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Autor Thema: Impfen - wann und wogegen u.a. Tipps bei chronischen Bronchitis, Auslandsreisen  (Gelesen 32599 mal)

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"Doppelt impfen" schadet dem Körper nicht

Was ist zu tun, wenn man den Überblick über seine Impfungen verloren hat?


Ist eine zweite Impfung schädlich?
Wenn der Impfausweis bei einem Umzug oder durch Schludrigkeit verloren geht,
stehen viele Patienten ratlos vor ihrem Arzt.
Sie wissen nicht, welche Impfungen sie bereits bekommen haben und welche sie nachholen müssen.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Empfehlungen um Informationen zu Nachholimpfungen aktualisiert.

Was mache ich, wenn ich meinen Impfausweis verloren habe?


Ich würde zuerst bei meinem alten Hausarzt nachfragen.
Der hat normalerweise eine Übersicht über die Impfungen, die er mir gegeben hat.
Es kann aber natürlich sein, dass der Arzt in Pension ist oder ich ihn nicht mehr erreiche.
Dann würde ich alle Standardimpfungen nachimpfen.
Nur eine schriftlich dokumentierte Impfung gilt als erfolgte Impfung.
Manche Impfungen sind aber nur für Kinder wichtig, die brauchen bei Erwachsenen nicht nachgeholt zu werden.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ Juli 2012
« Letzte Änderung: 13. September 2012, 17:40:28 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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"Doppelt impfen" schadet dem Körper nicht

Ist es gefährlich, eine Impfung "doppelt" zu bekommen?

"Das Risiko ist verschwindend gering. Auf jeden Fall überwiegt das Risiko einer ernsthaften Erkrankung,
die ich bekommen kann, wenn ich mich nicht noch einmal impfen lasse.
Die zweite Impfung ist im Prinzip so, als würde ich nach erfolgter erster Impfung auf einen Erkrankten treffen.
Da passiert mir ja auch nichts.
Das gleiche gilt auch für Lebendimpfungen.
Bei Mumps-Masern-Röteln geht es oft gar nicht anders.
Früher gab es Einzelimpfungen.
Wenn ich heute eine Rötelnimpfung brauche, muss ich die Kombi-Impfung nehmen."

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ Juli 2012

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"Doppelt impfen" schadet dem Körper nicht

Soll ich meinen Impfstatus im Labor prüfen lassen?

"Prinzipiell kann man Antikörper gegen bestimmte Erreger im Blut messen.
Das macht aber in den seltensten Fällen Sinn.
Bei einigen Impfungen findet man überhaupt keine Antikörper, obwohl der Impfschutz da ist.
Das hat etwas mit dem immunologischen Gedächtnis des Körpers zutun,
aber das findet man nicht in einem einfachen Test heraus.
Eine der wenigen Ausnahmen sind Windpocken bei Frauen mit Kinderwunsch:
Wenn nicht klar ist, ob die Windpocken durchgemacht oder geimpft wurden,
sollten die Antikörper bestimmt werden.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“ Juli 2012
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Grippeimpfung

Für Kinder ohne Piks


Für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren übernimmt die BARMER GEK die Kosten eines Grippe-Impfstoffs,
der als Nasenspray verabreicht werden kann.
Das Impfspray ist in Deutschland für die Grippesaison 2012/13 erstmals für Kinder und Jugendliche
von 24 Monaten bis 17 Jahren zugelassen.
Es konnte in zahlreichen Studien gute Wirkeigenschaften nachweisen, vor allem bei Kindern unter sieben Jahren.
Die Impfung gegen Influenza erfolgt nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts bei Kindern und Jugendlichen nicht generell, sondern nur bei einer erheblichen gesundheitlichen Gefährdung in Folge von schweren Grunderkrankungen.

Fundquelle: „Gesundheit konkret“ 01/13 Das Magazin für Versicherte der BARMER GEK
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Ärzte rufen Erwachsene zu Tetanus-Impfung auf

Nicht nur vor Masern, auch vor Tetanus sind viele Erwachsene nicht mehr geschützt.
Sie sollten deshalb ihren Impfstatus überprüfen und notfalls die Impfung nachholen.
Nur 71% aller Erwachsenen sind neuesten Zahlen des Robert Koch-Instituts zufolge wirksam gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) geimpft.
Selbst Bagatellverletzungen können dann Eintrittspforte für Tetanus-Erreger sein.
Dringender Tipp: den Impfstatus zu überprüfen.

Tetanus ist eine durch Bakterien verursachte Erkrankung, die schwere Komplikationen mit sich bringen und tödlich enden kann.

Alle zehn Jahre sollte die Tetanus-Impfung zusammen mit einer Impfung gegen Diphtherie aufgefrischt werden.
Zusätzlich empfiehlt die Ständige Impfkommission die Kombination mit einer Keuchhusten-Impfung.
Gegen Pertussis (Keuchhusten) sind in Deutschland nur 35% der Erwachsenen geimpft.
Für Erwachsene verläuft die hoch ansteckende Erkrankung meist harmlos.
Für kleine Kinder im Familien- oder Freundeskreis kann sie jedoch bedrohlich werden.
Geimpfte Erwachsene schützen mit einer Impfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis also nicht nur sich selbst, sondern auch Säuglinge und Kleinkinder in ihrer Umgebung.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  August 2013

« Letzte Änderung: 10. August 2013, 09:32:40 von RalleGA »
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Erstmals Impfung gegen Meningokokken B verfügbar

Seit 02.12.2013  ist in Deutschland ein Impfstoff gegen Meningokokken B erhältlich.
Die Arznei soll Säuglinge ab zwei Monaten vor den gefährlichen Bakterien schützen.
In Deutschland gibt es neuerdings eine Impfung gegen Meningokokken B.
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI) hat noch nicht über eine Empfehlung des Impfstoffs entschieden.
Der Erreger zählt zu den häufigsten Auslösern von Hirnhautentzündung und Blutvergiftung bei Kindern und Jugendlichen.

Laut RKI werden zwar nur rund 300 Meningokokken-B-Infektionen pro Jahr gemeldet,
diese sind aber wegen ihrer Schwere gefürchtet.
Jeder Zehnte stirbt, einer von fünf trägt Behinderungen davon.
Säuglinge und Kleinkinder sind am stärksten gefährdet.
Die Impfung können Säuglinge ab dem Alter von zwei Monaten bekommen.
Sie wird im Abstand von vier Wochen zweimal wiederholt.
Im zweiten Lebensjahr gibt es eine weitere Impfung. Einige Krankenkassen erstatten die Impfung als sogenannte Satzungsleistung - sie wird also zusätzlich zu den gesetzlich festgeschriebenen Leistungen gewährt.
Der BVKJ hat eine Liste der Kassen veröffentlicht, die die Kosten aktuell übernehmen.
Nach Angaben des Verbandes wird die Sächsische Impfkommission den Schutz ab 1. Januar 2014 empfehlen.

Der Pharmakonzern Novartis hatte die Vakzine entwickelt, die unter dem Namen Bexsero vermarktet wird.
Es ist der weltweit erste Impfschutz gegen Meningokokken der Serogruppe B.
Impfstoffe gab es vorher gegen die Serogruppen A, C, W135 und Y.

RKI zu Meningokokken

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Dezember 2013
« Letzte Änderung: 04. Februar 2014, 10:09:15 von RalleGA »
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Impfschutz gegen Diphtherie lässt bei Erwachsenen nach

Vermeintliche Kinderkrankheiten können manchmal auch Erwachsenen gefährlich werden -
selbst wenn diese als Kind dagegen geimpft wurden.
Mit zunehmendem Alter lässt der Schutz der Impfung nach.

Der Impfschutz gegen diese Infektionskrankheit könne ab einem Alter von 28 Jahren nachlassen,
weil zunehmend weniger Antikörper im Immunsystem vorhanden sind.
Solange die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung aber recht hoch ist, sei die Gefahr gering.
Sie steigt aber für Ältere, die sich nicht erneut impfen lassen, wenn die Erreger durch Urlauber oder Zuwanderer eingeschleppt werden.

Die Stiftung weist darauf hin, dass die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut Erwachsenen
schon lange empfiehlt, den Schutz vor Diphtherie alle zehn Jahre aufzufrischen.
Dazu sei allerdings ein anders zusammengesetzter Impfstoff nötig als der,
den Babys und Kleinkinder bekommen.

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Februar 2014 
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Grippe-Impfung für Kinder

Das  Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) drängt auf die Grippe-Impfung für chronisch kranke Kinder. Hier könnte eine Grippe lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen-, Herzmuskel- und Hirnhautentzündungen hervorrufen.
Die Impfraten bei den betroffenen Kindern seien sehr gering.

Als Grund für den gefährlichen Krankheitsverlauf nennt das Zentrum ein überfordertes Immunsystem.
Dadurch komme es vermehrt zu Komplikationen.
So könnten weitere Krankheitserreger wie Bakterien den Körper leichter infizieren.
Dies gelte sowohl für junge als auch für ältere chronisch Kranke.
Auch bei chronisch Kranken im Erwachsenenalter sei die Zahl der geimpften Personen niedrig.
Laut Robert-Koch-Institut verfügten in der Grippesaison 2013/2014 etwa 23% der chronisch Kranken im Alter von 18-59 Jahren über einen Grippeimpfschutz.

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Dezember   2015 
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Über Kinder - Impfungen entscheidet der betreuende Elternteil

Ob man Kinder impfen sollte oder nicht - hier gehen die Meinungen unter Eltern oft weit auseinander.
Sind sich getrennt lebende Eltern, die das gemeinsame Sorgerecht haben, hier nicht einig,
greift die Regelung zur Alltagssorge.
Streiten sich getrennt lebende Eltern über Impfungen der Kinder, entscheidet der Elternteil,
der den Nachwuchs hauptsächlich betreut.
Auch wenn Mutter und Vater das gemeinsame Sorgerecht haben, gehörten Impfungen zur sogenannten Alltagssorge. Unter Alltagssorge versteht man die Entscheidungen des täglichen Lebens.

Im verhandelten Fall vor dem Amtsgericht Darmstadt (AZ: 50 F 39/15 SO) waren sich die getrennt lebenden Eltern zunächst einig gewesen, die Kinder erst mal nicht impfen zu lassen.
Die Mutter entschied sich allerdings nach Gesprächen mit der Kinderärztin doch für die Immunisierung -
der Vater war dagegen. Das Gericht erlaubte der Frau, allein darüber zu entscheiden. Bei den Impfungen handele es sich um empfohlene Schutzimpfungen und diese Frage sei Teil der Alltagssorge.
Entscheiden könne daher der Elternteil, bei dem sich die Kinder hauptsächlich aufhalten.                         
Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Januar 2016
« Letzte Änderung: 26. Januar 2016, 10:07:13 von RalleGA »
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Impfen:

FSME* kann nicht behandelt werden


Die Gefahr einer FSME-Infektion besteht nicht nur im Wald, sondern auch immer dann, wenn Sie sich in FSME-Risikogebieten in der Natur aufhalten. Zecken lauern überall in der Natur. Sie können verschiedene Krankheitserreger in sich tragen. Diese werden beim Stich auf den Menschen übertragen und können schwerwiegende Krankheiten wie die FSME* (Frühsommer – Meningoenzephalitis) und Borreliose auslösen. Wo, wann und wie Sie sich und Ihre Familie schützen sollten, erfahren Sie in diesem kleinen hier und jetzt.

Wo leben Zecken?
Zecken leben in Bodennähe. Man findet sie im Wald, in Wiesen und in Gärten.
Sie leben auch in Anlagen wie Schwimmbädern und Spielplätzen, welche mit hohem Gras und Gebüsch umgeben sind. Zecken steigen auf Gräser und Sträucher bis zu einer Höhe von 1.5 m. Wir streifen die Zecken beim Vorbeigehen ab. Die Hauptaktivität der Zecken dauert vom Frühjahr bis in den Spätherbst. Warum können Zecken für den Menschen gefährlich sein? Beim Blutsaugen können Zecken verschiedene Krankheitserreger übertragen. Ein kurzer Stich genügt bereits, um infiziert zu werden. Die zwei wichtigsten durch Zecken übertragene Krankheiten sind die Borreliose, eine bakterielle Erkrankung sowie die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), eine Form der Hirnhautentzündung, die durch das FSME ·Virus ausgelöst wird.

                                                               FSME                                     Lyme – Borreliose
Erreger                                                 FSME – Virus                        Bakterium (Borrelia burgdorfen)
Erregerlokalisation                            Speicheldrüsen                   Mitteldarm
Übertragungszeit nach dem Stich  sofort nach dem Stich         ca. 12·24 Std. nach
Therapie                                               keine                                     Antibiotika
Impfung                                                ja                                            nein

Lyme – Borreliose  wird durch Bakterien verursacht, welche durch die Zecken beim
Blutsaugen übertragen werden.
Oft bildet Borreliose eine ringförmige Rötung um die
Einstichstelle. Wenn dies der Fall ist, suchen Sie umgehend Ihren Arzt auf. Eine Impfung gegen Borreliose gibt es nicht. Die Borreliose lässt sich relativ gut (insbesondere im Frühstadium) mit Antibiotika behandeln.

Wie entferne ich eine Zecke?

Möglichst schnell! Fassen Sie die Zecke mittels einer Pinzette. Zeckenzange oder Zeckenentfernungskarte nahe der Einstichstelle und ziehen Sie diese langsam nach oben heraus. Die Stichstelle danach desinfizieren.

Wie schütze ich mich vor Zecken?
•   Einen gewissen Schutz vor Zeckenstichen bietet geschlossene Kleidung
•   Insektenabweisende Mittel verleihen einen vorübergehenden Schutz
•   Meiden Sie hohes Gras. Gebüsch und Unterholz
•   Suchen Sie nach einem Aufenthalt in der Natur Ihren Körper immer gründlich nach Zecken ab

Woran erkenne ich eine FSME-Erkrankung?
Die FSME-Erkrankung ist eine durch Zeckenstich verursachte virale Erkrankung. Sie beginnt häufig wie eine Grippe mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.

Wie sieht der weitere Krankheitsverlauf aus?
Die FSME-Infektion kann in einer zweiten Phase eine Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns, der Nerven und des Rückenmarks auslösen. Ein schwerer Verlauf der FSME führt in 5 - 20 % der Fälle zu Lähmungen und bleibenden Schäden; 1 % der Erkrankungsfälle verlaufen tödlich. 90 % der an FSME-Erkrankten infizieren sich bei Freizeitaktivitäten!

Bin ich gefährdet? 
Das Risiko einer Erkrankung ist nicht nur auf beruflich gefährdete Personen wie Förster, Jäger, Militär, Wald- und Landarbeiter beschränkt. Freizeitaktivitäten sind die bei weitem häufigste Ursache für eine FSME-Erkrankung! 90 % der an FSME Erkrankten infizieren sich beim Joggen, Wandern, Radfahren, Reiten, Golfen, Angeln, Schwimmen, Picknicken, Zelten, Hund Ausführen, Arbeiten, Spielen im Garten, usw.
Nur die FSME – Impfung  kann vor der Erkrankung schützen!

Schutz vor FSME
Die FSME-Impfung bietet einen hohen Schutz vor einer FSME – Erkrankung! Da die FSME – Erkrankung nicht ursächlich behandelt werden kann, kommt der Impfung eine besondere Bedeutung zu. Das FSME-Virus kann sofort nach dem Zeckenstich übertragen werden. Die Entfernung der Zecke bietet deshalb keinen Schutz vor der FSME.
FSME-Viren können sofort nach dem Stich übertragen werden.

Soll ich mich gegen FSME impfen lassen?
Die FSME – Impfung wird allen Personen, die in einem FSME – Risikogebiet wohnen oder dorthin reisen und sich in der Natur aufhalten wollen, empfohlen. Die Kosten für eine FSME-Impfung werden von den Krankenkassen bei Aufenthalt/Reise in die deutschen Risikogebiete übernommen. Vergessen Sie nicht, alle 3 Impfungen zur Grundimmunisierung durchzuführen!

Wie lasse ich mich gegen FSME impfen?

Für einen vollständigen Impfschutz brauchen Sie insgesamt 3 Teilimpfungen.
Gegen FSME kann man sich während des ganzen Jahres impfen lassen.
Ideal ist die 1. und 2. Teilimpfung während der kalten Jahreszeit durchzuführen, damit Sie zu Beginn der saisonalen Zeckenaktivität im Frühjahr bereits geschützt sind. Die 3. Teilimpfung sichert einen Langzeitschutz für mehrere Jahre. Danach sind regelmäßige Auffrischungen erforderlich. Es gibt eine Kinder- sowie eine Erwachsenendosierung des Impfstoffes.

Wie gut ist die FSME-Impfung verträglich?

Die FSME-Impfung ist bei Kindern und Erwachsenen gut verträglich. Zu den möglichen Impfreaktionen gehören leichte Rötung, Schmerzen und Schwellung an der Injektionsstelle. Müdigkeit oder erhöhte Temperatur, die innerhalb von wenigen Tagen abklingen.

www.zecken.de

www.zeckenschule.de


Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  Mai 2016

« Letzte Änderung: 11. August 2016, 12:44:11 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Ein kleiner Pieks kann Leben retten

Welchen Schutz brauche ich im Urlaub?
Benötige ich noch Impfungen im Alter?
Worauf muss ich bei Kindern achten?


Auskunft zum Thema Impfen


Wir machen in diesem Jahr eine Kreuzfahrt durch Südostasien.
Welche Impfungen benötigen wir und wie lange vorher sollten wir uns darum kümmern?
Grundsätzlich sollte jede Reise zum Anlass genommen werden, den eigenen Impfschutz zu überprüfen – egal, wohin es geht. In Südostasien sollte man sich zusätzlich zu den normalen Impfungen gegen Hepatitis A impfen lassen. Weitere Schutzmaßnahmen hängen von der Region, Reisezeit und -dauer sowie von den geplanten Aktivitäten ab. Ein längerer Aufenthalt im Landesinneren kann beispielsweise mehr Impfungen erfordern als etwa ein Besuch in Bangkok.
Es wäre gut, wenn Sie sich mindestens vier Wochen vor der Reise um den Impfschutz kümmern würden. Notfalls können Sie aber auch kurz vor Reiseantritt einen Arzt aufsuchen – das ist besser als gar nichts zu unternehmen.

Kann ich mich vor meinem Urlaub an meinen Hausarzt wenden und mich dort impfen lassen?

Ja, viele Impfungen können durch den Hausarzt erfolgen. Bei größeren Reisen, z. B. in die Tropen,
ist allerdings eine reisemedizinische Beratung in ausgewählten Beratungsstellen zu empfehlen.

Ich reise in diesem Jahr nach Tansania. Was muss ich beim Mückenschutz beachten?

Tansania ist ein Land mit einem hohen Übertragungsrisiko für Malaria. In der Regel ist deshalb eine Vorbeugung mit Medikamenten zu empfehlen, denn gegen Malaria gibt es keine Impfung. Trotzdem sollten Sie sich zusätzlich gegen Mückenstiche schützen. Da die Malaria-Mücken dämmerungsaktiv sind, sollten Sie sich beispielsweise bei einer Safari, die in der Morgendämmerung beginnt, mit heller, langer und weiter Kleidung schützen. Mückenabweisende Lotionen oder Sprays sind ebenfalls hilfreich. Je nach Unterbringung gehört auch ein Moskitonetz ins Gepäck. Größere Hotels sind oft mit Klimaanlagen ausgestattet, so dass die Fenster geschlossen bleiben können.

Mein Impfausweis ist verschwunden. Was mache ich jetzt?

Im Prinzip gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie können zum einen Ihren Hausarzt fragen.
Allerdings werden meistens nur die Impfungen dokumentiert, die gerade durchgeführt wurden, und nicht der gesamte Verlauf. Zum anderen können Sie sich an das Gesundheitsamt wenden, wo einige Impfungen durch den öffentlichen Gesundheitsdienst dokumentiert sind. Darüber hinaus lohnt es sich, nach alten Dokumenten wie dem SV-Buch oder Bundeswehr-Unterlagen zu suchen. Alle registrierten Impfungen können dann in einen neuen Ausweis übertragen werden. Wenn gar keine Unterlagen mehr vorhanden sind, bleibt Ihnen leider nichts anderes übrig, als mit den Impfungen von vorne anzufangen.

Ich bin über 60, da brauche ich mich doch nicht mehr impfen zu lassen, oder?

Das ist nicht richtig. Impfungen spielen in jeder Altersgruppe eine wichtige Rolle.
Die meisten Impfungen werden natürlich im Säuglings- und Kleinkindalter empfohlen, aber auch für Erwachsene sind einige Impfungen wichtig. Dazu gehören zum Beispiel Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung und Keuchhusten, die alle zehn Jahre aufgefrischt werden sollten.
Zusätzlich empfohlene Impfungen gibt es für chronisch Kranke und über 60-Jährige.
Empfohlen werden hier neben den oben genannten Impfungen die jährliche Impfung gegen Grippe sowie die Impfung gegen Lungenentzündung (Pneumokokken).

Ich habe gehört, es gibt eine Impfung gegen Gürtelrose... Das ist richtig.
Ein gut wirksamer und verträglicher Impfstoff gegen die Gürtelrose (Herpeszoster) und ihre Komplikationen ist in Deutschland verfügbar, allerdings gibt es hierzu noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO).
Der Impfstoff ist ab dem 50. Lebensjahr zugelassen.
Die Kostenübernahme sollte mit der Krankenkasse geklärt werden.

Wir machen Zelturlaub in Deutschland.
Brauchen wir eine Impfung gegen das durch Zecken übertragbare FSME-Virus?
Das hängt von der Region und den Aktivitäten ab. Risikogebiete für FSME in Deutschland sind Bayern,
Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, das Saarland, Sachsen und Thüringen.
Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gehören nicht zu den FSME-Risikogebieten.
Das heißt allerdings nicht, dass es hier keine Zecken gibt, sondern dass eine Übertragung des Virus durch die Tiere nicht oder nur selten nachweisbar ist. Eine Impfung bei einer Reise in die Risikogebiete in Deutschland wird von den Krankenkassen bezahlt. Da durch die Zecken auch andere Erreger wie z. B. Borreliose übertragen werden können, ist es ebenfalls wichtig, sich möglichst gut vor den Zeckenstichen zu schützen. Das kann man zum Beispiel durch entsprechende Kleidung, das Einreiben mit zeckenabweisenden Lotionen sowie das Absuchen nach Zecken nach Aufenthalt im Freien erreichen. Bei Kindern wird das Tragen einer Kopfbedeckung empfohlen.

Unser Kinderarzt empfiehlt die Meningokokken-B-Impfung. Sollen wir diese durchführen lassen?
Dieses Thema sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt ausführlich besprechen. Der Impfstoff ist vom Paul-Ehrlich-Institut hinsichtlich seiner Wirksamkeit und Sicherheit geprüft und zugelassen. Meningokokken B stellen in Deutschland – und auch im Nordosten – die häufigste Serogruppe dar. Der Impfstoff ist sicher und gut verträglich, kann aber gegebenenfalls – insbesondere wenn er mit anderen Impfstoffen zusammen verabreicht wird – in Einzelfällen zu Fieberreaktionen führen. Da die STIKO diese Impfung derzeit noch nicht als Standardimpfung für alle Kinder und Jugendlichen empfiehlt, gehört diese Impfung noch nicht in den Pflichtleistungskatalog der Krankenkassen. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten aber trotzdem schon im Rahmen ihrer Satzungsleistungen.

Nähere Informationen zu den einzelnen Themenbereichen beim Impfen finden Sie auch im Internet auf den Seiten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern unter:
www.lagus.mv-regierung.de 

Fundquelle: Auszug - SVZ (Schweriner Volkszeitung) Juli 2016

« Letzte Änderung: 19. September 2016, 10:00:31 von RalleGA »
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Meningitis:

Unwissenheit kann tödlich sein


Viele Krankheiten mit ernstem oder gar tödlichem Verlauf könnten durch bessere Versorgung,
aber auch durch bessere Aufklärung früher erkannt und behandelt werden.
Eine aktuelle Kampagne will jetzt mehr Bewusstsein schaffen für Infektionen durch Meningokokken.

Kampagne: "MENINGITIS BEWEGT“  
Fehldiagnosen sind bei von Meningokokken ausgelösten Erkrankungen häufig und können dann schlimmstenfalls binnen 24 Stunden tödlich enden. Die Kampagne warnt unter anderem vor Meningokokken-Meningitis, an der weltweit alle acht Minuten eine Person stirbt. Oft sind darunter Säuglinge und Kleinkinder. Folgeschäden bei Überlebenden sind Hörverlust, Nierenversagen und Hirnschäden. Nach einer Meningokokken-Sepsis (Blutvergiftung) kann es in manchen Fällen zu Amputationen kommen.

Mit der bundesweiten Kampagne MENINGITIS BEWEGT will man insbesondere junge Eltern und Menschen mit Kinderwunsch auf die Gefahren von Meningokokken-Infektionen aufmerksam machen und die Präventionsmöglichkeiten aufzeigen.  So wissen z.B. viele Eltern nicht, dass es gegen viele Arten von Meningokokken Impfungen gibt.

Informationen zur Kampagne bei Facebook folgen auf:
www.meningitis-bewegt.de

Fundquelle: Auszug – „ALTMARK-Zeitung“  Dezember 2016

« Letzte Änderung: 17. Januar 2017, 10:14:43 von RalleGA »
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Grippeimpfung Verantwortungsvoll entscheiden

Jedes Jahr – Info für Menschen mit chronischen Erkrankungen  


Insbesondere für Personen mit chronischen Erkrankungen ist es wichtig, sich vor der nächsten Grippesaison rechtzeitig durch eine Grippeimpfung zu schützen. Denn sie haben ein besonders hohes Risiko für schwere oder sogar lebensbedrohliche Verläufe einer Grippeerkrankung, vor allem wenn durch die zugrunde liegende Krankheit die Atmung oder das Immunsystem beeinträchtigt sind. Dies gilt unabhängig vom Alter - für junge und ältere Menschen.

EINE GRIPPE IST KEINE ERKÄLTUNG!
Auch wenn die Symptome auf den ersten Blick ähnlich aussehen können und wir umgangssprachlich oft schon bei einem Schnupfen von Grippe" reden: Eine Grippe ist eine viel ernstere Erkrankung als eine Erkältung.
Die Grippe wird durch so genannte Influenzaviren verursacht und dauert in unkomplizierten Fällen 5 bis 7 Tage.

Zu den typischen Symptomen zählen:
»» plötzlicher Krankheitsbeginn mit Fieber (+ 38,5°C)
»» trockener Reizhusten
»» Kopf-, Hals-, Muskel- und Gliederschmerzen
»» Abgeschlagenheit und manchmal Übelkeit/Erbrechen           
Als Komplikation einer Grippeerkrankung können Lungen- oder Herzmuskelentzündungen auftreten.

VERDACHT AUF GRIPPE - WAS TUN?
Bei Verdacht auf einen schweren Verlauf einer Grippeerkrankung oder wenn ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf besteht, z.B. wenn Grunderkrankungen vorliegen, kann eine antivirale Therapie erwogen werden.
Eine Therapie mit antiviralen Arzneimitteln sollte so früh wie möglich, d.h. idealerweise innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome, begonnen werden. Bitte wenden Sie sich im Verdachtsfall sofort an Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt.

WER SOLLTE SICH GEGEN GRIPPE IMPFEN LASSEN? 
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Grippe insbesondere für Personen,
die bei einer Ansteckung mit dem Grippevirus ein erhöhtes Risiko für eine schwere Erkrankung oder Komplikationen haben. 
Hierzu gehören Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Grunderkrankungen wie z.B.:
»chronische Krankheiten der Atmungsorgane (inkl. Asthma und COPD)   
» Herz- oder Kreislaufkrankheiten »» Leber- oder Nierenkrankheiten
»Stoffwechselkrankheiten wie z.B. Diabetes
»chronische neurologische Krankheiten wie z.B. Multiple Sklerose
»angeborene oder erworbene Immundefekte
»HIV-Infektion

Darüber hinaus wird die jährliche Grippeimpfung u.a. für folgende Risikogruppen empfohlen:
» Menschen, die 60 Jahre und älter sind
» Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
» Schwangere  »» Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
» medizinisches Personal 
» Personen, die eine mögliche Infektionsquelle für die von ihnen betreuten Risikopersonen sein können

ALLE FÜR EINEN UND EINER FÜR ALLE: GEMEINSAM GEGEN GRIPPE SCHÜTZEN!

Auch Angehörige bzw. enge Kontaktpersonen von Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten sich impfen lassen,
um diese vor einer Ansteckung mit Grippe zu schützen.

SO LASSEN SIE SICH IMPFEN WANN?

Am besten rechtzeitig vor Beginn der Grippesaison im Oktober oder November, da es zwei Wochen dauert, ehe der Schutz voll aufgebaut ist. Wenn Sie diesen Zeitpunkt verpasst haben, kann aber auch eine spätere Impfung noch sinnvoll sein.

EINMAL JÄHRLICH IMPFEN
Die einmalige Impfung bietet einen ausreichenden Schutz für eine gesamte Grippesaison.
Die Impfung muss jedes Jahr erneut durchgeführt werden, damit Sie in der jeweils aktuellen Grippesaison geschützt sind.

WO?
Die Grippeimpfung wird in der Regel in allgemeinmedizinischen, internistischen, frauenärztlichen und kinderärztlichen Praxen durchgeführt. Aber auch einige Gesundheitsämter oder Arbeitgeber bieten diese Impfung an.

WELCHE KOSTEN?
Die Kosten einer Grippeimpfung werden für Personen, für die eine Impfung durch die STIKO empfohlen wird,
von den Krankenkassen übernommen.

WEITERE INFORMATIONEN:

www.impfen-info.de

www.rki.de/impfen
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2017, 09:37:22 von RalleGA »
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Standardimpfungen

Generell empfohlen sind die Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie, auch ein vollständiger Polioschutz sollte vorhanden sein.
Je nach Reiseregion wird die Impfung gegen Hepatitis A und die Impfung gegen Hepatitis B empfohlen.
   

Name: Diphtherie

Übertragung: Diphtherie-Bakterien werden durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen und können neben der Bildung von Rachenbelägen (Erstickungsgefahr) auch Lähmungen und Herz-, Nieren- und Leberschäden verursachen,
die in 5 bis 10 % der Fälle tödlich enden können.
Impfen? Diphtherie ist eine fast vergessene Krankheit. Zurzeit kehrt sie nach Osteuropa, in die Türkei, selbst nach Deutschland wieder zurück. Ein Großteil der Deutschen über 25 Jahre besitzt keinen oder nur unzureichenden Impfschutz. Eine Auffrischimpfung ist genauso wie bei Tetanus alle 10 Jahre zu empfehlen. Die Auffrischimpfung ist mit nur einem Piks erledigt. Dafür stehen konservierungsmittelfreie und gut verträgliche Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung.

Name: Tetanus (Wundstarrkrampf)

Übertragung: Tetanus-Bakterien sind weltweit verbreitet und gelangen selbst über kleinste Wunden in den Körper.
Dort blockiert das Gift der Bakterien die Nervenenden und ruft Muskelkrämpfe der Gliedmaßen oder der Atemmuskulatur hervor.
Trotz bester intensivmedizinischer Maßnahmen sterben auch heute noch ca. 30 % der Erkrankten.
Impfen? Auch bei Tetanus bietet einzig die Impfung einen wirksamen Schutz gegen die Erkrankung. Aber so ein Schutz setzt die regelmäßigen Auffrischimpfungen alle 10 Jahre voraus - am besten in Kombination mit Diphtherie und Polio (Dreifach-Kombination).
Fragen Sie auch nach konservierungsmittelfreien und gut verträglichen Impfstoffen.

Name: Polio (Kinderlähmung)
Übertragung: Polio-Viren werden durch fäkale Schmier- und Kontaktinfektion von Mensch zu Mensch übertragen.
Doch der Name täuscht, denn nicht nur Kinder sind betroffen.
Bei Erwachsenen verläuft die Infektion noch schwerer.
Durch den Befall des zentralen Nervensystems kann es zu Lähmungen der Arme, Beine, des Zwerchfells und der Atmung kommen.
Impfen? Einen wirksamen Schutz bietet nur die Impfung - am besten zusammen in einem Impfstoff mit Tetanus und Diphtherie.
Diese Dreifach-Kombinationsimpfstoffe sind sehr gut verträglich und ohne Konservierungsmittel.
Die Polio-Impfung sollte alle zehn Jahre aufgefrischt werden, wenn Sie in Länder reisen, in denen die Viren noch vorkommen.
Ob Sie einen kompletten Schutz gegen Polio haben, kann Ihr Haus- oder Kinderarzt im Impfpass überprüfen.

Name: Masern

Übertragung: Auch der Masern-Virus wird durch eine Tröpfcheninfektion übertragen, sogar über größere Entfernungen (sog. fliegende Infektion). Jedes Jahr erkranken in Deutschland noch bis zu 100.000 Menschen mit zum Teil schwerwiegenden Folgeschäden.
Ein Teil der Erkrankten stirbt.
Impfen? Einen Schutz gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen bekommt man schnell und unkompliziert mit einem neuen Kombinationsimpfstoff. Auch Erwachsene sollten die Vollständigkeit des Impfschutzes überprüfen, denn die Gefahr von Komplikationen steigt mit zunehmendem Alter.
Ab dem 12. Monat kann gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen geimpft werden.
Die Impfung kann bei Erwachsenen bis ins hohe Alter nachgeholt bzw. vervollständigt werden.
Bei Schülern und Studenten, die einen Aufenthalt in den USA planen, ist dieser Impfschutz besonders zu empfehlen bzw. vorgeschrieben.


Name: Mumps
Übertragung
: Mumps wird von Mensch zu Mensch durch eine Tröpfcheninfektion übertragen.
Mit einer dicken Backe und ein bisschen Fieber ist es jedoch nicht immer vorbei.
Durch Mumps kann es zu schweren Folgeschäden wie Diabetes oder auch Sterilität kommen.
Entgegen früheren Annahmen kommt es bei Gehirnentzündungen häufig zu bleibenden Folgeschäden wie etwa Taubheit.
Impfen? Siehe Masern.

Name: Röteln
Übertragung:
Auch das Röteln-Virus wird durch eine Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen.
Röteln erscheinen auf den ersten Blick im Vergleich zu Masern und Mumps harmloser.
Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, ist daher nicht besonders groß.
Neben seltenen Komplikationen der Blutgerinnung können Gehirnentzündungen auftreten.
Besonders wichtig ist der Impfschutz jedoch für Mädchen und Frauen.
Erkrankt eine Schwangere an Röteln, so kann das ungeborene Kind schwerste Schädigungen und Missbildungen davontragen und bereits im Mutterleib sterben.
Impfen? Siehe Masern.

Name: Virusgrippe (Influenza)
Übertragung:
Die Virusgrippe wird durch Tröpfcheninfektion, also durch Niesen, Husten oder auch einen Händedruck übertragen.
In Deutschland sterben allein bis zu 15.000 Menschen jährlich an dieser unterschätzten Gefahr.
Impfen? Die Influenza (Virusgrippe) ist weltweit eine der verbreitetsten Infektionskrankheiten.
Jedes Jahr erkranken weltweit Millionen von Menschen aller Altersgruppen.
Besonders gefährdet sind Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranke (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes etc.), immungeschwächte Menschen und Personen, die mit vielen Menschen in Kontakt kommen (Busfahrer, Lehrer, Kindergärtner, medizinisches Personal).
Aufgrund der sich ständig ändernden Viren ist jedes Jahr eine Auffrischung des Impfschutzes erforderlich.
Diese Kosten werden auch von Ihrer Krankenkasse übernommen.
Fragen Sie auch hier nach konservierungsmitteifreien und gut verträglichen Impfstoffen.

Name: Hepatitis B
Übertragung:
Das Virus ist im Blut und anderen Körperflüssigkeiten (z. B. Speichel, Sperma und weibliche Genitalsekrete) von infizierten Menschen enthalten und wird durch diese Flüssigkeiten übertragen.
Bei Sexualkontakten ist das Risiko besonders hoch, aber auch infizierte schwangere Frauen können ihr Kind bei der Geburt anstecken.
Impfen? Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag sollten gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut eine Grundimmunisierung gegen Hepatitis-B-Erkrankungen erhalten.
Im Erwachsenenalter wird die Impfung für bestimmte Personengruppen oder als Reiseimpfung abhängig vom Reiseziel empfohlen.
Um geschützt in den Urlaub zu fahren, sollte mindestens sechs Wochen vor der Abreise mit der Impfung begonnen werden,
da ein Zeitabstand von vier Wochen zwischen den ersten beiden Impfungen eingehalten werden sollte.
Die dritte Impfung erfolgt dann sechs bis zwölf Monate nach der ersten Impfung.
Sollte ein schneller Impfschutz erforderlich sein, erhalten Reisende die dritte Impfung schon zwei Monate nach der ersten Injektion.
Die Impfung ist insbesondere bei engen Kontakten zur einheimischen Bevölkerung sinnvoll.
Verhaltenstipps:
Die Krankheit wird durch Körperkontakt, besonders beim Intimverkehr, übertragen.
Dabei sind aber schon kleinste Mengen Körperflüssigkeit für eine Infektion ausreichend.
In solchen Situationen sollten deshalb immer Vorsichtsmaßnahmen (Kondome) getroffen werden,
um auch andere gefährliche Krankheiten wie AIDS und Hepatitis C zu vermeiden.

Name: Varizellen (Windpocken), Zoster (Gürtelrose)
Übertragung:
Das Varizellen-Zoster-Virus wird von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion (Aerosol, ,,Windpocken") oder durch direkten Kontakt (Bläschen, Windpocken, Zoster) übertragen.
Das Virus kommt weltweit nur beim Menschen vor.
Die meisten Windpocken-Erkrankungen treten bei Kindern zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr auf.
Das Varizellen-Zoster-Virus wird nicht aus dem Körper entfernt und kann nach einer Windpockenerkrankung lebenslang Gürtelrose hervorrufen.
Wichtig ist ein Varizellen-Schutz für Mädchen und Frauen, da Infektionen während und gegen Ende der Schwangerschaft zu Schädigungen des Embryos bzw. des Neugeborenen führen können.
Die Impfung mit einem neuen Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen ist jetzt möglich.
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2017, 11:03:55 von RalleGA »
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Offline RalleGA

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Standard-Reise-Impfungen 

Je nach Reiseregion wird die Impfung gegen Hepatitis A und die Impfung gegen Hepatitis B empfohlen.
Bei Reisen in FSME-Risikogebiete (z. B. Südosteuropa, Baltikum, Alpenländer) ist die Schutzimpfung gegen diese durch Zecken übertragene Viruserkrankung vorzunehmen.
Das Tollwut-Virus ist, bis auf wenige Länder Europas, bei Wildtieren weit verbreitet.
Hier ist bei Reisen in Länder mit Infektionsrisiko, wie z.B. der Türkei, die Impfung angeraten.
In den Wintermonaten kann die Virusgrippe Nord- und Mitteleuropa beherrschen.
Eine Influenzaimpfung Anfang Herbst gibt Schutz.

AFRIKA

Wer nach Afrika reist, sollte rechtzeitig vorher über einen umfassenden Impfschutz verfügen.
Neben den klassischen Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie werden generell auch die Polio- und die Hepatitis-A-Impfung empfohlen. So gehören Ägypten und Nigeria zu den wenigen Ländern weltweit, in denen noch ein erhöhtes Infektionsrisiko für Poliomyelitis besteht. Durchfallerkrankungen kommen gehäuft auf dem Kontinent vor. Hygiene zu beachten ist oberstes Gebot und gegen Typhus sollte man sich v. a. bei Reisen unter einfachen Bedingungen schützen. Auch hier kann unter bestimmten Bedingungen die Hepatitis-B-Impfung sehr sinnvoll sein. An die lebensnotwendige vorbeugende Tollwutimpfung sollte immer gedacht werden. Fast überall in Zentralafrika ist die Gefahr für eine Gelbfieberinfektion hoch. Unabhängig von den jeweiligen Landesvorschriften wird eine vorbeugende Impfung empfohlen.  In Afrika generell empfiehlt sich eine Impfung gegen die bakterielle Meningokokken-Meningitis, wobei Zentralafrika von dem so genannten Meningitisgürtel durchzogen wird (Typ A, W135; Impfstoffe sind in Deutschland erhältlich). Das Risiko für diese Erkrankung ist in der Trockenzeit von Dezember bis Mai besonders hoch. Auch der Kontinent Afrika ist von der Virusgrippe betroffen, im nördlichen Bereich von November bis April, auf der südlichen Hemisphäre von Mai bis Oktober. Zentralafrika sticht auch beim Malariarisiko hervor. Hier ist die medikamentöse Prophylaxe angeraten. In Nord- und Südafrika sind die Risiken unterschiedlich.   

Nord-, Zentral- und Süd AMERKA
zeigen hinsichtlich des Gesundheitsrisikos für Reisende ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. 
Neben den klassischen Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie sollte auch der Hepatitis-A-Schutz sowie bei gegebener Indikation der Hepatitis-B-Schutz beachtet werden. Typhus ist in Zentral- und Südamerika weit verbreitet. Bitte an die Impfung denken. Wer aus beruflichen oder anderen Gründen einem erhöhten Tollwutinfektionsrisiko ausgesetzt ist, sollte sich auf jeden Fall impfen lassen. Die Tollwut wird in Amerika nicht nur durch Wildtiere, streunende Hunde und Katzen, sondern auch durch Fledermäuse übertragen. Eine bakterielle Meningitis kommt in ganz Amerika vor, wird aber durch unterschiedliche Subtypen des Bakteriums hervorgerufen (B: C; Y). Impfstoffe gegen Typ C und Y sind in Deutschland erhältlich. Eine Gelbfieberimpfung sollte auf jeden Fall vor einer Reise ins tropische Südamerika durchgeführt werden. In Nordamerika haben wir - wie in Europa - eine Influenzaaktivität in den Wintermonaten, in Südamerika, d. h. in der südlichen Hemisphäre, in den Sommermonaten. Das Malariarisiko ist in Zentral- und Südamerika unterschiedlich hoch, so dass Sie nur mit einer medikamentösen Prophylaxe verreisen oder zumindest Medikamente zur Notfalltherapie mitnehmen sollten.

ASIEN     

Bei Reisen nach Asien sollte je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen ein umfassender Impfschutz beachtet werden. Neben den klassischen Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio wird generell auch die Hepatitis-A-Impfung empfohlen. Auch vor der bakteriell ausgelösten Durchfallerkrankung Typhus sollte man sich durch eine Schluckimpfung schützen. Ein Hepatitis-B-Schutz kann sehr wichtig sein. Asien ist der Kontinent mit den meisten Tollwuterkrankungen (ca. 40.000 Todesfälle jährlich). Dort sind Hunde die Hauptüberträger dieser stets tödlich verlaufenden Erkrankung. Ein vorbeugender Impfschutz ist daher dringend angeraten. In bestimmten ländlichen Regionen Asiens kann in der Zeit von April bis Oktober die Japanische Encephalitis durch Mücken übertragen werden. Ein Impfstoff muss aus dem Ausland importiert werden. In Südwestasien wird eine Impfung gegen Meningokokken mit einem tetravalenten Impfstoff empfohlen. Gegen die durch einen Zeckenstich übertragene Frühsommer-Meningoencephalitis sollte man sich durch eine Impfung bei Reisen nach Russland, Nordost-China und Nord-Japan schützen. Ostasien gilt als die Wiege der Influenza. Auf Grund der besonderen Vogelgrippe-Situation in den letzten Jahren ist eine Influenza-Impfung für Reisende im gesamten asiatischen Raum empfohlen. In vielen Regionen Asiens kommt die Malaria ganzjährig vor, wobei das Infektionsrisiko unterschiedlich hoch ist. Entweder ist eine medikamentöse Prophylaxe oder auch nur eine Notfalltherapie nötig. Dabei sollte auch ein konsequenter Mückenschutz beachtet werden. 

AUSTRALIEN;  NEUSEELAND bergen keine großen Gefahren für Infektionskrankheiten.
Neben den klassischen Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie ist für eine Reise nach Australien eine Impfung gegen Meningokokken C zu erwägen.
In Neuseeland sind Meningokokken des Typs B verbreitet, gegen den es bisher noch keinen Impfstoff gibt.
Wie überall in der südlichen Hemisphäre sollte man sich in den Sommermonaten gegen die Virusgrippe wappnen. 
« Letzte Änderung: 11. Dezember 2017, 09:50:48 von RalleGA »
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