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Autor Thema: Ratschläge zur Ernährung, auch ohne Nahrungsergänzungsmittel ? möglich  (Gelesen 2783 mal)

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Offline RalleGA

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                  Gefährliche Vitamine

Nahrungsergänzungsmittel bei ausgewogener Ernährung nicht notwendig -
Falsch dosiert sogar gefährlich


Pharmaindustrie und Apotheker sind die Gewinner


Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist nur in wenigen Ausnahmefällen notwendig. Nahrungsergänzungsmittel können allenfalls für Personen in bestimmten Lebenssituationen,
die mit einem erhöhten Nährstoffbedarf verbunden sind, sinnvoll sein.
Dazu gehören beispielsweise:
- Senioren, die sich aufgrund von Essschwierigkeiten einseitig ernähren,
- chronisch Kranke, die ständig Medikmente einnehmen müssen,
- Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen.

Wer zu einer der Risikogruppen gehört und einen Nährstoffmangel befürchtet, sollte nicht willkürlich zu irgendwelchen Nahrungsergänzungsmitteln greifen, sondern einen möglicherweise bestehenden Mangel durch einen Arzt diagnostizieren lassen.
                         
Häufig können dann mit Hilfe einer Ernährungsberatung durch einfache Änderungen der Lebensmittelauswahl die Mängel behoben werden.                                                               
Andernfalls sollte der Arzt festlegen, wie viel und welche Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente über welchen Zeitraum eingenommen werden sollten.
Nur in ganz wenigen Krankheitsfällen oder bei ganz gravierenden Mangelerscheinungen sollte eine Verschreibung von hoch dosierten Nährstoffen als Arzneimittel erwogen werden.

Fundquelle: Gesundheit - konkret  Heft 4/09- Magazin der Gmünder Ersatz Kasse GEK
« Letzte Änderung: 01. November 2016, 09:36:21 von RalleGA »
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Re: Ratschläge zur Ernährung, auch ohne Nahrungsergänzungsmittel ? möglich
« Antwort #1 am: 08. September 2015, 10:03:31 »
Eiweiß – lebenswichtig für den ganzen Körper

Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß, denn es gibt Unterschiede, was die Qualität von Proteinen angeht.
Tierisches Eiweiß wird als hochwertig bezeichnet, da es viele unentbehrliche Aminosäuren enthält
und sich gut in körpereigenes Eiweiß umwandeln lässt.
Im Vergleich dazu, ist Eiweiß aus pflanzlichen Lebensmitteln weniger hochwertig,
da es eine geringere Menge dieser Aminosäuren enthält.
Dies lässt sich jedoch verbessern, indem pflanzliches Protein mit tierischen kombiniert wird.

Hier ein paar gute Eiweißquellen: Wie viel Eiweiß brauche ich?
Erwachsene brauchen täglich 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht.
Sprich bei 70 Kg kommt man auf einen Eiweißbedarf von 6 gr.

Welche Lebensmittel dafür auf dem Speiseplan stehen könnten – schaut hier:

10 Gramm Eiweiß stecken z.B. in:

1 Hühnerei,
70 gr. Walnüssen,
30 gr. Schinken;
40 gr. Hühnerbrust;
45 gr. Pinienkerne,
50 gr. Zander oder Lachs;
300 gr. Jogurt;
300 gr. Brokkoli,
500 gr. Pellkartoffeln;
65 gr. Vollkornnudeln,
80 gr. Haferflocken;
60 gr. Feta oder Mozzarella.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Juli 2015

« Letzte Änderung: 08. September 2015, 10:12:47 von RalleGA »
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Re: Ratschläge zur Ernährung, auch ohne Nahrungsergänzungsmittel ? möglich
« Antwort #2 am: 15. September 2015, 07:53:36 »
Ernährung:

sanftes für den Magen


Sie haben einen empfindlichen Magen?
Dann sollten Sie wissen, was Sie ihm zumuten können und was nicht.
Wichtig ist, dass Sie trotz der einen oder anderen Einschränkung mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sind.
Bei leichten Symptomen genügt es oftmals, die Ernährungsgewohnheiten umzustellen.
Wir zeigen wie:
Magenschonend:
täglich Vollkornprodukte
reichlich Obst und Gemüse
ein- bis zweimal wöchentlich Fisch
nicht mehr als zwei- bis dreimal pro Woche Fleisch- und Wurstwaren
mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt essen
langsam essen und dabei gründlich kauen
schonende Zubereitungsarten wie Kochen, Dampfgaren oder Dünsten

nicht Magenschonend

zu viel: Fett, Zucker, Kaffee, Alkohol, Nikotin
Frittierte, gebratene Lebensmittel
Zwiebeln, Kohl, Bohnen
Hülsenfrüchte, rohes Kernobst    
Zitrusfrüchte
eiskalte Getränke, Getränke mit Kohlensäure 
« Letzte Änderung: 15. September 2015, 15:01:31 von RalleGA »
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Ernährung

Pistazien sollten beim Kauf richtig schön grün aussehen


Das sei das deutlichste Zeichen für gute Qualität.
Wenn man sie noch mit Schale kauft, sollten möglichst viele davon an der Naht aufgesprungen sein.

Wichtig ist, dass sie nicht muffig riechen oder alt aussehen.
Denn wie auch an Walnüssen können sich an Pistazien Aflatoxine bilden.
Das sind giftige Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, die schon in kleinen Mengen der Gesundheit
schaden können.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Dezember   2015

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Liebe Leser,

als es im Ordnungsausschuss in Oebisfelde vor einigen Tagen um die Gefahr von Glyphosat ging,
war ich für das Thema noch nicht so sensibilisiert.
Was kümmern mich Kühe und die Belastung der Muttermilch.
Aber als gestern bekannt wurde, dass meine Lieblingsbiermarken hohe Glyphosatwerte aufweisen,
bin ich doch hellhörig geworden.             
Aber auf Milch umsteigen, löst ja das Problem augenscheinlich auch nicht.                                 

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Januar 2016  
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Nahrungsergänzungsmittel?

Super-Lebensmittel aus fernen Ländern
-

Wie gesund sind Acai-Beeren und Chia-Samen wirklich?

Steht der Frühling in den Startlöchern, denkt so mancher mit bangem Blick auf die Waage an die bevorstehende Badesaison. Sogenanntes Superfood verspricht den Konsumenten Gesundheit, Vitalität und eine schlanke Linie.

Doch was versteht man eigentlich unter diesem Essen, und wie super ist es wirklich?

Goji- und Acai-Beeren, Chia- Samen oder Chlorella-Algen - so exotisch klingen die angesagten Lebensmittel,
die als besonders nährstoffreich beworben werden und immer öfter in deutschen Läden zu kaufen sind.
Sie stammen in der Regel aus fernen Ländern, wo sie von Naturvölkern seit Jahrhunderten geschätzt werden.
Doch selbst wenn die angeblich gesunden Lebensmittel gesunde Wirkstoffe enthalten, sind die Produkte noch lange keine Wundermittel.
Weite Transportwege machen sie nicht nur teuer, man bekommt sie auch selten frisch zu kaufen.
Oftmals erhält man sie nur in getrockneter oder pulverisierter Form, wodurch unklar ist, wie viele Nährstoffe in den Produkten letzten Endes noch stecken. Untersuchungen haben außerdem gezeigt, dass die Lebensmittel nicht selten stark mit Pestiziden belastet sind.
Schwer einschätzbar ist auch das Allergiepotenzial der exotischen Nahrungsmittel.
Tatsächlich stehen viele heimische Lebensmittel ihnen in nichts nach.
Ihre Namen und ihr Aussehen sind zwar weniger aufregend, doch sie sind günstiger und müssen nicht erst importiert werden.
Alternativ zur Acai-Beere kann z.B. auf Heidelbeeren, Sauerkirschen oder schwarze Johannisbeeren zurückgegriffen werden. Die gesunden Vitamine und Antioxidantien sind in den deutschen Früchten ebenfalls enthalten. Chia-Samen punkten zwar mit viel Kalzium und enthalten Ballaststoffe, unsere bekannten Leinsamen haben allerdings ähnlich viel zu bieten. Ebenfalls wahre Kraftpakete sind auch Spinat, Grünkohl oder Trauben.

Für die perfekte Bikini- und Badehosenfigur ist es unter anderem wichtig, sich insgesamt ausgewogen zu ernähren und ausreichend zu bewegen. Die Ergänzung des Speiseplans um gesundes und nährstoffreiches Obst und Gemüse ist dabei natürlich notwendig - exotische Lebensmittel allein reichen nicht aus und sind oft viel teurer.
Kosten ist aber erlaubt…

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Woche“  April 2016
« Letzte Änderung: 01. November 2016, 09:39:45 von RalleGA »
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Ernährung:

Kürbis
, lange Zeit vergessen und ein Schattendasein fristend, erlebt seit einiger Zeit eine wahre Renaissance.
Er wird in der Küche als Delikatesse geschätzt und ist lange schon nicht mehr der Lückenfüller zum sättigen.

Botanisch gesehen ist der Kürbis eine Beerenfrucht und gehört zur Gattung der Kürbisgewächse, ebenso wie die Gurke und auch die Melone. Die Kürbisse zählen zu den größten Früchten sind allerdings in Form, Farbe und auch Geschmack sehr unterschiedlich. Im 16. Jahrhundert kam der Kürbis mit den Seefahrern nach Europa, wo er anfänglich nur als Zierpflanze angebaut wurde.
Seine Funktion als Nahrungsmittel wurde schnell erkannt und geschätzt.
Der Kürbis ist reich an Nährstoffen.
Diese unterliegen jedoch je nach Sorte starken Schwankungen.

Beispiel:
100 g Winterkürbis enthalten nur 37 kcal, 1 g Protein, 9 g Kohlenhydrate und 2 mg Natrium. 90% des Kürbisses bestehen aus Wasser, er ist cholesterinfrei und beinhaltet kein Fett, dafür aber viel Calcium, Eisen und Phosphor, Carotin und Provitamin A.

Die Kürbissamen enthalten 34-38% Öl, viel Eiweiß, mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Vitamin E.
Doch auf Grund der enormen Vielfalt (gegenwärtig weltweit ca. 800 Sorten) ist der Kürbis lange nicht gleich Kürbis.
Es wird ganz grob in Speise- und Zierkürbisse und in Sommer- und Winterkürbis unterschieden und eine Vielzahl von Gaumenschmaus der besonderen Art zu erleben z.B. Kürbisbratwurt mit Kürbisketschup frisch voll Grill.
Oder aber auch Kürbisburger oder Kürbis-Hotdog.
Klassiker wie Kürbissuppe, Kürbisblechkuchen oder Kürbispuffer haben sich bereits durchgesetzt und sind allseits beliebt und bekannt. 
« Letzte Änderung: 01. November 2016, 09:44:15 von RalleGA »
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Ernährung -

Wasserhaushalt in Balance – die Menge macht`s


Das „ideale“ Getränk löscht den Durst und enthält keine oder sehr wenige Kalorien.
Der Mensch besteht zu einem großen Teil aus Wasser; kein Wunder, dass wir ständig für Nachschub sorgen müssen. Insgesamt verliert der Körper eines Erwachsenen täglich ungefähr 2,5 Liter Wasser - auch ohne viel Bewegung.
Etwa 1,5 Liter scheiden wir über den Urin, den Rest über die Lunge, den Stuhl und natürlich die Haut aus.

Doch wie viel Flüssigkeit ist gesund?   Trinken ja - aber wie viel?

Der Wasserhaushalt unseres Körpers ist sehr empfindlich. Schon bei einem Verlust von etwa 2% des Körperwassers ist die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit eingeschränkt.
Das Blut fließt nicht mehr so gut, unser Körper wird nicht mehr ausreichend versorgt und wir fühlen uns müde und matt. Erwachsene sollten daher jeden Tag rund 1,5 Liter trinken.

Wie oft sollten wir trinken?
Regelmäßiges Trinken, am besten zu jeder Mahlzeit und auch zwischendurch, schützt den Körper vor Wassermangel.
Auch wer nur wenig Durst verspürt, sollte darauf achten, auf keinen Fall weniger als 1 Liter pro Tag zu trinken.
Bei großer körperlicher Anstrengung oder hohen Temperaturen verdunstet die Haut deutlich mehr Wasser,
um den Körper abzukühlen.

Wie groß kann der Flüssigkeitsbedarf in solchen Situationen werden?
In Situationen, in denen der Körper besonders viel Flüssigkeit benötigt, wie etwa bei großer Hitze,
extremer Kälte, Fieber, Erbrechen und Durchfall oder auch bei körperlich anstrengender Arbeit oder Sport,
ist mehr Flüssigkeit nötig - dann können zusätzlich 0,5 bis 1 Liter Wasser pro Stunde intensiver Aktivität nötig sein.

Schadet zu viel Flüssigkeit dem Körper?

Zu viel getrunkene Flüssigkeitsmengen schaden dem gesunden Organismus nicht.
Gesunde Menschen scheiden überschüssige Flüssigkeit über die Nieren einfach wieder aus.
Allerdings gibt es auch Ausnahmen:
Bei einigen Krankheiten wie Nierenerkrankungen oder Leberzirrhose darf nur eine bestimmte Menge an Flüssigkeit getrunken werden. In diesen Fällen sind Absprachen mit dem behandelnden Arzt notwendig.

Welche Getränke sind die besten Durstlöscher?
Getränke sollen den Durst löschen und Wasserverluste ausgleichen, aber gleichzeitig keine oder nur wenig Energie (Kalorien) enthalten. Dafür eignen sich Wasser, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees, mit Wasser verdünnte Obst- und Gemüsesäfte, am besten im Verhältnis 1: 3 gemischt (ein Teil Saft und drei Teile Wasser).
Sie liefern zusätzlich Vitamine und Mineralstoffe und sind auch als Sportlergetränke gut geeignet.
Über den Tag verteilt getrunken, versorgen diese Getränke den Körper am besten mit Flüssigkeit.

Zählt Kaffee als Flüssigkeit?

Kaffee sowie schwarzer und grüner Tee können in der Flüssigkeitsbilanz wie jedes andere Getränk behandelt werden.
In erster Linie sind sie jedoch Genussmittel und als Durstlöscher nicht geeignet.
Sie enthalten Koffein bzw. Theobromin. Das sind natürliche Inhaltsstoffe, die anregen und beleben.
Bei Erwachsenen spricht aber nichts gegen den moderaten Genuss von 3 - 4 Tassen pro Tag.

Und wie sieht es mit den beliebten Energydrinks aus?

Diese Getränke enthalten ebenfalls Koffein und andere aufmunternde Stoffe, wie z.B. Taurin, und sind deshalb nicht geeignet für Kinder, Schwangere, Stillende und Personen, die empfindlich auf Koffein reagieren.

Warum sind zuckergesüßte Getränke nicht zu empfehlen?

Limonaden, Cola- und Fruchtsaftgetränke, Brausen, Nektare, Eistees oder Kaffeegetränke aus dem Kühlregal sind als Durstlöscher nicht ideal, denn sie enthalten viel Zucker und liefern damit viel Energie. Für Erwachsene gibt es wissenschaftlich gesicherte Hinweise, dass ein erhöhter Konsum zuckergesüßter Getränke das Risiko für Adipositas und Diabetes mellitus Typ 2 erhöht. Außerdem fördert der regelmäßige Konsum dieser Getränke das Kariesrisiko.

Sind denn Lightgetränke zu empfehlen?

Lightgetränke sind auf Dauer nicht zu empfehlen.
Sie enthalten zwar wenig Energie, können aber die Gewöhnung an den "süßen Geschmack" fördern.
Reichhaltiges Trinken ist auch für Kinder wichtig.

Mehr Infos darüber, was Kinder trinken sollten sowie Trinktipps für Sportler und vieles mehr,
finden Sie unter:

www.novitas-bkk.de/trinken

Fundquelle: Auszug – Magazin  der Novitas BKK 02 – 2016
« Letzte Änderung: 16. Dezember 2016, 09:52:58 von RalleGA »
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sinnvolle Nahrungsergänzung bei Mangelernährung

- SPIRULINA -


Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich weltweit mehr als 4 Millionen Kinder unter 5 Jahren an den Folgen von Mangelernährung. Und das nicht nur in Gebieten mit klimatisch ungünstigen Verhältnissen, sondern auch dort, wo die Bedingungen für Landwirtschaft nicht die schlechtesten sind.
So auch im südamerikanischen Land Kolumbien, in dem die Schere zwischen Arm und Reich noch weit auseinander klafft und 13% der Kinder als mangelernährt gelten.

Diesen Missstand zu beheben, hat sich die kolumbianische Hilfsorganisation Fundacion Atlantida aus dem Departamento del Atlantico im Norden des Landes auf die Fahnen geschrieben. Und zwar mit dem Anbau der
Mikroalge SPIRULINA (siehe Hinweis unten), die von der UNO bereits 1974 zum "besten Lebensmittel der Zukunft" erklärt wurde. Gestützt wurde diese Aussage unter anderem durch eine auf dem Welternährungskongress 1999 vorgestellte Studie aus Indien, laut dieser mit der täglichen Einnahme von 1 – 3 Gramm   SPIRULINA über 4 – 6 Wochen , Mangelernährungserscheinungen bei Kleinkindern erfolgreich bekämpft werden konnten.

Einen Unterstützer des Projektes sowie ausgesprochenen Kenner der Materie fanden die beiden Initiatoren Pamela Reatiga Aguilar und Francisco Javier Fernandez in Jörg Ullmann, Geschäftsführer der Algenfarm Roquette KLÖTZE,
die sich neben der Chlorella- auch intensiv mit der SPIRULINA-Alge beschäftigt.

Nach der ersten Kontaktaufnahme vor gut einem Jahr sowie gegenseitigen Besuchen hat sich mittlerweile viel getan.
So konnte Jörg Ullmann vor wenigen Tagen eine Probe der ersten Spirulina-Ernte aus Kolumbien in den Händen halten. Nach der nun folgenden labortechnischen Analyse soll mit der Produktion in den kommenden Jahren richtig durchgestartet werden.

Ziel des von Ullmann privat unterstützten Projektes ist die dezentrale Gewinnung von hochwertiger Spirulina, und das mit einfachen Mitteln. Eine Pilotanlage, bestehend aus einem überdachten Betonbecken, in dem ein Schaufelrad für Bewegung im Wasser sorgt, konnte bereits nach kurzer Zeit realisiert werden. Die vor Ort ganzjährig hohen Temperaturen von um die 40 Grad sind ideal für diese wärmeliebende Alge.

Zudem dürfte das Bereitstellen von Stickstoff-, Phosphor- und Kohlenstoff-Quellen, die die Mikroalge zum Wachstum benötigt, nach Einschätzung des Experten kein Problem darstellen. Auch die Ernte soll mit möglichst einfachen Mitteln erfolgen. So wird der mit feinen Netzen aus dem Wasser gefischte Algenbrei mit viel Handarbeit zu einer Art Granulat verpresst und getrocknet. Parallel zur Erprobung des Anbauverfahrens wurde im Projektgebiet eine eigene Ernährungsstudie auf den Weg gebracht. In dieser bekamen 30 mangelernährte Kinder im Alter von 1 - 12 Jahren täglich 2 Gramm SPIRULINA verabreicht. Die Erfolge stellten sich bereits nach wenigen Wochen ein.
Typische Anzeichen wie eingefallene Augenpartien, gelbliche Haut und Appetitlosigkeit verschwanden, die Körpergewichte und Größe der Kinder nahmen zu, die Blutwerte verbesserten sich. Um die eigenständige Einnahme der täglichen Dosis zu fördern, hat sich die Hilfsorganisation einiges einfallen lassen. So finden die Kinder nicht nur in jeder Ration einen Smiley-Aufkleber, den sie in einem Kalender aufkleben können.

Mit „Spiru-Man" und „Spiru-Girl" gibt es zudem zwei Werbeträger, die an die Kinder "Superhelden"-T-Shirts und Umhänge mit einem grünen "S" darauf verteilen. Auch ein eigener SPIRULINA-Song wurde mittlerweile komponiert. Der Klötzer Algenfarm-Geschäftsführer will eine weitere Idee beisteuern und hat kürzlich mit Kokosnüssen und Mangos - zwei Früchten, die in Kolumbien an jeder Ecke wachsen - sowie SPIRULINA ein Rezept für ein süßlich schmeckendes, lagerfähiges Fruchtleder entwickelt.

Die Zeichen dafür, dass das Ziel, bereits 2017 täglich 1000 Dosen zu je zwei Gramm SPIRULINA zu produzieren (2018 dann 1500 und 2019 schließlich 2000 Dosen), erreicht werden kann, stehen gut. So hat Eduardo Ignacio Verano de la Rosa, der Gouverneur des Departamento deI Atläntico, das SPIRULINA-Projekt kürzlich zur Regierungsstrategie erklärt. Auch andere Departements haben mittlerweile Interesse bekundet, mit dem SPIRULINA-Anbau die Mangelernährung von Kindern bekämpfen zu wollen.
"Ganz nebenbei werden dadurch auch Bildungsprogramme durchgeführt und Arbeitsplätze geschaffen",
zeigt Jörg Ullmann weitere positive Effekte des Projektes auf.

SPIRULINA - Die zur Gruppe der Cyanobakterien (Blaualgen) zählende Mikroalge Spirulina wird auf grund ihrer Inhaltsstoffe zuweilen als Superfood bezeichnet.
So besteht die Trockenmasse aus rund 60% Proteinen, in denen alle essenziellen Aminosäuren enthalten sind. Daneben enthält Spirulina auch Vitamine sowie hohen Konzentrationen an Calcium, Eisen und Magnesium. Natürlich kommt die Alge in stark alkalischen Salzseen in subtropischen bis tropischen Räumen vor. Aus kommerziellem Anbau kommen weltweit jährlich rund 3.000 Tonnen Spirulina-Rohmasse als Nahrungsergänzungsmittel in den Umlauf.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  November 2016

« Letzte Änderung: 09. Januar 2017, 09:14:35 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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« Letzte Änderung: 15. September 2017, 09:30:01 von RalleGA »
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Re: Ratschläge zur Ernährung, auch ohne Nahrungsergänzungsmittel ? möglich
« Antwort #10 am: 06. November 2017, 11:43:12 »
Stoffwechsel ankurbeln -

Gute Futterverwerter sind zu beneiden

Sie essen normal und bleiben trotzdem schlank.
So ganz von ungefähr kommt das aber nicht.
Der Stoffwechsel braucht Arbeit.
Je weniger er gefordert ist, desto weniger arbeitet er auch.
Das ist ein bisschen wie bei einem Auto - steht es immer nur in der Garage und wird nicht gefahren,
dann verrostet es irgendwann.

Das Wichtigste ist Bewegung, die Muskulatur ist das größte Stoffwechselorgan.
Aber auch die Ernährung beeinflusst den Stoffwechsel.
E empfiehlt sich, auf die Tageszeit zu achten. Morgens wird dann ordentlich Energie getankt, also Fett und Kohlenhydrate.
Mittags stehen vor allem Nährstoffe auf dem Programm und abends Eiweiß.
Energie brauche der Körper kurz vor dem Schlafen nicht mehr.

Tipp:
dem Stoffwechsel Pausen zu gönnen, auch zwischen den Mahlzeiten.
Es ist wichtig, auch mal vier bis fünf Stunden nichts zu essen.
Wie der eigene Körper darauf reagiert, das sei individuell unterschiedlich.
Entscheidend sei die Energiebilanz.
Manche Menschen schwören auch darauf, viel zu trinken.
Dass es wichtig ist, genug zu trinken, steht außer Frage.
Wissenschaftlich belegt ist ein stoffwechselanregender Effekt oder ein großer Einfluss auf das Körpergewicht aber nicht,
wie die Experten bestätigen.
Trotzdem sei es ein altbekannter Trick, dass Abnehmwillige vor dem Essen oder auch zwischendurch Wasser trinken.
Denn die Flüssigkeit füllt den Magen, und das Sättigungsgefühl tritt eher ein.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ September 2017
« Letzte Änderung: 06. November 2017, 11:47:10 von RalleGA »
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