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Autor Thema: Glutenfreie Ernährung  (Gelesen 8198 mal)

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Offline busymouse

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Glutenfreie Ernährung
« am: 01. Oktober 2007, 13:09:12 »
Glutenintoleranz und Hauterkrankungen

... Bei anderen autoimmunen Hauterkrankungen (wie z. B. IgA-lineare Dermatose, bullöses Pemphigoid, Alopecia areata, Lupus erythematodes und Sklerodermie) ist der Zusammenhang zur Glutenintoleranz bzw. Zöliakie weniger deutlich bzw. nicht eindeutig nachgewiesen. Teilweise handelt es sich um zufällig assoziierte Fälle, die zwar in Fallberichten vorgestellt wurden, aber nicht auf größere Kollektive übertragbar sind, wie z. B. bei Vitiligo. Bei anderen Erkrankungen ist die Inzidenz der glutensensitiven Enteropathie höher als in der gesunden Bevölkerung (z. B. Alopecia areata). In Einzelfällen konnte die Erkrankung durch eine glutenfreie Ernährung verbessert werden (z. B. IgA-lineare Dermatose). Hinweise auf einen Zusammenhang zur Zöliakie ergaben sich auch durch den Nachweis von Antigliadin-Antikörpern im Serum von z. B. Patienten mit bullösem Pemphigoid. ...

Den Link zur Quelle aus 2007 "hermal.de/hs/pages/aktuelles/hautstadtzeitung/medizin_liste.php?we_objectID=6697" gibt es leider nicht mehr.

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Änderung:
28.07.2011 - Verlinkung entfernt, da Seite nicht mehr vorhanden.
« Letzte Änderung: 28. Juli 2011, 20:38:50 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline busymouse

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Gluten reduzierte Ernährung bei linearer IgA-Dermatose
« Antwort #1 am: 08. Oktober 2008, 14:27:54 »
Gluten reduzierte Ernährung bei linearer IgA-Dermatose

Dermatitis herpetiformis geht in mehr als 85 Prozent aller Fälle mit einer gluten-sensitiven Enteropathie einher. Hier lassen sich mit einer Gluten reduzierten Ernährung gute therapeutische Erfolge erzielen. Lineare IgA-bullöse Dermatitis geht sehr viel seltener mit Veränderungen des Dünndarms einher und auch Reaktionen des Hautbildes auf eine Gluten-reduzierte Ernährung wurden bislang nicht beschrieben.

Egan et al beschrieben 2001 einen Patienten, der neben der linearen IgA-Dermatose auch Veränderungen des Jejunums (Teil des Dünndarms) aufwies. Hier konnte eine Reaktion auf eine Gluten reduzierte Ernährung eindeutig nachgewiesen werden. Egan et al kamen zu dem Schluss, dass das Hautbild bei vorliegender linearer IgA-Dermatose zumindest bei einer gleichzeitig vorliegenden Enteropathie durch eine Gluten reduzierte Ernährung verbessert werden kann.

Quelle: Cat.inist - Centre national de la recherche scientifique
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Offline RalleGA

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Re: Glutenfreie Ernährung
« Antwort #2 am: 28. Juli 2011, 19:59:06 »
Zöliakie:

Glutenfreie Lebensmittel finden


Glutenfreie Nahrungsmittel sind für Zöliakie-Patienten lebenswichtig.
Immer mehr Menschen leiden unter dieser Unverträglichkeit gegen ein bestimmtes Eiweiß.
Der alltägliche Einkauf kann so schnell anstrengend und ziemlich teuer werden.

Wer beim Bäcker einkauft, der glutenfreie Ware anbietet, sollten darauf achten,
dass die Ware getrennt vom konventionellen Backwerk hergestellt und aufbewahrt wird.
Nicht nur der Bäcker, auch das Verkaufspersonal muss entsprechend gut geschult sein.
Schon der kleinste Hauch Weizenmehlstaub kann bei Betroffenen zu Problemen führen.
Es finden sich in Deutschland nur wenige Spezialbäckereien, die ausschließlich Backwaren ohne Gluten verkaufen.
Und das obwohl immer mehr glutenfreie Lebensmittel nachgefragt werden.
Heute ist Zöliakie bekannter als früher.
Bei Diätbroten müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen als bei herkömmlichen Brotwaren:
Diätbrote können zwischen fünf und sechs Euro kosten.
Normale Weizenbrote kosten zwischen 1,50 Euro und 3 Euro.

An Zöliakie leidet nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nur einer von 200 Menschen.
Die Dunkelziffer ist allerdings hoch.
Zudem hat sich die Diagnostik verbessert.

Was passiert eigentlich, wenn ein Zöliakie-Patient Gluten zu sich nimmt?

Zöliakie ist eine dauerhafte Unverträglichkeit von Gluten, einem Eiweiß,
das auch in Weizen, Roggen, Hafer und Gerste enthalten ist.
Das Klebereiweiß Gluten löst bei den Betroffenen schwere Entzündungen der Dünndarmschleimhaut aus.
Selbst wer beschwerdefrei ist, gefährdet sich mit jeder kleinsten Menge erneut.

Tipp: Auf den Einkauf in Geschäften zu verzichten, wo die Trennung bei Herstellung und Verkauf nicht klar ist.
Glutenfreie Mehlarten werden zum Beispiel aus Hirse, Reis, Mais, Buchweizen, Amaranth und Quinoa gewonnen.  

siehe auch unter:
www.dzg-online.de/bezugsquellen-glutenfreier-produkte.34.0.html
« Letzte Änderung: 28. Juli 2011, 20:01:26 von RalleGA »
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Offline RalleGA

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Re: Glutenfreie Ernährung
« Antwort #3 am: 30. Juli 2011, 10:42:53 »
Zöliakie:

Glutenfreie Lebensmittel finden    

selbst Backen
sei allerdings nicht unbedingt die bessere Alternative:
Das muss man üben.
Man kann nicht einfach das Weizenmehl austauschen.
Denn Gluten habe gute Backeigenschaften, die sich nicht ohne weiteres ersetzen lassen.
Nötig sei ein anderes Bindemittel wie Johannisbrotkern- oder Guarkernmehl, Pektin oder Agar-Agar,
damit Wasser im Teig gehalten wird und dieser aufgehen kann.

Glutenfreie Teige sind Stemmer zufolge weicher und müssen vor dem Backen länger ruhen,
weil sie mehr Feuchtigkeit enthalten.
Doch auch im fertigen Zustand sei einiges zu beachten:
Glutenfreie Backwaren trocknen schneller aus, halten die Feuchtigkeit nicht so gut und bröseln leichter.
Empfehlung: frisches Brot in Scheiben einzufrieren und jeweils nur nach Tagesbedarf aufzutauen.
Um ihm etwas mehr Geschmack durch die Röstaromen zu verleihen, sollte es vor dem Verzehr getoastet werden.

Aufpassen müssen Zöliakie -Patienten auch bei sonstigen Backzutaten:
Der Pudding in einem Puddingteilchen oder die Glasur eines Kuchens kann glutenhaltige Aroma- oder Farbstoffe enthalten.
Garantiert glutenfreie Lebensmittel erkennen Betroffene an einem runden Siegel einer durchgestrichenen Ähre in der Mitte.
Damit sind auch abgepackte Backwaren gekennzeichnet, die z.B.l in Reformhäusern oder Naturkostläden erhältlich sind.

Experten beobachten seit einiger Zeit einen generellen Trend zum Diätbrot.
Dies ist ein Trend, den man gerade in den USA beobachten kann.
Dort würden viele auf glutenfreies Essen umstellen.
Diese Entwicklung habe aber nichts mit Öko- oder Biotrends zu tun.           
Eine glutenfreie Diät nur als Modediät macht einen auch nicht schöner, fitter oder schlanker.   
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline RalleGA

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Re: Glutenfreie Ernährung
« Antwort #4 am: 01. August 2011, 10:32:16 »
Zöliakie:

Glutenfreie Lebensmittel finden   
                                                                         
Gluten in Backwaren:

Für Menschen, die Gluten nicht vertragen, sind Diätlebensmittel lebenswichtig.

Ein Überblick, was genau Glutenunverträglichkeit bedeutet und welche Nahrungsmittel außer Backwaren sie noch enthalten:

Gluten:
Zöliakie ist eine genetisch bedingte Krankheit, die man von Geburt an hat.
Es ist eine oft lebenslange Unverträglichkeit gegenüber Gluten, einem Eiweiß, das in Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel und Grünkern enthalten ist.
Laut der Gesellschaft für Zöliakie ist es aber ganz unterschiedlich, wann sie in Erscheinung tritt - bei einigen Menschen im Kindesalter, bei anderen vielleicht erst im 40. oder 50. Lebensjahr.
Unangenehm ist die Krankheit, weil sie Bauchkrämpfe, Durchfall und Verdauungsbeschwerden hervorrufen kann.
Gluten ist neben Gebäck in vielen anderen Lebensmitteln enthalten, wie etwa in Wurst, Milchprodukten und Käse, Bier, Müsli, Puddingpulver und Teigwaren.

Mehr Bezugsquellen glutenfreier Produkte -                                                                       
www.dzg-online.de/bezugsquellen-glutenfreier-produkte.34.0.html   
                            

Fundquelle:  „VOLKSSTIMME“ – April 2011                                                   
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Offline RalleGA

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Re: Glutenfreie Ernährung
« Antwort #5 am: 23. Februar 2015, 08:52:03 »
Glutenfrei

Asiatische Nudel besteht fast nur aus Wasser


Wer abnehmen will oder kein Gluten verträgt, macht in der Regel einen Bogen um Nudeln.
Doch derzeit erobert eine asiatische Pasta die Supermarktregale, die keine Kohlenhydrate und fast keine Kalorien enthalten.

Die unter dem Namen "Shirataki" oder "Kajnok" verkaufte Nudel besteht aus dem Mehl der Konjak-Wurzel, das die 50-fache Wassermenge seiner Eigenmasse binden kann. 
Konjakmehl zähle zur Gruppe der Glucomannan.
Es sei zu vergleichen mit der Stärke aus Kartoffeln, Reis oder Nudeln mit dem Unterschied,
dass hier die Zucker Glucose und Mannose verkettet seien.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit habe es als wissenschaftlich gerechtfertigt beurteilt,
dass der Verzehr der Nudel das Körpergewicht vermindern helfe, wenn mindestens drei Gramm täglich in drei Portionen von jeweils mindestens einem Gramm mit jeweils ein bis zwei Glas Wasser vor einer Mahlzeit eingenommen werde.

Allerdings wird davon gewarnt, zum Abnehmen nur normale Nudeln durch die Konjak-Produkte zu ersetzen.
Denn es komme entscheidend auf die Gesamtbilanz an.
Er empfiehlt, nur drei Mal am Tag zu essen und dabei auf ballaststoffreiche Kost zu achten.
Das muss zusätzlich mit mehr Bewegung in Verbindung gebracht werden.
Satt machen die "Kajnok"-Nudeln tatsächlich.
Und sie schmecken auch, wenn man die an sich geschmacklose Pasta mit Gemüse kurz anbrät und dann Sojasauce hinzufügt.
Mit ca. 3,00 € pro 200 Gramm sind sie teurer als Shirataki-Nudeln aus dem Asia-Laden,
die jedoch fischig riechen und glibbriger sind. 

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME“  November 2014
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