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Autor Thema: Demenz - Diagnose, Überforderung, Hilfe, gutes Pflegeheim? Leistungen, Tipps+Rat  (Gelesen 24124 mal)

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Offline RalleGA

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Demenz -

viel mehr als nur Vergesslichkeit


Wer wünschte sich nicht ein langes Leben, um auch die Enkel und Urenkel aufwachsen zu sehen?
Die gute Nachricht der Statistiker ist, dass die Lebenserwartung der Bundesbürger zunimmt.
Allerdings wächst nach dem Eintritt ins Rentenalter im steigenden Maße auch die Zahl der Menschen, die unter dem Verlust ihrer geistigen Fähigkeiten leiden. Beeinträchtigt der Abbau sogenannter kognitiver Leistungen die Bewältigung des alltäglichen Lebens, sprechen Mediziner von Demenz.
Dabei handelt es sich um einen Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, von denen die häufigste Form die Alzheimer-Demenz ist.

Welche Symptome können darauf hinweisen?
Was unterscheidet die Alzheimer-Demenz von anderen, in der Öffentlichkeit weniger bekannten Demenz-Formen?
Welche medikamentösen Therapien gibt es und welche sind aktuell in der Entwicklung?
Und was kann jeder selbst tun, um möglichst lange fit im Kopf zu bleiben?


nachlassender Geruchssinn
Die Suche nach verlegten Gegenständen in der Wohnung oder dem eigenen Auto auf dem Parkplatz ist noch kein hinreichender Grund, gleich an eine Demenz zu denken.
Anders sieht es aus, wenn zusätzlich weitere Probleme auftreten, z.B. bei Orientierungsstörungen im Wohnviertel,
bei einem zunehmend gestörten Sprachfluss, bei Interessenverlusten, unerklärlichen Stimmungs- und Verhaltensänderungen oder dem Nachlassen der Geruchs- und Geschmackssinne.
Auf solche Auffälligkeiten sollte der Hausarzt hingewiesen werden.

Der Arzt kann dann neuropsychologische Tests und andere Untersuchungen veranlassen.
Ziel ist es, möglichst frühzeitig den Grund für die Veränderungen herauszufinden.
Das können unter Umständen auch Vitamin-Mangelerscheinungen, hormonelle Veränderungen oder erhöhter Hirndruck (Hydrozephalus) sein – Probleme, die vergleichsweise gut zu behandeln sind.

Heilen lassen sich auch diese Demenz-Formen nicht, aber symptomatisch behandeln.

Bei der sogenannten vaskulären Demenz bedeutet das insbesondere die Risikofaktoren zu reduzieren
(u.a. Bluthochdruck).

Die Vorträge können hier nachgelesen werden.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  April 2017
« Letzte Änderung: 12. Mai 2017, 11:28:19 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.