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Autor Thema: Demenz - Alzheimer - Fragen, Antworten, Ansprechpartner und mehr  (Gelesen 13532 mal)

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Offline RalleGA

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Re: Demenz - Alzheimer - Fragen, Antworten, Ansprechpartner und mehr
« Antwort #15 am: 21. Dezember 2015, 09:47:18 »
Alzheimer-Krankheit

In Deutschland haben ca. 1,5 Millionen Menschen Alzheimer oder eine andere Demenzerkrankung.
Unter Demenz werden verschiedene Leiden zusammengefasst, bei denen die geistige Leistungsfähigkeit sehr stark zurückgeht. Die weitaus meisten Betroffenen haben Alzheimer.

Symptome:

Bei Alzheimer sterben Hirnzellen ab. Das Gedächtnis geht verloren, das Wesen wird verändert.
Im fortgeschrittenen Stadium weiß ein Patient nicht mehr, wo er sich befindet und wer er ist.
Viele Erkrankte erkennen ihre Angehörigen nicht mehr, manche werden aggressiv.

Ursache:
Es ist unklar, was genau im Gehirn passiert.
Eiweißfragmente (Amyloid-Peptide) lagern sich im Hirn ab.
Die Zellen schaffen es nicht, diese Plaques loszuwerden.
Sie stören die Reizübertragung zwischen Hirnzellen, diese werden funktionsuntüchtig.

Therapie:

Es gibt weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel gegen Alzheimer. Medikamente haben einen nur geringen Effekt; sie können die Beschwerden allenfalls hinauszögern oder etwas lindern.

Alter:

Das Risiko, an Demenz wie Alzheimer zu erkranken, steigt mit dem Alter.
Nur sehr wenige Menschen sind vor dem 65. Lebensjahr betroffen.
Von den 85-89-Jährigen leidet ca. jeder Vierte an Demenz.
In der Gruppe ab 90 Jahren sind es demnach bereits etwa 40%.
Viel mehr Frauen als Männer seien betroffen.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  November   2015
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Demenz - Alzheimer - Fragen, Antworten, Ansprechpartner und mehr
« Antwort #16 am: 25. Dezember 2015, 08:08:10 »
Angst vor Kontrollverlust

vor einer Alzheimer-Erkrankung kann man sich nicht schützen


Vor Demenz kann man sich nicht schützen und heilbar ist sie auch nicht.
Die Furcht vor der Erkrankung ist daher besonders groß.
Dabei spielen auch die Medien eine Rolle.
Die Angst vor Demenz ist in Deutschland besonders verbreitet.
Nur die Furcht vor Krebs ist demnach größer. Psychologin und Demenzforscherin Isabella Heuser von der Berliner Charité erklärt, warum gerade Demenz die Bundesbürger so ängstigt und wie berechtigt das ist.

Jeder zweite Deutsche hat Angst vor Demenz

Wie verbreitet ist die Erkrankung?
Die Diagnose Demenz hat zugenommen.
Inzwischen sind bundesweit fast 1,5 Millionen Menschen daran erkrankt.
Das hat zwei Grunde:
Die Menschen werden inzwischen wesentlich älter und die Krankheit wird natürlich früher diagnostiziert.
Man sagt heute nicht mehr einfach: Die Oma ist senil.

Warum ist ausgerechnet die Angst vor Demenz so groß?

Der Mensch will immer in Kontrolle sein und die Grunde für etwas verstehen.
Bei einer Demenz hat man aber immer weniger die Kontrolle.
Ich verliere mein Ich - das ist die Sorge.
Man hat das Gefühl, die eigene Persönlichkeit verändert sich.
Man wird innerlich leer.
Man kann nichts mehr kontrollieren und regeln.
Das ist etwa bei Krebs anders.

Welche Rolle spielt es, dass es keine Heilungschance gibt?
Man kann die Demenz nicht besiegen. Es gibt zwar Hoffnung, dass man sie für kurze Zeit mit Medikamenten in einem erträglichen Zustand halten kann. Aber letztlich weiß jeder: Es geht bergab.

Kann man eine Erkrankung verhindern?

Ein gesunder Lebensstil - nicht rauchen, wenig Alkohol, regelmäßige Bewegung - hilft.
Es wird sich dadurch  aber letztlich nicht verhindern lassen.

Welche Rolle spielen die Medien?
Die Angst ist auch deshalb so ausgeprägt, weil wir Demenz mittlerweile durch die Medien und die allgemeine Aufklärung kennen. Prominente Erkrankte wie Gerd Müller oder Rudi Assauer gehen damit an die Öffentlichkeit. Man sieht, dass man mit Demenz immer weniger in Kontrolle ist.
Prinzipiell gilt aber: Information reduziert immer die Angst.
Ich finde es daher auch gut, wenn etwa Filme die Erkrankung zum Thema haben.

Antworten von Isabella Heuser ist Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Berliner Charité. Das Thema Demenz ist einer ihrer Forschungsschwerpunkte.
Sie ist Vorstandsmitglied vom Kompetenznetz Demenzen.

« Letzte Änderung: 25. Dezember 2015, 08:11:57 von RalleGA »
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Offline RalleGA

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Re: Demenz - Alzheimer - Fragen, Antworten, Ansprechpartner und mehr
« Antwort #17 am: 03. November 2016, 09:14:07 »
bei Demenz-Diagnose

Unfallversicherung überprüfen


Menschen mit bestimmten geistigen Erkrankungen wie Demenz gelten in einigen Versicherungssparten als nicht versicherbar. Z.B. Unfallversicherungen: Hier sind Unfälle aufgrund von Bewusstseinsstörungen häufig vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Wer also in Folge geistiger Verwirrung einen Unfall erleidet, würde nach den Bedingungen eines Standardvertrags unter Umständen keine Leistung erhalten. Betroffene sollten daher ihren Versicherungsschutz überprüfen, wenn bei ihnen eine Demenzerkrankung diagnostiziert wurde. Ratsam ist es, sich direkt an den Versicherer zu wenden.

Führt nach den Versicherungsbedingungen eine Demenzerkrankung dazu, dass der Kunde nicht mehr versicherbar ist, werden (bei Antrag) zu viel bezahlte Beiträge rückwirkend vom Zeitpunkt der Diagnose an erstattet.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2016

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Offline RalleGA

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Re: Demenz - Alzheimer - Fragen, Antworten, Ansprechpartner und mehr
« Antwort #18 am: 15. Dezember 2016, 09:17:47 »
Bei Demenz ausreichend trinken

Ältere Menschen haben aufgrund von alterstypischen Veränderungen ein erhöhtes Risiko, auszutrocknen.
Dies kann zu schwerwiegenden Folgen wie akuten Verwirrtheitszuständen (Delir), Stürzen oder Thrombosen führen. Hinzu kommt, dass ältere Menschen häufig ein reduziertes Durstgefühl haben.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für über 65-Jährige eine tägliche Trinkmenge von ca. 1,5 Litern. Bei schwer herz- oder nieren- kranken Patienten kann es aber notwendig sein, die tägliche Trinkmenge zu regulieren.

Besonders kognitiv beeinträchtigte Menschen, wie z.B. Demenzkranke, trinken häufig zu wenig und trocknen aus.
Tipps: worauf Freunde oder Angehörige, die sich um Demenzkranke kümmern, achten sollten.   
- Damit die Betroffenen das Trinken nicht vergessen, stellen Sie an verschiedenen Stellen
  in der Wohnung Flaschen auf. So können sie sich den ganzen Tag über bedienen.
- Wecken Sie Erinnerungen, die positive Emotionen hervorrufen.


Gibt es ein Lieblingsglas oder ein Glas für besondere Gelegenheiten?
Oder vielleicht freut sich Ihr Angehöriger über ein Getränk, das er in der Kindheit oder Jugend gerne getrunken hat.
Schaffen Sie eine „trinkfreudige“ Atmosphäre, indem Sie z.B. gemeinsam mit dem Demenzkranken trinken oder über das Getränk sprechen. Beispiel: Ich habe einen Bananensaft eingeschenkt.
Die Werbung setzt auf das Ploppen, Zischen der Flasche beim Öffnen und langsames Einschenken.

Wer bekommt da nicht Lust auf ein kühles Getränk?
Trinkrituale (z.B. Trinksprüche) können die Bereitschaft zum Trinken ebenfalls erhöhen.
Menschen mit Demenz reagieren bei einer Aufforderung manchmal ablehnend.
Daher gilt:  Lächeln öffnet Herzen - nicht nur bei Menschen mit Demenz.

Noch mehr Tipps für Angehörige von Demenzkranken:

Aufgrund der Demenz kann sich die Geschmackswahrnehmung verändern.
Plötzlich werden süße Getränke bevorzugt, obwohl dies früher nicht zu den Gewohnheiten gehörte.
In diesem Fall sollten Kaffee, Tee und kalte Getränke gesüßt werden.
Sauer schmeckende Getränke werden von vielen Betroffenen abgelehnt.
Servieren Sie Milchmixgetränke Als Basis eignen sich beispielsweise Bananen- oder Pfirsichsäfte,
die wenig Säure enthalten und daher mild im Geschmack sind.

Bieten Sie Getränke an, die nicht zu kalt und nicht zu heiß sind.
Verbrennungsgefahr bei heißen Getränken. Bei Schluckstörungen kann es hilfreich sein,
Getränke mit geschmacksneutralen Dickungsmitteln (z. B. modifizierte Stärke) zu versetzen.
Sprechen Sie hier bitte mit dem behandelnden Arzt oder der Logopädin.

Achten Sie auf geeignete Trinkgefäße (z. B. farbige Becher für Wasser, Tassen mit großen und weich geformten Henkeln, kippsichere Trinkgefäße, Trinkhalme).
Aber es gibt einige Tipps und Tricks, die uns helfen, ausreichend und regelmäßig zu trinken.
Hier einige davon:                                                                                                                         
- Stellen Sie sich immer etwas zu trinken in Sichtweite, so werden Sie ständig an das Trinken erinnert.
- Gewöhnen Sie sich an, zum Beispiel vor oder während der Mahlzeiten etwas zu trinken. 
- Nehmen Sie zu jeder Tasse Kaffee ein Glas Wasser dazu.
- Sorgen Sie für Abwechslung. Es muss nicht nur schnödes Wasser sein.
  Peppen Sie Ihr Getränk mit Minzeblättern, Obstsaft oder Obststücken auf.
- Legen Sie bei längeren Autofahrten oder sportlichen Aktivitäten öfter eine Trinkpause ein.
  Das erhöht zusätzlich die Leistungsfähigkeit und Konzentration.
- Glasflaschen mit bedruckten Uhrzeiten zeigen visuell anhand der Markierungen auf,
  wann es Zeit für das nächste Getränk ist.
 - Das Forum www.Trinkwasser.de bietet einen kostenlosen
   Online-Service zum gesunden Trinken an.

Unter www.trinkberater.de können Sie Ihr persönliches Trinkverhalten testen und erhalten eine Auswertung mit konkreten Empfehlungen.
Ein "Trinkwecker" erinnert Sie auf Wunsch zusätzlich per E-Mail ans Trinken.

Vielleicht ist auch die "Hydro Wasser trinken"-App von Freshware genau das Richtige für Sie.
Sie berechnet Ihren individuellen Wasserbedarf und erinnert Sie daran, wie viel und wann Sie trinken sollten.
Zusätzlich bietet sie auch Auswertungen zum eigenen Trinkverhalten.

Fundquelle: Auszug – Magazin  der Novitas BKK 02 – 2016
« Letzte Änderung: 15. Dezember 2016, 09:22:54 von RalleGA »
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Re: Demenz - Alzheimer - Fragen, Antworten, Ansprechpartner und mehr
« Antwort #19 am: 21. August 2018, 09:41:56 »
Alzheimer

Forscher in der Zwickmühle


Die unheilbare Nervenkrankheit Alzheimer ist für die Pharmaindustrie Fluch und Segen zugleich.
Angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft und einer wachsenden Weltbevölkerung bieten sich der Branche auf der Jagd nach neuen Absatzmärkten ungeahnte Chancen.
Die kostspielige Forschung zwingt die Konzerne zur Frage: Aufhören oder Weitermachen?

Die jüngsten Fortschritte bei der Ursachenforschung lassen aber hoffen.
Die Alzheimer-Forschung steckte lange in einem Dilemma: Weil die Medizin bei der Erklärung der Krankheit schlecht vorankam,
floss auch deutlich weniger Geld in entsprechende Studien als bei anderen großen Krankheiten wie Krebs.
Dabei tun Alzheimer-Medikamente dringend Not. Die gängigen Therapien können nur die Symptome lindern,
den Verlauf der Erkrankung aber nicht verzögern.
Und die Patientenzahlen wachsen: Wissenschaftler schätzen die Zahl der weltweit an Demenz
erkrankten Menschen auf aktuell rund 50 Millionen, die meisten davon leiden an Alzheimer.
Bis 2030 könnte es mehr als 70 Millionen Betroffene sein.
Hierzulande bis 2050 nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ein Anstieg der Demenzkranken auf etwa drei Millionen erwartet. Die nach ihrem Entdeck dem Mediziner Alois Alzheimer, benannte Nervenkrankheit ist tückisch: Sie zerstört langsam die Nervenzellen der betroffenen Patienten - anfangs trifft es das Kurzzeitgedächtnis, später herrscht im Gehirn völlige Dunkelheit.
 
Die Ursachen sind nicht geklärt:
Jahrelang wurden Ablagerungen im Gehirn, die durch ein bestimmtes fehlerhaftes Protein gebildet werden, als Verursacher der Krankheit gesehen. Die neuere Forschung hat kleinere giftige Verklumpungen als die eigentlichen Zerstörer der Nervenzellen im Visier.

Die neuen Ansätze bei der Forschung haben auch das Interesse der Konzerne belebt.
In den USA erhöhten sich die Forschungsbudgets zuletzt deutlich.
Dort mischen die Firmen Eli Lilly und Biogen ganz vorne mit.
In Europa forschen unter anderem die Schweizer Pharmakonzerne Novartis und Roche, ebenso wie der deutsche Konkurrent Boehringer Ingelheim. Probiodrug-Vorstand Henrik Liebers ist zuversichtlich, dass bis 2030 Alzheimer-Patienten "ein ganzer Schwung" wirksamer Medikamente zur Verfügung stehen wird.
"Es wird immer mehr darum gehen, wie wir Alzheimer herauszögern können", sagt Liebers.
Der US-Konzern Biogen gilt mit seiner Studie zum Antikörper Aducanumab als am weitesten fortgeschritten.

Sollte diese erfolgreich sein, trauen Experten den Amerikanern ab Beginn des nächsten Jahrzehnts das erste wirksame Medikament zu. "Sollte einem Konzern der Durchbruch gelingen, dürfte das sehr lukrativ werden", sagt Weininger. In der Branche werden als Richtschnur für einen künftigen Medikamentenpreis jährliche Therapie- kosten von 40.000 € pro Patient veranschlagt.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Januar 2018

« Letzte Änderung: 21. August 2018, 09:47:30 von RalleGA »
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« Antwort #20 am: 09. September 2018, 09:57:11 »
Demenz in jungem Alter

Demenz bekommen vor allem ältere Menschen. Aber auch jüngere Menschen sind betroffen.
Das birgt besondere Herausforderungen.   
Mit 30 oder 40 Jahren dement werden – damit rechnet niemand.
Doch auch junge Menschen erkranken, wenn auch seltener.

Für die Betroffenen stellen sich andere Fragen als für im höheren Lebensalter:
Kann ich weiter arbeiten?
Wer betreut mich? 
   


Ursache für eine Demenz, die vor dem 65. Lebensjahr beginnt, können verschiedene Krankheiten sein.
Neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer oder die Lewy-Körperchen-Demenz, Durchblutungsstörungen
wie z.B. nach einem Schlaganfall, Hirntumore oder Parkinson können Auslöser sein.
Auch Menschen mit Trisomie-21 erkranken häufig schon jung an Demenz.
Es gibt eine seltene vererbbare Form von Alzheimer, die im Schnitt bereits mit 42 Jahren auftritt.

Auffällige Symptome 
Die Symptome fallen bei Jüngeren häufig früh auf – doch die Diagnose gestaltet sich langwierig.
Bis die Diagnose Demenzerkrankung im Raum steht, können Monate vergehen.         
Erst dann kann sich die Familie mit den Folgen beschäftigen.
Denn erkrankt der Hauptverdiener früh, steht die Familie vor massiven finanziellen Problemen:
Ein nicht abbezahlter Kredit und die Frage nach der Finanzierung der Krankheit über Jahre hinweg verschärfen
die ohnehin schon schwierige Situation.
Sofort aus dem Beruf raus muss man mit Demenz allerdings nicht immer.
Manche Betroffene können zunächst weiterarbeiten, in Teilzeit oder einer einfacheren Tätigkeit.
Ist das nicht mehr möglich, sei es sinnvoll, sich krankschreiben zu lassen.
78 Wochen können Arbeitnehmer maximal Krankengeld beziehen.
Danach müssen sie in der Regel berufsunfähig in Rente gehen.

Finanzielle Sorgen
Nach Einstufung in einen Pflegegrad stehen Betroffenen zwar Pflegegeld und weitere Leistungen zu,
sie können ein ausfallendes Gehalt aber nicht ersetzen.
Oft kann der gesunde Partner nicht Vollzeit arbeiten kann, da er sich um den Erkrankten kümmern muss.
   
Informationen zu Entlastungsangeboten für Angehörige
sowie zu finanziellen und rechtlichen Regelungen erhalten betroffene Familien beim Alzheimer-Telefon.

Sowohl für den Ehepartner als auch die Kinder kann es schwierig sein, zu verstehen,
wie sich ein Familienmitglied durch Demenz verändert.
Während Betroffene bei Alzheimer nach und nach mehr Hilfe im Alltag benötigen,
verändert sich bei einer Frontotemporalen Demenz vor allem die Persönlichkeit der Erkrankten.
Betroffene verlieren ihre Impulskontrolle, können aggressiv und beleidigend werden.
Vor allem für Kinder ist die Situation entsprechend belastend.
Eltern sollten ihnen von Anfang an offen erklären, was mit dem erkrankten Elternteil geschieht.
Wichtig sei es, Kindern zu vermitteln, dass sie nicht schuld an der Krankheit sind.
Manchen Kindern hilft es, mit einer Vertrauensperson außerhalb der Familie zu sprechen.

Kurze Lebensdauer 

Was sich nicht von einer Erkrankung im höheren Lebensalter unterscheidet, sind die Aussichten:
Im Durchschnitt leben Betroffene nach Auftreten der ersten Symptome noch etwa acht bis zehn Jahre.

Ärzte können versuchen, die Krankheit durch die Gabe von Antidementiva aufzuhalten
und die Lebensqualität der Betroffenen so lange wie möglich zu erhalten.
Heilen können sie Demenz bisher nicht.   

Wer nicht gerade das seltene Alzheimer-Gen in sich trägt, kann der Krankheit ein Stück weit vorbeugen.
Was dem Herz guttut, tut auch dem Hirn gut.
Untersuchungen ließen den Schluss zu, dass Bewegung, ein niedriger Cholesterinwert,
ein normales Gewicht und eine mediterrane Kost das Risiko senken, an Demenz zu erkranken.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  September 2018
« Letzte Änderung: 09. September 2018, 10:03:50 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.