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Strahlentherapie hat Langzeitfolgen für das Gehirn

Aufmerksamkeitsstörungen treffen Patienten am stärksten

Amsterdam (pte) – Eine Strahlentherapie, die zur Behandlung von Gehirntumoren eingesetzt wird, kann auch noch Jahre später zu einem Verfall der geistigen Funktion führen. Untersuchungen an 65 Krebspatienten, die zwölf Jahre nach der Behandlung durchgeführt wurden, haben ergeben, dass jene, die auch eine Strahlenbehandlung erhalten hatten, eher Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis und der Aufmerksamkeit hatten. Wie das Team um Linda Douw vom VU University Medical Centre in The Lancet Neurology schreibt, sollten Ärzte daher – wenn möglich – auf den Einsatz der Strahlentherapie verzichten.

Alle Studienteilnehmer litten an niedriggradigen Gliomen, einer der am meisten verbreiteten Formen von Gehirntumoren. Eine Strahlenbehandlung folgt meist auf den Versuch, den Tumor operativ zu entfernen. Es besteht jedoch laut BBC Uneinigkeit darüber, ob diese Behandlung sofort gemacht werden sollte oder nur im Fall einer Rückkehr des Krebses. Eine Strahlenbehandlung im Gehirn führt erwiesenermaßen zu einer Schädigung des gesunden Gewebes. Die Wissenschaftler vermuteten, dass es zu einer Beeinträchtigung der geistigen Funktionen kommen kann. Eine frühere Studie mit den gleichen Patienten, die sechs Jahre nach der Behandlung durchgeführt wurde, ergab keinen Unterschied in Bereichen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit und der Geschwindigkeit, mit der Informationen verarbeitet wurden.

Die aktuelle Studie wies jedoch deutliche Abweichungen in den Ergebnissen bei mehreren Tests bei jenen nach, die sich einer Strahlenbehandlung unterzogen hatten. 53 Prozent der Patienten litten unter einem Abbau der geistigen Funktionen. Bei jenen, die nur operiert worden waren, lag dieser Wert bei 27 Prozent. Am größten waren die Unterschiede bei der Aufmerksamkeit. Die Wissenschaftler argumentieren daher, dass im Angesicht dieser geistigen Probleme eine Strahlenbehandlung – wenn möglich – bis zur Wiederkehr eines Tumors aufgeschoben werden sollte. Derzeit laufen weitere Tests, die andere Behandlungsformen wie Chemotherapie erforschen.

(Aussender: pressetext.austria, Michaela Monschein)

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