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Autor Thema: Fragen zur: Altersvorsorge; HARTZ-IV; Riester-Rente; Rürup - Rente  (Gelesen 118426 mal)

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Offline RalleGA

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Re: Fragen zur: Altersvorsorge; HARTZ-IV; Riester-Rente; Rürup - Rente
« Antwort #285 am: 28. September 2017, 08:24:55 »
Altersvorsorge

Frauen erhalten nur halb so viel Rente wie Männer (1) 


Rentnerinnen erhalten deutlich weniger Geld als Rentner.

Laut Arbeitsministerium beziehen Frauen nur 47 Prozent von dem, was Männer erhalten.
Hierfür gibt es viele Gründe – und auch einige methodische Einwände.         

Frauen erhalten in Deutschland weiterhin deutlich geringere Renten als Männer.
Sie beziehen im Alter durchschnittlich 47% von dem, was Männer erhalten.
Das war eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion.
In den neuen Bundesländern liegt der Abstand den Angaben zufolge bei 28%, in den alten bei 58%.
In den Zahlen berücksichtigt sind dem Bericht zufolge neben der gesetzlichen Rente auch die betriebliche und private Altersvorsorge sowie die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes.
Nicht enthalten sind  Zahlungen aus anderen staatlichen Sozialsystemen und private, vermögensabhängige Einkünfte wie beispielsweise Mieteinnahmen, Zinsen oder Dividenden, die gewöhnlich beiden Partnern gleichermaßen zur Verfügung stehen.
Die Höhe der gesetzlichen Durchschnittsrente sagt deshalb nur wenig über den Wohlstand der Rentner in Deutschland aus.

"FAZ” Ausgabe vom 2013-06-11

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Offline RalleGA

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Re: Fragen zur: Altersvorsorge; HARTZ-IV; Riester-Rente; Rürup - Rente
« Antwort #286 am: 29. September 2017, 06:46:25 »
Altersvorsorge

Frauen erhalten nur halb so viel Rente wie Männer (2)

Die höheren Renten der Männer haben zahlreiche Gründe.
Der wichtigste ist, dass in früheren Jahrzehnten häufig die klassische Rollenverteilung gelebt wurde:
Der Mann ging arbeiten, seine Frau kümmerte sich um Haushalt und Kinder und baute deshalb nur deutlich geringere Rentenansprüche auf.
Mit zunehmender Erwerbsbeteiligung der Frauen stiegen und steigen auch ihre Rentenansprüche.
Seit 1995 hat sich der Unterschied bei den Altersbezügen von Männern und Frauen um 16 Prozentpunkte verringert,
im Schnitt um 0,8 Prozentpunkte pro Jahr.
Die Bundesregierung geht davon aus, „dass sich der Trend auch in Zukunft fortsetzen wird“.
Ende 2016 bekamen Männer im Westen im Schnitt 1.078 € und im Osten 1.171 € Rente ausgezahlt.
Bei Frauen waren es 606 € beziehungsweise 894 €.
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Re: Fragen zur: Altersvorsorge; HARTZ-IV; Riester-Rente; Rürup - Rente
« Antwort #287 am: 02. Oktober 2017, 10:09:42 »
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt 

Union will Altersarmut vieler Frauen aussitzen


Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt warf der Union vor,
„die Altersarmut vieler Frauen mit Seelenruhe“ auszusitzen.
„Durchschnittlich erhalten Frauen nur halb so viel Rente wie Männer. Und wenn es nach der Union geht,
wird diese Differenz erst in rund 65 Jahren ausgeglichen sein“, sagte die Grünen-Politikerin der Zeitung.

Es müsse Frauen erleichtert werden, eine eigenständige Alterssicherung aufzubauen.
Das gehe „durch einen Arbeitsmarkt ohne Diskriminierungen, gute Angebote bei der Kinderbetreuung, durch ein Rückkehrrecht zur Vollzeit, ein stabiles Rentenniveau und attraktivere Bedingungen bei betrieblicher und privater Vorsorge“.

Fundquelle: Auszug – „FAZ“ – Juli 2017
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Re: Fragen zur: Altersvorsorge; HARTZ-IV; Riester-Rente; Rürup - Rente
« Antwort #288 am: 11. Oktober 2017, 10:18:31 »
Urteil zur Altersversorgung

Freifahrticket für Ehepartner ist Teil der Betriebsrente


Ein Firmenticket für die Ehepartner ehemaliger Mitarbeiter können Betriebe nicht einfach so wieder abschaffen.
Auch nicht durch eine neue Betriebsvereinbarung. 

Ein Firmenticket für die Ehepartner ehemaliger Mitarbeiter ist Teil der betrieblichen Altersversorgung.
Unternehmen können es durch eine neue Betriebsvereinbarung nicht ohne weiteres streichen.

Fall:

Geklagt hatte ein Busfahrer, der seit 1977 bei einem öffentlichen Nahverkehrsunternehmen beschäftigt war.
Seit Dezember 2013 befindet er sich in der sogenannten Passivphase der Altersteilzeit.
Das Unternehmen gewährte seiner Ehefrau bis Ende 2015 unentgeltlich ein Ticket des Nahverkehrsverbunds -
so wie allen übrigen Ehepartnern der Beschäftigten und Betriebsrentner.     

Diese Regelung basierte auf einer Betriebsvereinbarung von 1991.
Zum Jahr 2016 gab es jedoch eine neue Betriebsvereinbarung, die alle vorhergehenden Regelungen und Betriebsvereinbarungen zum Firmenticket ersetzen sollte. Daher erhielt die Frau des Klägers kein Ticket mehr.     
Die dagegen eingelegte Klage beim LSG Düsseldorf war teilweise erfolgreich (Az.: 6 Sa 173/17).

Der Frau stehe ein Ticket erst dann wieder zu, wenn ihr Mann in der Betriebsrente und nicht mehr in Altersteilzeit sei.
Denn die neue Betriebsvereinbarung könne zwar Regelungen für die aktuell Beschäftigten ändern -
aber nicht für Betriebsrentner.
Das Freiticket sei als Leistung der Betriebsrente zu sehen.
Mit Beginn der Betriebsrente habe der Kläger Anspruch auf ein Freiticket für seine Ehefrau. 

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2017
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2017, 10:20:53 von RalleGA »
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Re: Fragen zur: Altersvorsorge; HARTZ-IV; Riester-Rente; Rürup - Rente
« Antwort #289 am: 04. November 2017, 06:59:25 »
Bundesrat stimmt höheren Hartz-IV-Sätzen zu

Anpassung


Hartz-IV-Empfänger bekommen von Januar an etwas mehr Geld.
Der Bundesrat billigte am 03.11.2017 eine Regierungsverordnung zur Fortschreibung der Hartz-IV-Sätze.
Damit steigt der Hartz-IV-Regelsatz für Einpersonenhaushalte von derzeit 409 auf 416 €.
Für Paare erhöht sich der Satz pro Person um 6 €. Kleinkinder erhalten monatlich 3 €,
Kinder und Jugendliche 5 € mehr als bisher.   

Die Fortschreibung erfolgt auf der Basis von Preisen für den täglichen Bedarf sowie
der Nettolohn- und Gehaltsentwicklung je Arbeitnehmer.
Sie soll Empfänger von Grundsicherung und Sozialhilfe an der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung teilhaben lassen.   

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  November 2017

persönliche Anmerkung:
diese "Anpassung" geht am wirklichen Leben sowas von vorbei...
Wahrscheinlich bekommen die Mitglieder des Bundesrates diesen "Betrag" arbeitstäglich (Brutto).
Die sollten mal selbst am eigenen Leib erfahren, wie das "Leben" mit diesem "Einkommen" ist.
Konten sperren, Sozialwohnung im Altbau mit Kohleheizung + schulpflichtiges 12-jähriges Kind,
zwei Monate - dann nochmal über diesen Beschluss entscheiden.
Gilt für alle Bundesratsmitglieder, welche die Zustimmung gaben.
Zum Leben zu wenig zum Sterben zuviel (wenn da nicht die Beerdigungskosten wären).

« Letzte Änderung: 04. November 2017, 07:05:08 von RalleGA »
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Re: Fragen zur: Altersvorsorge; HARTZ-IV; Riester-Rente; Rürup - Rente
« Antwort #290 am: 23. November 2017, 09:36:24 »
Riester-Verträge

nicht pfändbar


Wer wegen Überschuldung in einer Privatinsolvenz steckt, muss nicht um seinen Riester-Renten-Vertrag fürchten.
Voraussetzung ist nach einem Urteil des BGH (Az.: IX ZR 21/17) allerdings, dass staatliche Zulagen gezahlt wurden.

Außerdem dürfen die Altersvorsorgebeiträge den Höchstbetrag nicht übersteigen.
Ansprüche aus einem solchen Vertrag seien nicht übertragbar.
Somit könnten sie auch nicht gepfändet werden.
Verhandelt wurde ein Fall, deren Privatinsolvenzverfahren 2014 im bayerischen Aschaffenburg eröffnet wurde.
Der Insolvenzverwalter kündigte 2015 den Vertrag bei der Allianz, in den die Frau 333 € eingezahlt hatte.
Der Rückkaufwert betrug 172,90 €.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  November 2017

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