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Autor Thema: Sport - Sport für jeden Menschen - vom Rehabilitations- bis Leistungssport  (Gelesen 54303 mal)

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Offline RalleGA

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Immer langsam -

Beim Einstieg ins Laufen auf Körper hören -


Wer mit dem Laufen beginnt, sollte zunächst nicht leistungsorientiert denken.
Denn der Körper braucht Zeit, um sich an die neue Belastung zu gewöhnen.
Erst dann kann das Joggen seine positive Wirkung auf die Gesundheit entfalten.   

Wenn die Tage im Frühjahr länger werden und die Temperaturen steigen, packt viele Menschen die Lauf-Lust. Doch gerade Anfänger oder Wiedereinsteiger sollten es mit dem Ehrgeiz nicht übertreiben.
Um sich nicht zu überlasten, sollte man es grundsätzlich langsam angehen lassen, sagt Patrik Reize, Ärztlicher Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Klinikum Stuttgart.   

Für Lauf- und Wiedereinsteiger ist es gerade in den ersten Wochen wichtig, nicht zu schnell und nicht zu lange zu laufen, erklärt Reize und empfiehlt für die Startphase ein intervallartiges Training:
Einige Minuten Laufen sollten sich mit Gehpausen abwechseln. Ab einem Alter von 40 Jahren sei vor dem regelmäßigen Laufen zudem eine medizinische Untersuchung ratsam.

Prof. Thomas Wessinghage, Chefarzt des Medical Park in Bad Wiessee, rät aber auch dazu, auf das eigene Körpergefühl zu achten.
Wenn der Körper mit Wohlbefinden reagiert, dann macht man sicher keinen großen Fehler, erklärt der frühere Weltklasse-Leichtathlet. Tempo und Streckenlänge ließen sich dann nach und nach steigern.
Eine Möglichkeit zu Beginn sei es, auch mal ein Stück einen Berg hochzugehen. Dann merkt man, wie es sich anfühlt, wenn man sich stark belastet, so Wessinghage. Wenn dabei Beklemmungen oder Schmerzen auftreten, sollte man zum Arzt gehen.

Übergewichtigen rät er, zunächst über das (Nordic) Walking in die Bewegung zu finden und dann kurze Strecken zu joggen. Nach einer Intervallphase mit dreiminütigen Laufphasen, die von zweiminütigen Pausen unterbrochen sind, könne man auch längere Strecken langsam laufen - und mit der Zeit etwas schneller.

Um Verletzungen vorzubeugen, spielen aber auch die Laufschuhe eine Rolle. Diese sollten eine gewisse Dämpfung haben, erklärt Reize. Fachverkäufer empfehlen in der Regel, den Laufschuh etwa eine Nummer größer zu kaufen als den normalen Alltagsschuh. Der Grund: Der Fuß rutscht beim Joggen hin und her und braucht daher nach vorne Platz. Laufen sollte man möglichst auf Waldboden oder einem anderen weichen Untergrund.
Der Orthopäde betont, dass jeder Schritt Gelenke und Knochen etwa mit dem Zweieinhalb- bis Dreifachen des eigenen Körpergewichts belastet. Dabei benötigen insbesondere die langsam wachsenden Strukturen wie Knochen, Knorpel und Sehnen Monate, bis sie auf die neue Belastungsanforderung strukturell reagiert haben. Zu hartes und intensives Training kann deshalb zu Überlastungsschäden führen.
Gerade das Knie ist am häufigsten betroffen, gefolgt von Sprunggelenk, Achillessehne und Fuß. Rund ein Drittel bis die Hälfte der Läufer klagen im ersten Jahr über Verletzungen und Überlastungsschäden.
Um dem Körper mehr Stabilität zu geben und ihn vor Verletzungen zu schützen, empfiehlt Wessinghage ein ergänzendes Krafttraining. Man sagt ja umgangssprachlich: Mit dem Ausdauertraining lebt man länger, mit dem Krafttraining besser.

Zweimal pro Woche müsse man trainieren, um die muskulären Fähigkeiten zu erhalten, bei drei Einheiten pro Woche verbessere man sie, erklärt Wessinghage. Weil der Gang ins Fitnessstudio zeitintensiv ist, könne man auch zu Hause Übungen machen. Dabei reichten oft schon 10 bis 15 Minuten.

Reize rückt dabei die beim Laufen besonders beanspruchte Streckerkette, also Wadenmuskel, vorderer Oberschenkel- und Gesäßmuskel, sowie die für die Haltearbeit verantwortliche Rumpfmuskulatur an Bauch und Rücken in den Blickpunkt. Denn beide Bereiche neigten durch den heutzutage vorwiegend sitzenden Lebensstil zur Schwäche.

Wie ein Trainingsplan für Breitensportler aussehen könnte, beschreibt der Tübinger Sportwissenschaftler und Ernährungsexperte Wolfgang Feil in seinem Buch Lauf Dich gesund. Zwar ist das Programm relativ ambitioniert, weil es vier Übungseinheiten pro Woche vorsieht, dennoch führt es langsam und vorsichtig an längere Distanzen heran.

Für Einsteiger sieht Feil vor dem eigentlichen Training eine Vier-Wochen-Vorlaufphase vor. Neben leichten Bewegungseinheiten wie Spaziergängen oder lockerem Schwimmen empfiehlt er Mobilisierungs- und Stabilisationsübungen wie Beinschwung oder Standwaage. Dabei baut der Körper eine stabile Mitte auf.
Erst danach beginnt das Trainingsprogramm, das aus verschiedenen Elementen besteht. Die Übungen zur Mobilisierung und Stabilisation wechseln sich ab mit kurzen Geh- oder Laufphasen.
Nach und nach wird die Belastung gesteigert, in der achten Woche ist erstmals ein längerer Lauf von 20 Minuten vorgesehen. Feil will die Läufer bis zu einer Zehn-Kilometer-Distanz oder einem Halbmarathon führen, man kann es aber auch bei kürzeren Strecken belassen.

Wessinghage sieht übrigens keine unterschiedlichen Herangehensweisen für jüngere oder ältere Menschen.
Ich unterscheide nach Leistungs-, nicht nach Altersstufen.
Der 25-jährige Übergewichtige kann ja viel schlapper sein als der drahtige 65-Jährige.
Forschungsgruppe Dr. Feil

Joggen wie auf Grasboden: Tipps zum Laufschuh-Kauf
Laufeinsteiger sollten in der Anfangsphase am besten Schuhe verschiedener Hersteller testen.
Denn welcher Laufschuh der passende ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Fußform, Gewicht, Körpergröße und Untergrund, aber auch Laufstil.
Mit dem passenden Modell empfinde man auch das Laufen auf hartem Untergrund wie auf einem Grasboden.
Letztendlich entscheidet aber das Gefühl des Läufers. Am besten lässt man sich in einem Fachgeschäft beraten. Wer alte Laufschuhe hat, sollte die beim Kauf eines neuen Paares mitbringen - daraus können erfahrene Verkäufer auf die Bedürfnisse des Läufers schließen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  April 2016
« Letzte Änderung: 22. Mai 2016, 08:35:35 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Liegestütze sind ein Klassiker -

aus gutem Grund:
sie trainieren effektiv Brustmuskulatur und Trizeps.



Schwierigkeitsgrade und das richtige Tempo

« Letzte Änderung: 25. Mai 2016, 09:43:19 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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„Wer rastet, der rostet“

durch regelmäßiges Training kann die Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten werden -


Ab wann gilt man als alt?
Eigentlich erst dann, wenn man anfangt sich alt zu fühlen.
Umso wichtiger ist es, möglichst fit zu sein.
Schließlich ist das Leben als Senior heutzutage eine Spanne von 20, 30 oder mehr Jahren.

Wie kann man möglichst lange aktiv bleiben?

Wer heutzutage in das Seniorenalter eintritt, gehört noch längst nicht zum alten Eisen. Was früher mal der Lebensabend war, bietet heute viele Möglichkeiten. Allerdings kommen manche Menschen mit ihrer neuen Rolle schlecht zurecht und wissen die plötzliche Freizeit kaum zu füllen. Es ist wichtig, sich schon während des Berufslebens nicht nur mit dem Beruf zu beschäftigen, sondern auch persönliche Interessen, Hobbys, soziale und sportliche Aktivitäten zu pflegen.
Dann fällt man nicht so leicht in dieses sprichwörtliche Loch, wenn die beruflichen Verpflichtungen wegfallen.

Soziale Kontakte sind wichtig, um im Tagesgeschehen zu bleiben und die sogenannte Alters-Einsamkeit zu vermeiden. So lassen sich beim Sport gut Kontakte knüpfen. Außerdem ist körperliche Aktivität wichtig. Körperliche Bewegung hilft auf jeden Fall Ressourcen, die eine bestimmte Altersstufe bietet, auszuschöpfen.

Das alte Sprichwort: "Wer rastet, rostet", beschreibt dies sehr gut. Außerdem hat körperliche Aktivität nachgewiesenermaßen einen positiven Einfluss auf seelische und geistige Vorgänge, so dass man Depressionen oder geistigem Abbau vorbeugen kann.
Welcher Sport sinnvoll ist, sollte man jeweils mit dem Arzt abklären.
Was man für die geistige Fitness tun kann. 

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Lesen, Diskutieren, mit den Enkeln spielen, Kreuzworträtsel lösen, Ausflüge unternehmen. Im Prinzip sollte man sich immer wieder neue Aufgaben vornehmen und neue Dinge lernen, das hält jung, auch wenn es mehr anstrengt als in der Jugend.

Wenn es um die Gesunderhaltung und die soziale Sicherheit der Menschen im Land geht ist ein Ansprechpartner die jeweilige Krankenkasse. Jeder Versicherte - ob Jung oder Alt, ob Single oder Familie - ist bei ihnen in besten Händen. Es ist ganz selbstverständlich, dass diesefür alle Versicherte über umfassende Leistungs- und Serviceangebote verfügen, teilweise für bestimmte Altersgruppen maßgeschneidert. Dazu zählen eben auch Angebote für Senioren. Im Krankheitsfall hat zweifellos jeder Anspruch auf die bestmögliche medizinische Versorgung.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Woche“  April 2016
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Sport für Jeder(mann) und Frau

- Training ohne Geräte -   :fit2  :fit2  :fit2  :schwitz

Sie benötigen lediglich eine Bank, Balken oder  Getränkekiste. 


effektives Training für Brustmuskulatur und Trizeps

« Letzte Änderung: 04. Juni 2016, 07:27:37 von RalleGA »
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sportlich richtig reinhängen:

Schlingentraining stärkt die Muskeln


Übungen mit dem eigenen Körpergewicht sind schon anstrengend genug.
Wenn man sie auf etwas wackeligem Untergrund macht, fordert das die Muskulatur erst recht.
Genau das macht das Schlingentraining aus.

Wer etwas Abwechslung beim Krafttraining sucht, kann es mit einem Schlingentraining versuchen.
Dabei macht man Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht, die durch den Einsatz der Schlingen erschwert werden. Das Training für eine gute Sache.
Es wird als Fitnesstraining ebenso wie zu Therapiezwecken eingesetzt.

Im Fitnessstudio sind die Schlingen dabei in der Regel an einem Gestell befestigt. Bei den Übungen hält man die zwei Enden entweder in den Händen, stützt sich darauf oder steckt mit den Füßen darin. So kann man im Stehen oder auch in der Liegestützposition verschiedene Muskelgruppen trainieren. Das Training ist vielseitig und die Muskulatur wird sehr gefordert. Schon die Übungen an sich sind anstrengend. Dass man durch die Schlingen mit einer beweglichen Auflage arbeitet, macht sie noch intensiver.

Das Training fordert die Koordination:
Man kann Halte-Übungen wie einen Stütz damit trainieren, aber auch dynamische Übungen machen.
So ist z.B. ein Liegestütz entweder mit den Händen oder mit den Füßen in den Schlingen möglich.
Angeboten wird Schlingentraining in Fitnessstudios, Sportvereinen und Physiotherapie-Praxen.
Es gibt auch Schlingensysteme für zu Hause, wo man auf eine ordentliche Befestigung achten sollte.
In Fitnessstudios werden mitunter einzelne Übungen in den Trainingsplan eingebaut. Es werden aber auch Gruppenkurse angeboten, die z.B. eine Stunde dauern und den ganzen Körper trainieren.
Grundsätzlich ist Schlingentraining für jeden geeignet. Man muss sich auf den Boden legen und wieder aufstehen können - dann kann man es eigentlich machen. Welchen Schwierigkeitsgrad die Übungen haben sollten und wie lange eine Einheit dauert, hängt vom Trainingsstand ab. Bevor es losgeht, sollte man sich im Fitnessstudio oder vom Physiotherapeuten geeignete Übungen zeigen lassen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  April 2016
« Letzte Änderung: 28. Juni 2016, 09:18:55 von RalleGA »
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Pulver oder Tabletten:

Magnesium gegen Wadenkrämpfe


Gerade bei extremem Ausdauersport kommt es gelegentlich zu Muskelkrämpfen in den Waden.
In den meisten Fällen helfen dann Magnesiumpräparate und Lockerungsübungen.
Doch manchmal ist auch der Gang zum Arzt geboten. 
Wer wegen Krämpfen Magnesium einnimmt, macht nichts verkehrt.
Überdosierungen können jedoch zu Durchfall führen.
Wenn Wadenkrämpfe anhalten oder immer wieder auftreten, ist ein Besuch beim Arzt unerlässlich.
Ist der Muskel akut verhärtet, helfen Dehnübungen.
Dazu wird das Bein am besten ausgestreckt und das Knie durchgedrückt.
Dann werden die Zehenspitzen mit den Fingern in Richtung des Körpers gezogen.
Zwischendurch kann man die Waden immer wieder massieren und lockern.

Magnesium gibt es als Pulver, Tabletten oder lösbare Brausetabletten.
Die Präparate nehmen sich gegenseitig nichts.
Eine Magnesium-Einnahme als Brausetabletten führe dem Körper zusätzlich noch Flüssigkeit zu -
was nie schlecht sei.
Denn die Verhärtung des Muskels kann neben Magnesiummangel viele Ursachen haben.
Darunter ist auch Flüssigkeitsmangel.
Auch eine Fußfehlstellung oder eine Nervenschädigung können zu immer wieder auftretenden Verhärtungen des Muskels führen.

Homepage BDI = www.internisten-im-netz.de

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Mai 2016   
 
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Rumpf ist Trumpf:

Warum das Core-Training so wichtig ist


Ohne ihn geht nichts: Der Rumpf braucht Stabilität.
Sonst ist das Laufbild schlecht, die Schwimmlage schräg.
Ein Core-Training kann jeder in seinen Alltag integrieren.
Es war damals, kurz vor dem Sommermärchen, als der Hype so richtig aufkam.
Jürgen Klinsmann ließ die Mannschaft in Vorbereitung auf die Fußball-WM 2006 allerhand Übungen absolvieren,
die so gar nicht nach Fußball aussahen. Core-Training stand auf dem Programm.
Ob dieses spezielle Training der Mannschaft letztlich bis ins Halbfinale verhalf?
Allein reichte es sicher nicht. Aber ein stabiler Rumpf ist nicht nur für Fußballer förderlich.

Der Rumpf ist Trumpf

Letztendlich ist der Rumpf der Übergang für alle Bewegungen.
Die Körpermitte ist an jeder Bewegung beteiligt.
Nicht nur beim Sport wird der Rumpf so gefordert, auch schon beim Sitzen und beim Gehen.
Der Rumpf ist der Mittler, das Zentrum der Bewegung.
Und ein stabiler Mittler ist ein besserer Mittler:

Zum Schutz der Wirbelsäule vor auftretenden Belastungen und beim Sport zur Weiterleitung der auftretenden Kräfte.

Ohne Stabilität drohen Schmerzen
Und was, wenn die Rumpfmuskulatur nicht gut ausgebildet ist?
Dann verpuffen die Kräfte nicht nur, sondern es führt auch zu hohen Belastungen der Wirbelsäule, der Bänder.
Die meisten Rückenschmerzen resultieren in der Tat aus einer zu schwachen Rumpfmuskulatur.
Aber auch Knie- oder Hüftschmerzen können vom Rumpf herrühren.
Im Alltag kann man durch eine schwach ausgebildete Rumpfmuskulatur schon Probleme bekommen,
wenn man lange stehen soll. Natürlich sollte immer ein Fachmann prüfen, welche Ursache die Schmerzen haben.

Jeder profitiert vom Training
Wer profitiert nun von einem Core-Training?
Eigentlich ist es für jede Sportart wichtig - auch für unsere Alltagsbelastung.
Im Büro etwa heißt das: Aktiv sitzen. Dafür eigne sich z. B. ein beweglicher Sitz.
Zusätzlich sind ein paar weitere Übungen sinnvoll.
Es gibt so viele Übungen, die jeder zu Hause machen kann.
Dabei kommt es übrigens nicht darauf an, Muskelmasse aufzubauen.
Die Six Packs sind nicht die Core-Stabilisatoren.
Man sagt deshalb auch: Was man nicht braucht, sind Setups.
Stattdessen kommt es darauf an, zum einen für eine Stabilität der kleinen Muskelgruppen und zum anderen für ein besseres Zusammenspiel von Nerven und Muskeln zu sorgen.

Die Übungen

Beispiel ist der Vierfüßler-Stand:
Dort wird dann mal ein Bein, dann ein Arm, dann Arm und Bein gleichzeitig gestreckt.
So baut man das langsam auf. Weitergehen kann es mit dem Frontstütz.
Dabei setzt man die Ellbogen und die Füße auf und hebt den Körper ab, so dass er eine gerade Linie bildet.
Wer das beherrscht, kann die Übung schwieriger machen - etwa die Dauer verlängern oder aber die Füße abwechselnd anheben, ohne dass der Rumpf aus der stabilen Position rutscht.

Andersherum geht es auch:
Bei der Brücke liegen Schultern, Kopf und Füße auf, dann wird der Po abgehoben,
so dass Rumpf und Oberschenkel eine gerade Linie bilden, die Unterschenkel sind senkrecht zum Boden.
Auch hier lässt sich mit dem Abheben eines Beines die Übung erschweren.
Oder man befestigt um die Knie ein Gummiband und drückt während der Übung die Beine etwas nach außen -
das aktiviere gleichzeitig die äußere Hüftmuskulatur.
Der seitliche Unterarmstütz ist eine weitere Übung.
Dabei liegen ein Ellbogen und die Füße auf, dann wird die Hüfte soweit vom Boden angehoben,
dass der Körper wieder eine Gerade bildet.

Ein solches Programm nehme vielleicht 15 Minuten Zeit in Anspruch.
Den Rückenschmerzen wirkt man so entgegen. Und so oft müsse man so ein Rumpf-Programm gar nicht machen: Zwei- bis dreimal die Woche reichen eigentlich aus.

Je nach Sportart braucht es unterschiedliche Core-Trainings
Ein paar Basic-Übungen für den Rumpf kann jeder machen.

Aber für Sportler muss es dann etwas spezifischer werden:

Ein Rumpf-Training für Läufer sieht ganz anders aus als für Golfer.
So komme es beim Läufer eher darauf an, den Rumpf so zu trainieren, dass er beim Laufen stabil bleibt.
Beim Golfer allerdings braucht es auch Rotationen - für den Abschlag.
Er muss dafür also auch die Beweglichkeit ins Core-Training einbauen.
Das bedeutet etwa, dass er an der Tür auf Bauchhöhe ein Gummiband befestigt, dieses festhält,
und sich mit stabilem Oberkörper zur Seite dreht.

Den Rumpf fit zu halten, nimmt gar nicht so viel Zeit in Anspruch:

Zwei- bis dreimal pro Woche 15 Minuten können reichen, um Rückenschmerzen entgegen zu wirken.

siehe auch unter: DGSP - Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention seit 1912!

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2016     
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2016, 09:52:30 von RalleGA »
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Ein paar Minuten Sport 

Das bringen kurze Fitnessprogramme 


Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Fünf bis zehn Minuten Sport am Tag sollen reichen, um fit zu bleiben.
Kann das stimmen? Ja.

Aber: Dann muss man natürlich Vollgas geben.

Solch ein kurzes Sportprogramm kann sinnvoll sein, wenn es sich an dem Prinzip des HIT orientiert,
dem High Intensity Training.

Bei einem High Intensity Training steht nicht die Dauer des Trainings im Vordergrund, sondern die Belastung.
So geht man z. B. nicht für 2 Stunden joggen, sondern legt 5 - 10x einen Sprint ein - bei maximaler Herzfrequenz.
Das habe den gleichen Effekt, als ob man länger, aber dafür viel langsamer läuft.
Ein Zirkeltraining von 5-10 Minuten kann so also durchaus für eine gute Fitness sorgen -
aber eben nur, wenn man in diesen Minuten alles gibt.

Außerdem wichtig zu wissen:
Für das komplette Sportprogramm braucht man in der Regel länger als die paar Minuten;
Schließlich braucht der Körper nach den hochintensiven Intervallen zwischendurch Pausen.
Und: Wer vorhat, Gewicht zu verlieren, wird mit solch einem Programm nicht auskommen.

Die kurzen Einheiten seien eher dafür gedacht, sein Fitnesslevel zu halten.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  August 2016
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2016, 08:03:25 von RalleGA »
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Inklusion im und durch Sport 

Das Forschungsinstitut für Behinderung und Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln und der Lebenshilfe NRW (FiBS e.V.) das in Kooperation mit der Gold-Kraemer-Stiftung geführt wird, setzt sich intensiv mit den Fragen zur Inklusion durch Bewegung im Sport auseinander.

Schwerpunktmäßig wird sich mit der Frage auseinandergesetzt wie sich verschiedene Sportarten,
Aktivitäten und Maßnahmen und unter welchen strukturellen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen auf die Teilhabe und Inklusion für verschiedene Zielgruppen mit Behinderung auswirken.
Es ist wissenschaftlich bislang nämlich kaum untersucht.

www.fi-bs.de
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Re: Sport - Sport für jeden Menschen - vom Rehabilitations- bis Leistungssport
« Antwort #129 am: 04. November 2016, 09:19:32 »
Höllisch geiles Teil:

Otto Bock B500 Sportrollstuhl
« Letzte Änderung: 04. November 2016, 09:21:12 von RalleGA »
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Re: Sport - Sport für jeden Menschen - vom Rehabilitations- bis Leistungssport
« Antwort #130 am: 08. November 2016, 09:52:08 »
Sport von Menschen mit Behinderung 

Aktivitäten der DSHS Köln


Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen und Rahmenbedingungen gilt es nunmehr das Thema intensiver in den Fokus universitären Arbeiten und Handelns zu bringen.
Es gibt neue, als Bachelor und Master organisierte Studiengänge.
Hier gibt es ein eigenes Modul mit sechs Semesterwochenstunden zum Thema
„Sport und Behinderung“ als Wahlfach.
Mehr ist bei der DSHS, Carl-Diem-Weg 6 in Köln zu erfragen. –
Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft -
Kontakt über: Dr. Thomas Abel    abel@dshs.koeln.de
« Letzte Änderung: 08. November 2016, 09:57:44 von RalleGA »
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Re: Sport - Sport für jeden Menschen - vom Rehabilitations- bis Leistungssport
« Antwort #131 am: 30. November 2016, 09:39:32 »
Blutfluss für Wohlbefinden

den Körper mit Bewegung(en) und gesunder Ernährung in Schwung bringen


Dass unser Blut eine wichtige Rolle für unser Wohlbefinden spielt, wissen wir alle.
Schließlich werden über das Blut unsere Organe mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen versorgt - kein Wunder also, dass ein gesunder Blutfluss wichtig ist, damit wir uns wohlfühlen.
Der Alltag, mit seinem Stress, dem Fast Food zwischendurch und vor allem einem Mangel an Bewegung sorgt allerdings häufig genug dafür, dass unser gesunder Blutfluss gestört ist.
Wie es dazu kommt, dass das Blut nicht mehr richtig durch den Körper zirkuliert, kann viele Gründe haben.
Eine wichtige Ursache ist die Tatsache, dass wir ständig sitzen -
laut Experten durchschnittlich rund 14 Stunden pro Tag.
Dagegen lässt sich vor allem etwas tun, indem wir immer wieder Bewegung in den Alltag integrieren.

Die Ernährung spielt ebenfalls eine große Rolle:
Vollkornprodukte und jede Menge Gemüse gehören auf den Speiseplan,
will man seine Blutplättchen gesund vorantreiben.

Hilfreich in diesem Zusammenhang können auch die Inhaltsstoffe aus der Tomate sein.
Die wasserlöslichen Bestandteile der Tomate haben in hoher Konzentration einen wichtigen Einfluss auf die Oberflächen Beschaffenheit der Blutplättchen, die dann weniger dazu neigen, sich zusammen zu lagern.
Generell gilt es, seine Lebensumstände umzustellen - am besten gemeinsam mit Freunden
oder dem Partner, um sich gegenseitig zu motivieren.
Gemeinsam fällt es leichter, sich von der Couch oder vom Bürostuhl aufzuraffen und in Bewegung zu kommen,
z. B. mithilfe eines Schrittzählers.
Warum nicht in einem Wettbewerb gegeneinander antreten und sich darin übertrumpfen  :?]

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Woche“  Oktober 2016

« Letzte Änderung: 30. November 2016, 09:41:10 von RalleGA »
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Re: Sport - Sport für jeden Menschen - vom Rehabilitations- bis Leistungssport
« Antwort #132 am: 08. Dezember 2016, 08:05:58 »
Informationsstelle für den Sport behinderter Menschen

Getragen wird die Info-Stelle gemeinsam von der Sportministerkonferenz der Länder,
vertreten durch das Land Berlin, vom DOSB und der Freien Universität Berlin.
www.info-behindertensport.de
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Re: Sport - Sport für jeden Menschen - vom Rehabilitations- bis Leistungssport
« Antwort #133 am: 17. Dezember 2016, 10:45:17 »
Schwimmen die gesündeste Sportart

Schwimmen gilt als gesündeste Sportart; kaum eine andere beansprucht so viele Muskeln gleichzeitig und trainiert damit den ganzen Körper. Der Auftrieb im Wasser sorgt zusätzlich dafür, dass überschüssige Kilos nicht so schwer ins Gewicht fallen, Gelenke und Sehnen werden bei Bewegung im Wasser weniger stark belastet. Das Schwimmen kann darüber hinaus dafür sorgen, dass sich Verspannungen lösen und wir so weniger an Kopf- oder Rückenschmerzen leiden. Voraussetzung dafür ist allerdings: Man beherrscht den Schwimmstil.
Leider ist das meist bevorzugte Brustschwimmen technisch die anspruchsvollste Fortbewegung im Wasser und viele Menschen ziehen ihre Bahnen mit "Köpfchen aus dem Wasser". Dies führt erst recht zu Nackenverspannungen, die Hohlkreuzhaltung tut dem Rücken nicht gut, der Grätschschlag der Beine ist eine Herausforderung an das Hüftgelenk und nicht jedem korrekt möglich.

Deutlich einfacher und durch weniger Haltungsfehler gesünder ist das Rückenschwimmen -
in vollen Bädern aber nicht so einfach umzusetzen.
Wer nicht der begeisterte Schwimmer ist oder Mühe mit der Technik hat, sollte eher auf andere Bewegungsarten im Wasser setzen.
Aquagymnastik wird in verschiedensten Varianten und Intensitäten in vielen Bädern regelmäßig angeboten und kann,
je nach Belastungsfähigkeit und Grundkenntnissen, die bessere Variante sein.
Während wir uns im Wasser bewegen, bringen wir unseren Kreislauf richtig in Schwung, denn das Wasser übt einen hohen Druck auf unseren Körper aus.

Folge: Blutgefäße an der Hautoberfläche werden zusammengedrückt und drängen das Blut in den Brustkorb.
Das Herz arbeitet dagegen an und transportiert so mit jedem Herzschlag mehr Blut durch den Körper.
So steigert die Wasserbewegung die Ausdauer und regt die Durchblutung an.
Um allerdings die Ausdauer langfristig zu steigern, sollte man mindestens zweimal in der Woche zwischen 30 und 45 Minuten schwimmen.
Was an sich ein gutes Ausdauertraining ist, kann aber für Menschen mit labilem Bluthochdruck oder Herzschwäche schon zu viel des Guten sein.
Diabetiker mit Fußproblemen sollten nicht so lange im Wasser bleiben, um ein Aufquellen und Austrocknen der Haut zu vermeiden. Und schließlich können Chlorverbindungen Asthmatiker reizen.

Wer also wasserbegeistert ist, jedoch unter Erkrankungen leidet, dem ist zu empfehlen,
sich mit seinem Facharzt, ob Sportorthopäde, Kardiologe, Diabetologen oder Hautarzt,
dahingehend zu besprechen, was guttut oder eher mit Vorsicht zu genießen ist.

Fundquelle: Auszug – Magazin  der Novitas BKK 02 – 2016   
 
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2016, 10:52:14 von RalleGA »
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gemeinsamer Schwimmunterricht -

Auch muslimische Schülerinnen müssen generell am gemeinsamen Schwimmunterricht teilnehmen.
Ein Elternpaar aus Basel (Schweiz) scheiterte vor dem Menschenrechtsgerichtshof
mit Klagen gegen die Teilnahmepflicht für ihre Töchter.
Die Schweizer Behörden durften der Schulpflicht und der Integration der Kinder Vorrang einräumen gegenüber dem religiös begründeten Wunsch der Eltern nach einer Befreiung, entschieden die Straßburger Richter.
Beschwerde-Nr. 29086/12

Das Urteil liegt auf einer Linie mit einer höchstrichterlichen Entscheidung aus Deutschland.
Die nationalen Gerichte in Europa werden es bei künftigen Streitfällen berücksichtigen müssen.


In dem in Straßburg vorliegenden Fall waren den Eltern Bußgelder auferlegt worden,
weil sie sich geweigert hatten, ihre Töchter zum gemeinsamen Schwimmunterricht mit Jungen zu schicken.
Die Richter sahen darin keinen Verstoß gegen die Religionsfreiheit.
Sie argumentierten, die Schule spiele eine besondere Rolle bei der sozialen Integration,
insbesondere von Kindern ausländischer Herkunft.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Januar 2017
« Letzte Änderung: 16. Februar 2017, 08:58:07 von RalleGA »
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