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Feldenkrais-Methode:

Den Körper durch Bewegung schulen
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Alltag ohne Schmerzen


Sanfte Bewegungen statt schweißtreibender Gymnastik:

Die Feldenkrais-Methode soll zu mehr Beweglichkeit und Flexibilität verhelfen, den Alltag erleichtern und Schmerzen lindern.
Aber was genau steckt eigentlich dahinter?         
Gedimmtes Licht, Düfte, Entspannungsmusik, Menschen, die mit geschlossenen Augen vor sich hin meditieren -
dieses Bild haben die meisten wohl beim Thema Feldenkrais vor Augen.
Aber: Das Bild ist falsch.

Feldenkrais ist ein Verfahren zur Schulung des Körpers und der Persönlichkeit über die Bewegung.
Hier lehrt man dafür keine Entspannungstechniken.
Stattdessen wird gezeigt, wie sie alltägliche Bewegungen leichter - also ohne Schmerzen und ohne Anstrengung - meistern.
Ganz ohne Esoterik.              

Feldenkrais ist nicht leistungsorientiert, man muss nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt zehn Strecksprünge können,
sondern soll sich wieder selbst die Schuhe zubinden oder eine Tasse aus dem Regal nehmen können.
Im Unterricht lernen die Schüler nicht, wie sie kräftiger oder beweglicher werden, um die Bewegung auszuführen.
Sie lernen eine andere Art der Bewegung. Kraft und Elastizität kommen dann häufig ganz von allein.

Benannt ist die Methode nach ihrem Begründer Moshé Feldenkrais (1904-1984),
einem israelischer Physiker und Judoka.
Es gibt zwei Arten:
"funktionale Integration" und "Bewusstheit durch Bewegung."


Bei der funktionalen Integration handelt es sich um Einzelstunden, in denen der Feldenkrais-Lehrer den liegenden Schüler bewegt. "Bewusstheit durch Bewegung" wird meist in der Gruppe unterrichtet.
Dabei leitet der Lehrer seine Schüler mit der Stimme bei den sogenannten "Lektionen" an.
   
Meist dauert der Unterricht zwischen 55 und 90 Minuten.
Die Stunde beginnt im Liegen mit einem sogenannten Body-Scan.
Sie führt die Teilnehmer verbal durch ihren Körper und fragt etwa:
Wie liegen die Fersen auf dem Boden?
Wie das Becken?
So lenkt man die Aufmerksamkeit auf alle Bereiche des Körpers.

Dann folgen die Feldenkrais-Lektionen.
Das können alltägliche Bewegungen sein, die in ihre Einzelteile auseinandergenommen und in Zeitlupe ausgeführt werden.
z.B. das Kauen:
Die Teilnehmer liegen auf dem Rücken und öffnen und schließen zunächst vorsichtig den Mund.
Während des Öffnens merkt man schon, ob eine Seite fester ist als die andere.
 
Dann bewegt man bei leicht geöffnetem Mund den Unterkiefer etwas nach rechts und links - aber nicht über den Schmerzpunkt hinweg. Man achtet dabei darauf, was die Zunge macht, mit ihr kann man die Zähne abfühlen und den Mundraum erforschen.       

In der Immanuel-Klinik Rüdersdorf kommt "Bewusstheit durch Bewegung" therapeutisch zum Einsatz.
Hier hält man vor allem das Feedback nach den Lektionen für wertvoll: "Das ist der Meinung nach die größte Stärke, denn die Patienten merken, dass sie selbst etwas bewirken können."           

Feldenkrais-Unterricht muss man in der Regel selbst bezahlen,
denn die Methode steht nicht im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Eine Stunde Gruppenunterricht kostet zwischen 10-15 €, eine Einzelstunde zwischen 60 und 95 €.
Dass Feldenkrais bei bestimmten Beschwerden hilft oder Gesunden guttut, ist nicht so richtig wissenschaftlich belegt.
Aber: Man setzt die Methode sehr erfolgreich ein. Die Schüler berichten, dass Sie sich nach einer Einheit wohler fühlen,
ein besseres Gefühl für ihren Körper haben und insgesamt entspannter sind.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2017

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Hallo Zusammen,

hier ist ja jahrelang nichts passiert, es ist wohl schwer, andere Betroffene zu finden..  :J

Bei mir (38, w) wurde letztes Jahr im April Pemphigus foliaceus diagnostiziert.
In dem halben Jahr, bevor ich ins Krankenhaus kam, wurde ich schon fürchterlich schlapp, erst extreme Schlafstörungen, dann extreme Müdigkeit, alles war furchtbar anstrengend und ich konnte mir nicht erklären, woher und warum. Als dann die Haut anfing und ich ins KH kam und nach 3 Wochen die Diagnose feststand, war mir nachträglich klar, dass der Körper da wohl schon zu kämpfen hatte.

Warum die Krankheit ausbricht, weiß man ja heutzutage immer noch nicht konkret. Aber es gibt Vermutungen. Ich hatte keinen vorangangenen Infekt, der das Immunsystem fehlgeleitet hat (jedenfalls keinen, den ich bemerkt hätte), keine Medikamente genommen, die das auslösen können. Man weiß es einfach nicht. Aber das "Warum" hat mich auch nie sonderlich interessiert. Ist halt so und muss man nun sehen, wie man damit klar kommt.

Nach dem KH-Aufenthalt kam noch ein zweiter hinzu. Eine 11 Tage unentdeckte Thrombose. Die Durchblutungsstörungen hatten dazu geführt, dass sämtliche Muskeln, Nerven, Sehnen im Bein entzündet waren und Knochenmarködeme durch mangelnde Durchblutung waren auch dabei. Das ist alles wieder verheilt und spielt heute keine Rolle mehr. Der dritte KH-Aufenthalt war wegen einer Nierenentzündung. Danach kam nochmal eine Thrombose in Oberarm und Schlüsselvene. Also von April bis September dauernd Krankenhaus wegen irgendwelcher Folgeerscheinungen.

Seit September letztens Jahres habe ich aber kein Krankenhaus mehr von innen gesehen.
In den letzten 18 Monaten musste ich 15 Monate davon Azathioprin und Cortison kombiniert nehmen, denn schon unterhalb von ca. 40-60mg Cortison fing die Haut wieder an. Wenn man 15 Monate lang so hoch dosiert Cortison nimmt, könnt ihr euch vorstellen, dass man so ziemlich alles an Nebenwirkungen bekommt. ;-)
Nun bin ich aber vom Cortison runter und nehme Azathioprin allein ein, sonst nichts mehr.

Eigentlich komme ich damit gut klar. Die Haut ist ruhig, der fürchterliche Juckreiz überall ist weg. Ich hab zwar höchst sensitive Haut bekommen, sie juckt schnell bei jeder Kleinigkeit, aber aushaltbar. Zudem habe ich unter Aza Haarausfall (sie sind echt dünn und der Rest davon brüchig geworden). Die Zeh- und Fingernägel sind auch dünn und brüchig. Regelmäßig mal habe ich Durchfall. Mir wird schneller schwindlig (z.B. beim Autofahren in Kurven, hatte ich sonst nie). Es gibt also diverse Nebenwirkungen, aber ich sag mal, alles Kleinigkeiten, mit denen ich gut klar komme. Am schlimmsten sind eigentlich die Muskel- und Gelenkschmerzen, die regelmäßig auftauchen, aber damit komm ich auch noch klar. Das Medikament ist zwar kein Spaß, aber wenn man weiß, die Krankheit ist nicht heilbar und verläuft unbehandelt letal, dann ist man schon glücklich, überhaupt dieses Medikament zu haben.

Mental/psychisch habe ich diese Diagnose und die aufreibende Zeit letzes Jahr also bombig überstanden. Selbst die Ärzteschaft hat sich verwundert die Augen gerieben, wie positiv und locker ich mit allem umgehe. Was mich aber zunehmend frustriert ist meine Leistungsfähigkeit, die extrem nachgelassen hat. Gut, mein Fall war ein tiefer. Von Marathon und Ultraläufen am We, 100-200km Rennradtouren, Bergtouren, Triathlon (ich war topfit!) zu jemanden, der manchmal kaum schmerzfrei aufstehen kann und die ersten Schritte aufgrund der Gelenksteifigkeit (ebenfalls Nebenwirkung) wie die einer alten Omi aussehen. Ich bin da mit mir selbst sehr sanft, sehr rücksichtsvoll, ist jetzt eben alles anders als vorher. Aber die Leistungsfähigkeit hat so nachgelassen, dass ich fast nichts mehr schaffe. Selbst morgens aufstehen, duschen und Anziehen fühlt sich wie ein Marathon an. Ich schaffe meinen Job, aber danach ist die Energie für den Tag komplett weg. Manchmal sitze ich abends viel länger im Büro, als ich müsste, einfach weil ich zu schlapp bin, aufzustehen, meine Jacke anzuziehen und nach Hause zu gehen. Dabei ist mein Arbeitsweg nur 3 Minuten. Ich schiebe alles mögliche: Die Wäsche bleibt liegen, bis es dringend sein muss, weil keine Hose mehr im Schrank liegt, usw. Ich verabrede mich auch nur noch sehr selten mit Freunden, weil ich es zu anstrengend finde..  Wenn das so weitergeht mit der chronischen Erschöpfung, bin ich bald nicht mehr lebens- und arbeitsfähig. Das macht mir Sorgen.

Ich habe versucht, mich stark zusammenzureißen, denn je mehr man sich schont, desto schwächer wird man ja auch. Ich schaffe das max 1-2 Wochen, dann bin ich so platt, dass ich 1 Woche nur durchschlafen kann. Dann habe ich versucht, sehr viel Ruhe walten zu lassen, auch das macht mich nicht weniger müde. Ich habe einen gesunden Mittelweg versucht, genug Ruhe, genug Tätigkeit, gut auf den Tag verteilt. Nichts hat bisher zur Besserung geführt.

Die Ärzte sagen, das ist normal, ist eine typische Nebenwirkung von einer Immunsuppression und dagegen kann man nichts tun.
Und es wurde gesagt, dass ich alles noch extrem super auf die Reihe bekomme und von allen Patienten, die die kennen, noch ganz weit oben bin.
Das klingt erstmal nett, aber hilft mir dennoch nicht weiter. Ist es tatsächlich so, dass man nichts tun kann?
Habt ihr Erfahrungswerte, Tipps und Tricks?

Wenn ich über das chronische Erschöpfungssyndrom lese, heißt es: Entweder psychische Ursache (z.B. Depression, Burn-out) und Psychologen aufsuchen. Dies ist es bei mir aber nicht. Bin mental sehr gut drauf und ein sehr resilienter Typ. Oder es heißt, es sind körperliche Ursachen, die muss man finden und abstellen. Nun brauch man bei mir ja nicht suchen, wir wissen ja, was es ist. Aber es ist ja nicht abzustellen. Ohne das Medikament geht es einfach nicht. Dann gibt es noch die Möglichkeit, soweit ich lese, immunstärkende Dinge einzunehmen, aber genau das darf ich ja nicht. Eine Immunsuppression ist ja klar gewollt bei dieser Krankheit.

Also, was tun? Mich damit abfinden, dass ich mein Leben nicht mehr schaffe?
Ich verabrede mich auch nur noch sehr selten mit Freunden, weil ich es zu anstrengend finde..

Wäre um Hilfe, Tipps oder Austausch mit anderen Betroffenen zu dieser Krankheit oder auch nur zu diesem Medikament dankbar.

Liebe Grüße
Lilly
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Orpha-Stammtisch / Re: Der superlange Witze-Thread
« Letzter Beitrag von Kruemelchen am Heute um 07:25:28 »

Heinz zu seinem neuen Nachbarn: "Spielen sie eigentlich auch ein Instrument?"
"Ja, zu Hause die zweite Geige!"
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Orpha-Stammtisch / Re: Der superlange Witze-Thread
« Letzter Beitrag von Kruemelchen am Gestern um 07:20:48 »
Geht ein Indianer zur Behörde und sagt: "Ich möchte bitte meinen Namen ändern lassen."
"Wie heißen sie denn?" fragt der Angestellte.
"Wilder Adler, der schnell vom Himmel fällt."
"Aha", meint der Angestellte. "Und wie möchten sie lieber heißen?"
"Einfach nur: Plumps!"
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Orpha-Stammtisch / Re: Verkehrsrecht u.a. Kinder haben meistens Recht
« Letzter Beitrag von RalleGA am 17. Oktober 2017, 11:51:54 »
Sorgfaltspflicht verletzt

Radler haftet bei Unfall mit Auto allein


Kommt es zwischen Fahrradfahrer und Autofahrer, zu einem Unfall, haftet in der Regel immer auch der Autofahrer mit.
Das gilt selbst dann, wenn der Radler verkehrswidrig fuhr.
Das liegt an der sogenannten Betriebsgefahr des Autos, das grundsätzlich gefährlicher als ein Fahrrad ist.
Liegt aber ein erhebliches Verschulden des Radlers vor, kann auch diese Mithaftung aus der Betriebsgefahr entfallen.
AG Wiesbaden (Az: 91 C 1333/15).

Im verhandelten Fall tastete sich ein Autofahrer mit seinem Pkw langsam in die Einmündung einer Straße vor.
Von rechts kam ein Radler auf dem Bürgersteig entgegen der Fahrtrichtung.
Ohne nach links zu sehen, fuhr dieser über die Einmündung und stieß mit dem Auto zusammen.
Die Sicht des Radlers versperrten zudem parkende Autos.     

Seinen Schaden wollte der Autofahrer komplett von der Versicherung des Radlers ersetzt bekommen;
die das aber nur zu 75% tat. Den Rest verweigerte sie und begründete das mit der Betriebsgefahr des Autos.
Die Sache ging vor Gericht. Das entschied im Sinne des Autofahrers, der seinen Schaden komplett erstattet bekam.

Begründung:
Der Radler hatte seine Sorgfaltspflicht stark verletzt, denn er hatte nicht nur unerlaubterweise den Gehweg und dazu noch in entgegengesetzter Richtung genutzt, sondern er fuhr auch trotz versperrter Sicht in die Einmündung. Dort habe er aber durchaus mit langsam einfahrenden Autos rechnen müssen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  August 2017

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Orpha-Stammtisch / Re: Der superlange Witze-Thread
« Letzter Beitrag von Kruemelchen am 17. Oktober 2017, 07:09:58 »
"Ich bin im metallischen Alter."
"Wieso?"
"Silber im Haar, Gold in den Zähnen und Blei in den Füßen!"
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Pflege ist Frage des Wohnorts

große Unterschiede bei Heimkosten –

am „preiswertesten“ in Thüringen und Schleswig-Holstein


in NRW am teuersten


Bei den Eigenanteilen für die Unterbringung im Pflegeheim gibt es enorme Unterschiede zwischen den Bundesländern.
Am wenigsten wird in Thüringen mit monatlich durchschnittlich 225 €  fällig, am meisten im Saarland mit 869 €, ist einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums zu entnehmen.

In Berlin liegt der pflegebedingte Eigenanteil für Heimbewohner im Schnitt bei 856 €. Im bundesweiten Durchschnitt beträgt der Eigenanteil am Pflegesatz rund 581 € monatlich. Über dieser Summe liegt der Anteil den Angaben zufolge auch in Baden-Württemberg (rund 768 €), Nordrhein-Westfalen (759 €), Bayern (725 €), Rheinland-Pfalz (663 €), Hamburg (600 €) und Hessen (587 €).

Unter dem Durchschnitt ist der Eigenanteil für die Unterbringung im Pflegeheim demnach in Brandenburg (479 €),
Bremen (474 €) Niedersachsen (346 €), Sachsen (313 €), Sachsen-Anhalt (303 €), Mecklenburg-Vorpommern (295 €) sowie in Schleswig-Holstein (289 €).

Seit Jahresbeginn 2017 gilt in jeder vollstationären Pflegeeinrichtung ein pflegebedingter Eigenanteil,
der für alle Bewohner einheitlich ist.
Die Höhe wird von den Trägern der Heime festgelegt. Wird ein Heimbewohner in einen  höheren Pflegegrad eingestuft,
erhöht sich anders als zuvor nicht mehr der Eigenanteil.

Pflege im Heim darf nicht arm machen 
Auch zwischen den Bundesländern wachse die Ungleichheit.
Die Eigenanteile bleiben ein Ticket in die Altersarmut.

Zu den pflegebedingten Kosten kämen für die Heimbewohner zusätzlich noch Unterkunfts- oder Verpflegungskosten und weitere Belastungen. Die Pflege müsse endlich als Vollversicherung ausgestaltet werden, in der die Pflegeversicherung alle pflegebedingten Kosten übernimmt", forderte die Linke.                                                     

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ August 2017
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Orpha-Stammtisch / Re: Der superlange Witze-Thread
« Letzter Beitrag von Kruemelchen am 16. Oktober 2017, 07:37:56 »
"Fürchten Sie denn nicht, dass die Vögel Ihnen die ganze Saat wegfressen? Stellen Sie doch lieber eine Vogelscheuche auf!" rät Herr Müller seinem Nachbarn.
"Ich glaube, das ist nicht nötig. Meine Frau ist ja meistens im Garten."
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Orpha-Stammtisch / Re: Der superlange Witze-Thread
« Letzter Beitrag von Kruemelchen am 15. Oktober 2017, 09:35:34 »
"Marc, was nimmst du eigentlich nach der Rasur zur Pflege der Haut?"
"Marc, was nimmst du eigentlich nach der Rasur zur Pflege der Haut?"
"Meistens Heftpflaster!""Meistens Heftpflaster!"
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Orpha-Stammtisch / Re: Der superlange Witze-Thread
« Letzter Beitrag von Kruemelchen am 14. Oktober 2017, 08:53:40 »
Der Reporter fragt den alten Seemann: "Wann erlebten Sie den schlimmsten Sturm Ihres Lebens?"
"Das war, als ich meine Schwiegermutter eine alte Fregatte genannt hatte!"
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