Orpha Selbsthilfe Forum

Autor Thema: Antrag Schwerbehinderung - kompliziert  (Gelesen 404 mal)

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Offline Skorpion8472

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  • Krankheit: Hüftschäden, Nierenprobleme - genauer Name sobald bekannt
Antrag Schwerbehinderung - kompliziert
« am: 06. Juli 2017, 14:43:38 »
Hallo erstmal,

Ich bin neu im Forum und möchte euch gleich ein "Rätsel" stellen - mit dem ich mich aktuell befassen muss.
Ich leide an einem angeborenen Hüftschaden (Knie nicht eingerenkt bei Geburt), und an einem noch nicht näher definierten Nierenproblem. Zusätzlich haben sich aus dem Hüftschaden ein Knieschaden entwickelt.


Vorab:

Ich hatte als Kind einen GdB von 50, wurde zu einer langen (3 Tage KH) Untersuchung geladen, welche meine Eltern mir nicht zumuten wollten - hatte bis dato mehr Zeit in Krankenhäusern verbracht als in Kindergarten und fiel oft während der Grundschule aus.

Folge ich wurde auf 30 runtergestuft mit der Begründung "es hat sich gebessert".

Die Gegenwart
Vor 6 Monaten war ich aufgrund einer Nierenbeckenentzündung in ärztlicher Behandlung, welche ergab: "Da fehlt die komplette linke Niere". Ich war niemals Spender. Meine Rechte Niere ist normal groß.
Mein Nephrologe (bei dem ich morgen auch nen Termin hab zwecks Resultate einer Urinsammlung) empfahl mir, einen Verschlimmerungsantrag zu stellen, da eine fehlende Niere mit 25 GdB gleichgesetzt wird.


Aufgrund dessen habe ich angefangen zu sammeln. Meine Mutter verriet mir heute mittag dass ich ursprünglich 50 GdB hatte.  Es gibt entsprechende Schreiben.

Zudem habe ich entsprechende Arztberichte über den aktuellen Zustand der Hüfte, meines Knies und co.

Die Frage aller Fragen
Nun habe ich eine Frage.
Fakt ist bei einer Verschlimmerung werde ich angeben:
1. Die aktuellen Berichte über die Niere (genauen Resultate hab ich morgen)
2. Die aktuellen Berichte über die Hüfte
3. Die aktuellen Berichte über die Knie

... nun die Frage:
4. Die Korrespondenz von 1993 zwischen meinen Eltern und den zuständigen Ärzten über den Vorgang der Herabstufung (ohne Untersuchung).?

Sollt ich das hinzufügen? Mir erscheint es logisch. Es würde auf einfache Weise nachweisen, wieso ich von 50 auf 30 heruntergestuft wurde mit 10 Jahren und würde zusammen mit den Berichten den Eindruck erhärten, dass sich der Zustand verschlechtert hat.

Und die Frage (da ich den Antrag erst nächste Woche ausgehändigt bekomme):
5. Angabe von Körpergröße und Gewicht?

Da ich nebst auch übergewichtig bin, was ich zwar nicht als GdB Quelle sehe, aber durchaus als Ansatzpunkt.
Als Ansatzpunkt wenn es über oder gleich 50 GDB wieder geht ob der Ausweis auch die Ticketsache begünstigt.

Nebenschauplatz
Zudem die Frage, mit der ich mich noch nicht befasst habe:
Ich weiß, dass auf meinem aktuellen GdB (30) ich im Job beantragen kann, gleichgestellt zu werden nebst kleinere Steuervorteile.
Auf GDB (50) kommen glaube ich 5 Tage Urlaub und Kündigung in Absprache mit der Schwerbehindertenvertretung oder so hinzu.

Da ich aktuell nur mäßig rechne - aber je nach Schwere Rechnung der Knie oder ob die Niere einwandfrei funktioniert durchaus die Möglichkeit sehe die 80 GdB "zu erreichen" (auch wenn es kein lohnenswertes Ziel ist).
Kommt hier neben Steuervorteilen noch etwas hinzu?

Viele Fragen und ein Rätsel :)

Ich danke im Vorraus - werd den Thread nun als Fav setzen und warten.

gesunden Virtuellen Kuchen und Getränke da lass - absolut verträglich.

Liebe Grüße,
Martin