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Autor Thema: Was ändert sich ab 2018 - Was könntest Du ändern?  (Gelesen 555 mal)

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Offline RalleGA

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Re: Was ändert sich ab 2018 - Was könntest Du ändern?
« Antwort #15 am: 10. Januar 2018, 10:01:28 »
Was ändert sich ab Januar 2018 – was könntest Du ändern

Verbraucherschutz


Haftungsgrenze bei Kartenmissbrauch sinkt:


Bei einem Missbrauch der Bank- oder Kreditkarte haften Kunden ab Januar 2018 nur noch mit einem Betrag von 50 €, solange sie die Karte oder das Online-Konto nicht gesperrt haben.
Derzeit liegt die Haftungsgrenze für entstandene Schäden noch bei 150 €.
Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz haften Kunden weiterhin unbeschränkt.   

Hotels oder Autovermietungen reservieren bei Buchung oft einen bestimmten Betrag auf dem Kartenkonto des Kunden. Ab kommendem Jahr muss der Karteninhaber dem vorher zustimmen. Erst dann darf die Bank diesen Betrag auf dem Konto vorübergehend sperren. Die Änderungen sind Teil europaweit einheitlicher Regeln für den Zahlungsverkehr, die ab dem 13. Januar 2018 auch in Deutschland gelten.


Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Dezember 2017
« Letzte Änderung: 20. Januar 2018, 09:57:17 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Was ändert sich ab 2018 - Was könntest Du ändern?
« Antwort #16 am: 11. Januar 2018, 09:37:52 »
Was ändert sich ab Januar 2018 – was könntest Du ändern

Steuerkriminalität


Finanzämtern ist es ab 2018 erlaubt, die Kassen in Geschäften und Gastronomiebetrieben unangemeldet zu prüfen.
Die sogenannte Kassennachschau soll Steuerbetrug eindämmen. Jedes Jahr verliert der Staat hohe Summen, weil Umsätze mit manipulierten Kassen oder fingierten Rechnungen nicht oder falsch erfasst werden.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Dezember 2017
« Letzte Änderung: 12. Januar 2018, 10:35:04 von RalleGA »
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Re: Was ändert sich ab 2018 - Was könntest Du ändern?
« Antwort #17 am: 12. Januar 2018, 10:33:40 »
Was ändert sich ab Januar 2018 – was könntest Du ändern

Krankenhausaufenthalt

Wer aus dem Krankenhaus entlassen wird, braucht danach nicht mehr gleich einen Arzt aufzusuchen,
um sich ein Rezept oder eine Krankschreibung zu besorgen.

Seit 1. Oktober 2017 können Krankenhäuser ihren Patienten für sieben Tage nach der Entlassung Medikamente verschreiben,
Heil- und Hilfsmittel sowie häusliche Krankenpflege verordnen oder eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen.
Die weiterbehandelnden Ärzte müssen darüber informiert werden.

Fundquelle: Auszug – „Neues Deutschland“  November 2017   
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Re: Was ändert sich ab 2018 - Was könntest Du ändern?
« Antwort #18 am: 15. Januar 2018, 09:55:56 »
Was ändert sich ab Januar 2018 – was könntest Du ändern

Beitragsbemessungsgrenzen


Jedes Jahr werden die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung für das Folgejahr vom Gesetzgeber neu festgelegt.
Bis zu diesen Grenzen wird das Arbeitsentgelt oder die Rente zur Beitragsberechnung zugrunde gelegt. Die nachfolgend aufgeführten voraussichtlichen Werte für die Beitragsbemessungsgrenzen 2018 müssen noch vom Bundesrat beschlossen werden.

EINKOMMENSGRENZEN IN DER KRANKEN- UND PFLEGEVERSICHERUNG
= KV und PV
Die Beitragsbemessungsgrenze in der KV steigt von derzeit 4.350 auf 4.425 € im Monat (jährlich von 52.200 auf 53.100 €).
Für die PV gelten die gleichen Werte.
Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) in der KV steigt auf 59.400 € jährlich.

BEITRAG ZUR PV 2,55 % (Beitragssatz seit Anfang 2017) 
0,25 % Beitragszuschlag für kinderlose Versicherte ab Vollendung des 23. Lebensjahres


RENTENVERSICHERUNG
Beitragsbemessungsgrenze in der RV ab 01.01. 2018 monatlich:  6.500 € (West)  5.800 €€ (Ost)

Fundquelle: Auszug – Magazin der Novitas BKK 3-2017 
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Re: Was ändert sich ab 2018 - Was könntest Du ändern?
« Antwort #19 am: 16. Januar 2018, 09:40:24 »
Was ändert sich ab Januar 2018 – was könntest Du ändern

Mutterschutz


Vom 1. Januar 2018 an gelten neue Regeln für den Mutterschutz.
Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) stammt ursprünglich aus dem Jahr 1952 und wurde seitdem kaum verändert.
Dafür ändern sich mit der Neuregelung gleich mehrere Dinge.
Generell geht es in dem Gesetz darum, Schwangerschaft nicht mehr als Krankheit zu sehen.
Frauen bekommen z.B. mehr Einfluss darauf, ob und wie sie während der Schwangerschaft weiter arbeiten.

Und gleichzeitig gibt es besseren Schutz - und zwar für mehr Frauen als zuvor.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Ausweitung
Ab dem 1. Januar gilt das MuSchG auch für Frauen, die bisher nicht darunter fielen.
Das sind vor allem Schülerinnen und Studentinnen.
Das ist eine Art Teilschutz.
Sie dürfen also zur Schule gehen, müssen dann aber z.B. nicht an Klausuren teilnehmen.
Bisher blieb in solchen Fällen nur die Möglichkeit der Krankschreibung.

Einheitlichkeit

Auch für andere Frauen wird der Mutterschutz vereinheitlicht - für Beamtinnen und Soldatinnen etwa.
Gar nicht geschützt sind damit nur noch Selbstständige und Geschäftsführerinnen sogenannter juristischer Personen, einer GmbH etwa. Erklärung dazu
Und nach wie vor gilt das MuSchG nur für Schwangere beziehungsweise leibliche Mütter nach der Geburt - nicht für Mütter generell. 
Adoptiv-Mütter oder Frauen in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung, die ein Kind nicht austragen, fallen also nicht darunter.

Druck und Gefahr
Jeder Arbeitgeber muss bis Ende 2018 alle Arbeitsplätze in seinem Betrieb daraufhin untersuchen, ob Schwangere oder stillende Mütter dort gefahrlos arbeiten können. Ob dort gerade Frauen oder Männer sitzen, spielt keine Rolle. Das bedeutet für die Arbeitgeber teilweise erheblichen Aufwand, für den Schutz der Schwangeren ist es aber ein großer Schritt. Zudem schützt das Gesetz Mütter besser vor der Arbeit unter Druck. Da ist aber unklar, ob damit nur Akkordarbeit oder auch andere Formen gemeint sind.

Nacht- und Feiertagsarbeit

Bisher durften werdende und stillende Mütter an Sonntagen, Feiertagen und nachts generell nicht arbeiten.
Das ändert sich jetzt, zumindest etwas: Nach der neuen Regelung sind Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Nachtarbeit zwischen 20.00 und 22.00 Uhr erlaubt. Beides geht allerdings nur, „wenn beide Seiten, also insbesondere die Schwangere, zustimmen, der Arzt das erlaubt und die zuständige Aufsichtsbehörde zustimmt“. An Sonn- und Feiertagen dürfen Schwangere außerdem nicht alleine arbeiten.

Fundquelle: Auszug – „Naumburger Tageblatt“ Dezember 2017
« Letzte Änderung: 16. Januar 2018, 09:50:44 von RalleGA »
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Re: Was ändert sich ab 2018 - Was könntest Du ändern?
« Antwort #20 am: 17. Januar 2018, 08:00:31 »
Was ändert sich ab Januar 2018 – was könntest Du ändern

Sehbehindertengeld kommt in Bayern 


Das Gesetz sieht vor, dass Menschen mit Sehbehinderung 177 Euro
und taubsehbehinderte Menschen 354 Euro pro Monat als Unterstützung erhalten.

Kobinet-Nachrichten
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Re: Was ändert sich ab 2018 - Was könntest Du ändern?
« Antwort #21 am: 19. Januar 2018, 10:25:41 »
Was ändert sich ab Januar 2018 – was könntest Du ändern

Majestätsbeleidigung
ist in Deutschland seit Jahresbeginn 2018 nicht mehr strafbar.

Die Länderkammer hatte nach eigenen Angaben den Anstoß für die Streichung des Paragrafen 103 aus dem Strafgesetzbuch gegeben. Dieser hatte die Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten unter besondere Strafe gestellt; es drohten bis zu drei Jahre Gefängnis. 

Ich bin Stolz  :doz  :guckstdu dass so ein häufiger Strafttatbestand so schnell beseitigt wurde.  :anbet
Bin gespannt wann sich mit "Problemen" von Menschen mit Behinderung ebenso zügig beschäftigt wird. oder  :nd

Der Passus war in die Schlagzeilen geraten, nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf Basis dieses Paragrafen gegen den Fernsehmoderator Jan Böhmermann vorgegangen war.
Das Strafverfahren um dessen "Schmähgedicht" wurde allerdings eingestellt.

Fundquelle: Auszug „VOLKSSTIMME“ – Januar 2018
« Letzte Änderung: 19. Januar 2018, 10:29:00 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Re: Was ändert sich ab 2018 - Was könntest Du ändern?
« Antwort #22 am: Gestern um 09:49:45 »
Was ändert sich ab 1. Januar 2018 – was könntest Du ändern

frisch verheiratete Paare bekommen automatisch die Steuerklassenkombination IV/IV


Seit dem 1. Januar 2018 werden alle Paare nach der Hochzeit automatisch in die Steuerklassenkombination IV/IV eingruppiert -
egal, ob beide Partner berufstätig sind oder nicht.
Deshalb sollten alle frisch Verheirateten überprüfen, welche Steuerklassenkombination für sie die jeweils günstigste ist.

Grundsätzlich können berufstätige  Ehe- und eingetragene Lebenspartner, die unbeschränkt steuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben, zwischen drei Steuerklassenkombinationen wählen:

Kombination IV/IV,
Kombination III/V oder
Kombination IV/IV mit Faktor

Welche Kombination für das jeweilige Ehepaar die optimale ist, hängt vor allem von der Einnahmensituation der beiden Personen ab.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Januar 2018
« Letzte Änderung: Gestern um 09:53:49 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.