Orpha Selbsthilfe Forum

Autor Thema: Links-Thema Behinderung, Hilfe zur Selbsthilfe,Tipps,Ratschläge,Urteile usw.  (Gelesen 35228 mal)

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Offline RalleGA

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Handicap macht Förderung möglich

Frage:

Mein Mann hat mit zwei künstlichen Kniegelenken einen GdB von 30,
ist aber nicht mit normalen Arbeitnehmern gleichgestellt.
Nun hat ihn sein Arbeitgeber, eine Zeitarbeitsfirma, entlassen.
Das Arbeitsamt hat ihm empfohlen, in Rente zu gehen.
Kann er das, mit gerade mal 51 Jahren?

Antwort:
Nein, bei dem GdB nicht.
Das Arbeitsamt hätte ihm zunächst einmal den Hinweis geben müssen, einen Antrag auf Gleichstellung zu stellen. Weiterhin sollte sich Ihr Mann an die Rentenversicherung wenden, um von dieser einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) zu erhalten.
Damit wird die Wiedereingliederung ins Berufsleben erleichtert.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2015

« Letzte Änderung: 29. September 2015, 09:47:12 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Handicap macht Förderung möglich

Frage:

Ich bin 59 Jahre alt und nach einem Nervenzusammenbruch derzeit arbeitsunfähig geschrieben.
Vorher war ich über eine Zeitarbeitsfirma Hausmeister.
Obwohl der Arbeitgeber von meiner Schwerbeschädigung weiß, soll ich nun nicht mehr in meiner ursprünglichen Aufgabe tätig sein, sondern Treppen wischen und die Grünanlagen pflegen.
Das kann ich aber aufgrund meiner Krankheit nicht.
Darf mich der Arbeitgeber einfach so in einer anderen Position einsetzen?
Das Integrationsamt hat dem auch schon zugestimmt.

Antwort:

Wenn Sie die Aufgaben nicht erfüllen können, sprechen Sie auf jeden Fall nochmal mit Ihrem Arbeitgeber und dem Integrationsamt.
Wir vom IFD können hier auch vermitteln. Sollte sich der Arbeitgeber querstellen, können Sie für insgesamt 78 Wochen arbeitsunfähig geschrieben bleiben und beziehen danach Arbeitslosengeld.
Mit 61 Jahren könnten Sie als Schwerbehinderter dann frühzeitig in Rente gehen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2015
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Handicap macht Förderung möglich

Frage:

Ich bekomme nach einem Schlaganfall volle Erwerbsunfähigkeitsrente.
Das ist mir aber zu wenig.
Kann ich mir nebenbei etwas dazu verdienen?

Antwort:

Grundsätzlich besteht hier die Möglichkeit, dass Sie sich geringfügig etwas dazu verdienen können.
Die Suche nach dem Nebenjob obliegt dabei aber Ihnen allein.
Das Arbeitsamt ist hier nicht zuständig.
Wie viel Sie individuell verdienen dürfen, kann Ihnen die Rentenversicherung beantworten.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2015

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Handicap macht Förderung möglich

Frage:

Ich habe aufgrund einer Erkrankung der Atemwege einen GdB von 50 und
bin gelernter Verkäufer im Einzelhandel.
Bei Probearbeiten hatte ich nie Probleme mit meiner Behinderung.
Nur, als die Arbeitgeber davon erfuhren, hieß es am Ende nur „wir melden uns dann“.
Sollte ich meine Behinderung beim nächsten Bewerbungsgespräch einfach verschweigen?

Antwort:

Wenn sicher ist, dass ihre Behinderung sich nicht negativ auf Ihre Tätigkeit im Unternehmen auswirken wird,
müssen Sie den Arbeitgeber nicht darüber informieren, auch nicht auf Nachfrage.
Trotzdem gehört es zu einem gesunden Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber,
dass man ehrlich zueinander ist.
Sie könnten im Gegenzug den Arbeitgeber aber auch auf staatliche Fördermöglichkeiten aufgrund ihres Handicaps sowie eine Beratung durch den IFD hinweisen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2015
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Handicap macht Förderung möglich

Frage:

Ich bin 53 Jahre alt und sehbehindert.
Der Grad der Behinderung (GdB) liegt bei 40 und ich suche eine neue Stelle.
Die Rentenversicherung hat mir empfohlen, mich zur medizinischen Schreibkraft umschulen zu lassen.
Die Knappschaft verweigert jedoch die Finanzierung.
Begründung: Ich sei zu alt und würde in dem Job sowieso keine Stelle finden.

pers. Anm: Begründung mit 25 Jahre, zu jung und keine Berufserfahrung, oder ???  :)))

Wer kann mir nun weiterhelfen  :?]

Antwort:
Die Begründung ist nicht ganz abwegig.
Zumal, wenn Sie über keinerlei Kenntnisse in diesem Beruf verfügen.
Sie können sich aber von uns oder anderen Trägern beraten lassen.
Wir haben gute Vermittlungsquoten und große Erfahrung.
Auch könnten als Anreiz für potenzielle Arbeitgeber Fördermöglichkeiten des Integrationsamts greifen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2015
« Letzte Änderung: 07. Oktober 2015, 09:27:24 von RalleGA »
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Offline RalleGA

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« Letzte Änderung: 15. Februar 2017, 09:59:08 von RalleGA »
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