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Autor Thema: Wohnen - rechtzeitig barrierefr planen+ Fördermittel+ Rieser-Rente noch schöner  (Gelesen 28167 mal)

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Richtlinie zu eng gefasst   

Kritik an Gesetz zur Kreditvergabe


Das erst im März 2016 verabschiedete Gesetz zur Umsetzung einer EU-Richtlinie für die Kreditvergabe sorgt für Kritik. Gerade junge Familien und Rentner seien im Nachteil. Die Landesregierungen von Hessen und Baden-Württemberg wollen deshalb eine Änderung im Bundesrat auf den Weg bringen.

Was heißt das für den Verbraucher:

Worum geht es in der Wohnimmobilienkreditrichtlinie?

Die EU-Richtlinie soll dafür sorgen, dass sich Menschen beim Kauf eines Eigenheims nicht übermäßig verschulden.
Das hat März hat die Bundesregierung mit Vorgaben in ein Gesetz gegossen.
Banken sind nun verpflichtet, die Kreditwürdigkeit genauer zu prüfen.
Verstößt eine Bank dagegen, kann der Kunde den Kreditvertrag sogar kündigen. 

Was ist daran problematisch?
In ihrer Bundesratsinitiative kritisieren Baden-Württemberg und Hessen, dass die Richtlinie die Kreditvergabe insbesondere an Rentner und junge Familien erschwert.
Bayern denkt darüber nach, sich anzuschließen.     Die Kritik:
Die Bundesregierung sei über das Ziel der EU hinausgeschossen.

Es sei derzeit rechtlich sogar möglich, dass Menschen ihre in der Vergangenheit finanzierten Wohnungen und Häuser wieder verlieren können - etwa wenn nun bei einer Anschlussfinanzierung oder Umschuldung die Kreditwürdigkeit erneut geprüft würde.

Warum sollten gerade diese Gruppen betroffen sein?
Ältere Menschen bekämen etwa nur noch Kredit, wenn der innerhalb ihrer statistischen Lebenserwartung zurückgezahlt werden könnten. Dabei dürften Immobilien nicht mehr als Sicherheit dienen, selbst wenn ihr Wert die Kreditsumme sogar übersteige – z. B. wenn das Geld für einen altersgerechten Umbau oder eine Renovierung genutzt werden soll.
Auch junge Familien hätten Schwierigkeiten an Darlehen zu kommen -
wegen Unsicherheiten wie Erziehungszeiten oder Teilzeit.

Gibt es dafür Belege?
Die Sparkassen sprechen von einem Rückgang der Neuvergabe von Krediten im ersten Halbjahr von 8,9%.
Der Bestand der Wohnbaukredite zeigt aber gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg.
Verbraucherschützer fordern deshalb genau Zahlen von Banken und Sparkassen.
Die seien nötig, um über die Probleme bei der Auslegung zu reden.

Was müsste geändert werden?
Einig sind sich Verbraucherschützer und Sparkassen, dass bestimmte Begriffe in dem Gesetz klarer definiert werden müssen. Hessen und Baden-Württemberg plädieren unter anderem für eine wohlwollendere Prüfung der wirtschaftlichen  Verhältnisse.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Oktober 2016

« Letzte Änderung: 24. November 2016, 09:46:19 von RalleGA »
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BGH versagt 80-Jährigem Fahrstuhl zur Eigentumswohnung

Ein Rentner will zu seiner Wohnung im fünften Stock einen Aufzug und scheut keine Kosten.
Aber Nachbarn stellen sich quer. Barrierefreiheit ist nicht um jeden Preis zu haben.
Ein Gehbehinderter kann zwar auf eine Rampe oder einen Treppenlift zur eigenen Wohnung pochen - der Einbau eines Fahrstuhls ist aber so gravierend, dass es dafür die Zustimmung aller anderen Wohnungseigentümer braucht.
BGH (Az. V ZR 96/16)

Mit ihrem Urteil verhindern die Karlsruher Richter, dass ein 80 Jahre alter Mann gegen den Willen einiger Nachbarn im Treppenhaus eines Plattenbaus auf eigene Kosten einen Fahrstuhl nachrüsten kann.
"Wir sehen, dass er wahrscheinlich auf absehbare Zeit seine Wohnung im fünften Stock nicht mehr wird nutzen können", sagte die Vorsitzende Richterin Christina Stresemann.
Der Einbau eines Aufzugs sei aber mit derart großen Eingriffen verbunden, dass die Miteigentümer dies nach derzeitiger Rechtslage nicht hinnehmen müssten. Sollte die Politik Ältere besserstellen wollen, wäre das aber über eine Gesetzesänderung möglich.

Das Urteil betrifft grundsätzlich auch Menschen, die in einer Eigentumswohnung zur Miete wohnen.
Das Mietrecht gewährt ihnen gegenüber ihrem Vermieter zwar unter Bedingungen einen Anspruch auf barrierefreien Umbau. Dieser braucht dafür aber die Zustimmung in der Eigentümerversammlung.
Da auch Mieter das alles selbst bezahlen müssten, ist der Wunsch nach einem Aufzug allerdings unrealistisch.

Fall:
Der Rentner aus Cottbus lebt mit seiner Frau seit knapp vier Jahrzehnten in der Eigentumswohnung.
Für den Fahrstuhl kämpften die Eheleute auch, weil sie zeitweise eine erwachsene Enkeltochter bei sich betreuen,
die schwer behindert ist. Notfalls wollten sie auch die Einbaukosten von rund 94.000 € selbst schultern.

In der Vorinstanz hatte ihnen das Landgericht Frankfurt (Oder) das Recht auf den Fahrstuhl unter Auflagen zugesprochen. Dazu gehörte, auch für Betrieb und Instandhaltung aufzukommen und einen späteren Rückbau durch Hinterlegung einer Sicherheit vorzufinanzieren.

Für die BGH-Richter löst das aber nicht das Grundproblem, dass auf alle im Haus erhebliche Bauarbeiten und dadurch womöglich auch neue Haftungsrisiken zukämen. Sie sehen außerdem größere Nachteile für die Nachbarn als das Landgericht. Durch den Aufzug im Treppenschacht würden Stellflächen für Kinderwagen und Fahrräder verloren gehen. Außerdem würde das Treppenhaus so eng, dass sperrige Gegenstände nicht mehr hinauf und hinunter transportiert werden könnten.
Der Senat wies darauf hin, dass der Einbau eines Aufzugs unter Umständen auch ohne Einstimmigkeit möglich sein kann, wenn die Eigentümergemeinschaft ihn mit qualifizierter Mehrheit selbst beschließt. Diese Rechtsfrage ist noch offen. In dem Fall ging es allein darum, wie mit dem Wunsch eines Einzelnen umzugehen ist.

Wohnungseigentumsgesetz, als pdf KfW bezuschusst altersgerechten Umbau von Haus oder Wohnung er sein Zuhause altersgerecht umbauen möchte, kann Zuschüsse von der KfW-Förderbank beantragen.
Neben der Förderung der Umbauten durch einen zinsgünstigen Kredit gibt es außerdem die Möglichkeit,
Zuschüsse für förderfähige Investitionskosten zu erhalten.
Der Mindestinvestitionsbetrag im Programm "Altersgerecht Umbauen" liegt bei 2.000 €, bis zu 6.250 € Zuschuss pro Wohneinheit sind möglich.
Die KfW fördert Modernisierungsmaßnahmen, die Barrieren in Haus oder Wohnung reduzieren -
wie etwa am Eingangsbereich und Wohnungszugang, die Überwindung von Treppen und Stufen oder den Umbau des Bads. Den Antrag für das Förderprogramm müssen Verbraucher vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut ihrer Wahl stellen. Einen Antrag stellen können etwa Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses mit maximal zwei Wohneinheiten oder einer Wohnung oder Ersterwerber eines sanierten Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer sanierten Wohnung.

BGH-Mitteilung zu dem Urteil

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Januar 2017
« Letzte Änderung: 18. Februar 2017, 10:17:29 von RalleGA »
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unerwünschte Kündigung:

Dieses Urteil betrifft unzählige Bausparer


Artikel aus der  ALLER-Zeitung 19.02.2017  

BGH-Urteil vom 21.2.2017 (Az. XI ZR 185/16) 

Fundquellen: ALLER-Zeitung WOB/GF   und  Deutsche Wirtschafts-Nachrichten
« Letzte Änderung: 22. Februar 2017, 10:28:09 von RalleGA »
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« Letzte Änderung: 17. März 2017, 08:59:20 von RalleGA »
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« Letzte Änderung: 17. März 2017, 08:58:50 von RalleGA »
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barrierefreies Bauen im Kostenvergleich 

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat eine aktuelle Studie zu den tatsächlichen Kosten des barrierefreien Bauens vorgestellt. „Barrierefrei bauen ist teuer – mit diesem Mythos räumt die aktuelle Studie von Terragon und DStGB auf.

Eines der Ergebnisse der neuen Studie lautet:
 
„Projektentwickler mit dem notwendigen Know-how können Barrierefreiheit in Neubauwohnungen annähernd kostenneutral realisieren. Barrierefreiheit macht dann nur 0,35 % bis gut 1% der Gesamtbaukosten aus.“

Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 140 Kriterien für barrierefreies Bauen anhand eines Musterbauvorhabens berechnet. Bei 130 Kriterien zeigte sich, dass Barrierefreiheit nicht mit Mehrkosten verbunden ist, sondern allein mit Hilfe einer klugen Planung erreicht werden kann.
Barrierefreies Bauen ist keine Frage der Kosten, sondern vielmehr der Konzeption und Planung.
Zu diesem Schluss kommt eine Analyse der Mehrausgaben für barrierefreies Bauen im Vergleich zum konventionellen Bauen. Festgehalten wird auch, dass Barrierefreiheit im Neubau deutlich effektiver als im Umbau ist.
Zur Erinnerung: Zu ähnlichen Ergebnissen kam schon vor Jahren eine Schweizer Studie
der ETH Zürich.       
« Letzte Änderung: 04. Mai 2017, 14:42:02 von RalleGA »
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Bausparkasse darf Vertragslaufzeit nicht einseitig begrenzen

Haben Bausparer ihren Vertrag bereits vor einigen Jahren abgeschlossen, profitieren sie oft noch von etwas höheren Zinsen. So kann es passieren, dass Bausparkassen den Vertrag beenden wollen.
Dafür ist jedoch nicht jedes Mittel zulässig.
Bausparkassen dürfen die Laufzeit von Verträgen nicht einfach aus "bauspartechnischen Gründen" einseitig begrenzen. Eine entsprechende Klausel ist intransparent und benachteiligt Verbraucher.
LG Nürnberg-Fürth (Az.: 7 O 1987/16). 

Das Gericht gab damit einer Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg statt.
Kritikpunkt der Verbraucherschützer; Klausel in den Verträgen einer Bausparkasse.
"Bei Vorliegen bauspartechnischer Gründe kann die Bausparkasse die maximale Laufzeit eines Bausparvertrages in der Bonusvariante begrenzen, die jedoch 7 Jahre nicht unterschreiten darf." 

Diese Klausel wollte der Anbieter nutzen, um ältere Verträge von sich aus zu beenden.
Die angeschriebenen Kunden sollten der Bausparkasse mitteilen, ob sie den Vertrag mit geringeren Zinsen als Basisvariante weiterführen oder sich das Guthaben samt Bonus auszahlen lassen wollten,
was einer Kündigung des Vertrags entspräche.
Das LG hielt diese Klausel aber für rechtswidrig und untersagte der Bausparkasse, diese weiter zu verwenden. 

Musterbrief der Verbraucherzentrale

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  April 2017  

« Letzte Änderung: 05. Mai 2017, 17:16:52 von RalleGA »
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Wohnen/Bauen:

Kauf des Grundstücks und Bauvertrag trennen


Beim Erwerb eines Grundstückes und dem folgenden Bau eines Haues handelt es sich jeweils um große finanzielle Investitionen. Doch mit einem einfachen Trick lassen sich immerhin etwas Steuern sparen.
Wer den Kauf des Grundstücks und den Vertrag für den Bau des Hauses trennt, kann bei der Grunderwerbsteuer sparen. Denn in diesem Fall ist nur der Kaufpreis des Grundstücks Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer.   

Möglichst sollte daher kein einheitlicher Gesamtvertrag für Grundstückserwerb und Bauvertrag geschlossen werden. Das Angebot für den Hausbau sollte auch nicht in einer Gesamtkalkulation mit den Grundstückskosten erstellt werden.   

Beide Verträge sollten außerdem nicht am gleichen Tag, sondern mit zeitlichem Abstand geschlossen werden.
Dann wird Grunderwerbsteuer für das Grundstück fällig, nicht aber für das noch zu bauende Haus.                                                                                                         

Fundquelle: Auszug – „ALLER-Zeitung“ (Gifhorn/Wolfsburg) April 2017
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Zu Hause alt werden

statt Umzug lieber Barrieren im Haus abbauen


Viele Menschen hängen am eigenen Heim und möchten im Alter nicht umziehen, sondern möglichst lange in ihrem Zuhause leben. Das ist auch sinnvoll, denn die Bewohner kennen ihr Haus in- und auswendig, finden Schalter im Dunkeln und sind in der Nachbarschaft bestens integriert.

Die meisten Häuser können mit der entsprechenden fachlichen Beratung gut umgebaut und fürs Alter angepasst werden. Zuerst ist zu klären, welche Barrieren das Leben beinträchtigen.
Das ist sehr unterschiedlich, denn nicht jeder Senior sitzt im Rollstuhl.
Die Umbaumaßnahmen sollten sich konkret nach den zu erwartenden Einschränkungen der Bewohner richten. Vorausschauende Hausbesitzer fragen ihren Arzt, wie sich ihre Gebrechen voraussichtlich entwickeln werden. Bei großen Umbauten muss eventuell auch ein Architekt die Statik prüfen und die behördlichen Genehmigungen einholen.
Viele Umbauten lassen sich aber direkt mit dem Handwerker bewerkstelligen.

ein Klassiker ist der Badumbau

Die Wanne wird entfernt und durch eine bodengleiche Dusche ersetzt.
Allerdings sollten Hausbesitzer diesen Schritt genau abwägen, denn Pflegebedürftige sind oft in der Wanne mit entsprechendem Lifter besser aufgehoben als unter der Dusche. Wannenlifter werden von Krankenkassen bezuschusst.
Keine Schwierigkeiten bereiten meist die Türbreiten. In den meisten Altbauten haben wir 85 cm Durchgangsbreite. Hausbesitzer sollten Abwägen zwischen der Investition in einen schmalen Rolli oder in die Verbreiterung der Türen.

Wer seine alte Küche herausreißt und durch eine rollstuhlgerechte Einrichtung ersetzt, muss tief in die Tasche greifen. Deshalb gilt auch hier: Erst prüfen, was wirklich gebraucht wird.
Oft lässt sich die Küche nämlich von einem guten Tischler zu vernünftigen Preisen anpassen. 

Nicht nur in der Küche, sondern in allen Räumen müssen die Bewegungsflächen ausreichend groß bemessen sein.
Die Wege im Haus sollten einfach sein.
Nicht nur Stufen und Teppichkanten bilden Barrieren, sondern auch Türen, die in die falsche Richtung aufschlagen, oder Möbel die unglücklich platziert sind. 
Der gerade, ebene Weg ist immer der sicherste.
Treppenlifte oder Aufzüge helfen, Treppen zu überwinden.
Allerdings sind diese technischen Hilfsmittel teuer.

Mitunter ist es sinnvoller, dem Pflegebedürftigen einen barrierefreien Schlafraum im Erdgeschoss einzurichten,
als einen Lift einzubauen.
Küche und Bad liegen oft übereinander und lassen sich meist tauschen.
So entsteht im Erdgeschoss ein zusammenhängender Pflegebereich.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  April 2017
« Letzte Änderung: 22. Mai 2017, 12:22:00 von RalleGA »
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Bäder:
Intelligente Lösungen für mehr Komfort 
www.schlueter.de       
                       

Bäder:
barrierefrei und schön
www.keramag.de
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Land SACHSEN-ANHALT fördert Barrierefreiheit

vom Fahrstuhl über den Treppenlift bis zur Schräge/Rampe

Ein neues Förderprogramm des Landes setzt auf mehr Barrierefreiheit in Wohnhäusern.
Sowohl Privatpersonen wie auch private und gewerbliche Vermieter und Wohnungsunternehmen könnten dafür einen 50%gen Zuschuss erhalten, maximal 10.000 € pro Wohnung.         

Die Miete dürfe in den vier Jahren nach der Aufwertung 6 €/m² nicht übersteigen.
Förderanträge können ab 14.08.2017 Woche bei der Investitionsbank (IB) Sachsen-Anhalt gestellt werden.

Bis Ende 2019 stehen laut IB jährlich 14 Millionen Euro für das .Aufzugsprogramm" zur Verfügung. Der Bau-Minister betonte, angesichts von rund 120.000 leerstehenden Wohnungen in Sachsen-Anhalt setze das Land weiter auf den Umbau. Vor allem in Häusern mit 5-6 Geschossen gebe es oft das Problem, dass die Etagen ab der vierten Etage leer stünden.
Das treibe die Kosten für den Unterhalt für die Wohnungsunternehmen in die Höhe.

IB-Chef Manfred Maas betonte, das .Aufzugsprogramm'' könne mit anderen Zuschuss- und Darlehensprodukten kombiniert werden. Investitionen in Immobilien finden laut IB weiter großes Interesse.
Die Statistik der Förderangebote des Landes weise für das erste Halbjahr 284 Darlehen über 13,66 Millionen Euro aus.
Hinzu kämen 1,85 Millionen Euro Zuschussförderungen. In diesem Jahr seien Arbeiten an mehr als 800 Wohnungen und Häusern gefördert worden, im vergangenen seien es gut 1 900 gewesen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  August 2017
« Letzte Änderung: 12. August 2017, 10:15:35 von RalleGA »
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