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Autor Thema: Gesetzesänderung(en) in ÖSTERREICH: u.a. Pensionsansprüche für Pflege  (Gelesen 4673 mal)

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Gesetzesänderung in ÖSTERREICH:

Wer ein behindertes Kind gepflegt hat, kann rückwirkend und kostenlos Pensionsansprüche erwerben


Wer nicht arbeiten gehen konnte, weil er/sie ein behindertes Kind zu pflegen hatte, kann sich jetzt kostenlos und bis zu zehn Jahre rückwirkend selbst versichern und auf diese Art einen Pensionsanspruch erwerben.
Die Pflege eines behinderten Kindes macht in vielen Fällen selbst einen Teilzeitjob unmöglich.
Deshalb ist es erfreulich, dass es die Möglichkeit der "Selbstversicherung bei Pflege eines behinderten Kindes" gibt.
Grundsätzlich kann die Selbstversicherung bis maximal 12 Monate vor dem Pensionsantrag abgeschlossen werden.
Sie ist jetzt bis zu 10 Jahre rückwirkend möglich, kann jeweils nur von einer Person in Anspruch genommen werden (Elternteil, Großelternteil, Stiefelternteil oder Pflegeelternteil) und endet mit dem vollendeten 40. Lebensjahr des behinderten Kindes.
Die maximal 10 Jahre dieser Selbstversicherung können, wenn die Pflege des behinderten Kindes bereits länger zurückliegt, sogar bis zurück zum Jahr 1988 geltend gemacht werden.
Die Antragstellerin/der Antragsteller muss mit dem behinderten Kind, für das die erhöhte Familienbeihilfe
gewährt wird, in einem gemeinsamen Haushalt wohnen.
Voraussetzung ist ein Wohnsitz im Inland. Es darf keine Pflicht- oder Weiterversicherung in der
Pensionsversicherung bestehen, und es darf kein Pensionsanspruch bestehen.
Die Beiträge (22,8% der Beitragsgrundlage von 1.081,80 €) werden aus dem Ausgleichfonds für Familienbeihilfe vom Bund bezahlt.

Wehmutstropfen:
Das ergibt maximal eine Pension von rund 740 € netto.
Und dieser Betrag liegt unter dem Ausgleichzulagenrichtsatz und unter der Armutsschwelle.
Daher wäre es wünschenswert, wenigstens die Beitragsgrundlage für Kindererziehungszeiten (1.614,32 €) heranzuziehen.
Das würde nach 40 Jahren Pflege eine Pension von knapp 1.170 € ergeben.
hier gehts zum entsprechendem Antragsformular   

Fundquelle: Auszug-  www.bizeps.or.at vom 28.02.2013
« Letzte Änderung: 05. Januar 2014, 11:02:21 von RalleGA »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Re: Gesetzesänderung in ÖSTERREICH: Pensionsansprüche für Pflege
« Antwort #1 am: 18. August 2013, 09:17:28 »
Persönliches Budget: Aufbruch zu anderen Landschaften

Ein Gespenst geht um in Österreich.
Das Gespenst des Persönlichen Budgets.


Text: BALANCE-Leben ohne Barrieren vom: 16. August 2013

Fundquelle: Auszug-  www.bizeps.or.at vom 16.08.2013
« Letzte Änderung: 18. August 2013, 09:21:16 von RalleGA »
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Was ist in ÖSTERREICH neu seit 1. Jänner 2014?

siehe unter: Bizeps.or.at - 2. Jänner 2014
« Letzte Änderung: 05. Januar 2014, 11:07:10 von RalleGA »
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Das neue Bundesverwaltungsgericht und seine Aufgaben

Seit dem 1. Jänner 2014 hat das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) seine Pforten geöffnet.
Eine grundlegende Systemänderung in der österreichischen Verwaltung ergibt sich dadurch.

Fundquelle: Bizeps.or.at 12.Jänner 2014
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Mindestsicherung ist für Menschen mit Behinderungen zu niedrig

Verfassungsgerichtshof gab der Arbeitskammer Oberösterreich Recht


Fundquelle: Bizeps. Austria 01.02.2015
« Letzte Änderung: 16. Februar 2015, 10:23:33 von RalleGA »
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« Letzte Änderung: 03. Januar 2016, 09:30:09 von RalleGA »
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« Letzte Änderung: 10. März 2016, 09:12:55 von RalleGA »
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Persönliche Assistenz für Menschen mit Lernschwierigkeiten
                                                              in Österreich



https://www.youtube.com/watch?v=Y-lNpg7J4ZA
« Letzte Änderung: 14. Juli 2016, 10:17:37 von RalleGA »
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Kündigung eines Heimvertrags

Ein Heimvertrag (hier: Unterbringung einer behinderten Person)
kann vom Heimträger nur aus besonders schwerwiegenden Gründen gekündigt werden,
soll doch Schutz und Versorgung des betroffenen Heimbewohners Vorrang haben.

Oberster Gerichtshof
Schmerlingplatz 11
A-1011 Wien

Link zum Urteil:
(OGH 6. 7. 2016 7 Ob 102/16z)
« Letzte Änderung: 22. November 2016, 09:39:58 von RalleGA »
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Mit 1. Jänner 2018 traten einige Neuerungen in Kraft -
wir bringen hier ausgewählte.


Neuerungen ab 1. Jänner 2018

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Neuregelungen treten mit 1. Februar 2018

Wiener Mindestsicherung


Pflegegeld wird nicht mehr angerechnet  Behinderten Menschen wurde das Pflegegeld auch bisher nicht angerechnet.
Wenn allerdings pflegende Angehörige Mindestsicherung beantragten, wurde diesen das Pflegegeld plötzlich als Einkommen gewertet. Mit dem neuen Wiener Mindestsicherungsgesetz wurde die Anrechnung des Pflegegeldes als Einkommen des pflegenden Angehörigen eingestellt.
bizeps.or.at - 02-2018

Obwohl umfangreiche Änderungen enthalten sind, bleibt für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung (fast) alles beim alten.       
bizeps.or.at - 02-2018
« Letzte Änderung: 06. Februar 2018, 09:33:46 von RalleGA »
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