibb erklärte, dass die Zugänglichkeit deutlich verbessert und das Medikament allen neuen Patienten für die ersten 18 Monate zur Verfügung gestellt werden müsse. Zusätzlich bringt das Medikament einen weiteren entscheidenden Vorteil, es senkte die Malaria-Erkrankungen um ein Viertel.

(Aussender: pressetext.austria, Redakteur: Michaela Monschein)

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