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Autor Thema: Mikrosatelliteninstabilität und adjuvante Chemotherapie  (Gelesen 5127 mal)

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Offline busymouse

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Mikrosatelliteninstabilität und adjuvante Chemotherapie
« am: 29. Oktober 2008, 20:20:43 »
Mikrosatelliteninstabilität als Prognosefaktor für den Nutzen der adjuvanten Chemotherapie

Bei 570 Patienten im Stadium II (55%) und Stadium III (45%) aus der gemeinsamen IMPACT-Analyse führte die adjuvante Chemotherapie zu einer Verbesserung des Überlebens, bei hoher Mikrosatelliteninstabilität führte die adjuvante Chemotherapie eher zu einer Verschlechterung des Überlebens.

aus: S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ 2004/2008


Kontraindikationen zur adjuvanten Chemotherapie [Junginger Th 1999]:

   1. Allgemeinzustand schlechter als 2 (WHO)
   2. Unkontrollierte Infektion
   3. Leberzirrhose CHILD B und C
   4. Schwere koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz (NYHA III und IV)
   5. Präterminale und terminale Niereninsuffizienz
   6. Eingeschränkte Knochenmarkfunktion
   7. Unvermögen, an regelmäßigen Kontrolluntersuchungen teilzunehmen

aus: Interdisziplinäre S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom, Anhang 14: Ergänzende Statements
_________________________________________

Erläuterung: WHO-Index zum allgemeinen Gesundheitszustand

StatusBeschreibung
0
volle Aktivität, normales Leben und Arbeiten möglich
1
eingeschränkte Aktivität, leichte Arbeit möglich
2
Selbstversorgung noch möglich, aber nicht arbeitsfähig, nicht bettlägerig, Ruhezeit weniger als 50 % der Tageszeit
3
Selbstversorgung sehr eingeschränkt, mehr als 50 % der Tageszeit ruhebedürftig, auf Pflege/Hilfe angewiesen
4
ständig bettlägerig und pflegebedürftig


Hmmh...  :?] ... ich wäre nach der Entlassung aus dem Krankenhaus beim WHO-Index auf Stufe 3 - 4 einzuordnen gewesen und hatte eine MRSA-Infektion, die den kompletten Körper betraf (nicht nur Haut oder Wunde). Daneben hatte ich noch eine Bauchfellentzündung mit unklarem Verlauf, von der meine Ärzte ja nichts gewusst haben wollen....

Naja, ich habe die Chemo ja auch nicht gemacht.... Allerdings musste ich darum kämpfen. Meine Ärzte hatten mir schon einen Termin für die Port-Anlage in die Hand gedrückt und sprachen davon, dass ich unverantwortlich handeln würde, wenn ich die Chemo ablehne.

Wer bitte hat da unverantwortlich gehandelt? ??? Ich?  >:( >:D

Das alles habe ich damals nicht gewusst. Heute bin ich dankbar, dass ich durch Zufall noch lebe. Nie wieder werde ich mich in die Hände von Ärzten begeben, ohne mich selbst schlau gemacht zu haben...

 :box Birgit
« Letzte Änderung: 04. Januar 2009, 21:50:48 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)