Guten Morgen Birgit,
dann können wir uns zusammentun, ich werde wohl 400 € erhalten

. Bin bei der Petition dabei! Gibt ja einige Parteien, die dieses Modell favorisieren, aber ich denke, die werden das nie durchsetzen können. Da gibt es dann zu viele Gegner und Lobbyisten. Es wird immer auch die Umfrageergebnisse und die nächste Wahl geschaut, aber nicht mal so 20 oder 30 Jahre vorraus.
Wenn ich derzeit das Geschrei um den demographischen Wandel höre, kann ich echt nur lachen. Bereits in meiner Ausbildung Anfang der 80er Jahre hatten wir das Thema. Studien zum Thema sozialer Hintergrund und Bildungschancen der Kinder in Deutschland gibt es bereits seit den 60er Jahren.
Ändern tut sich nichts. Da werden diese Studien angeschaut und finanziert (!), es entsteht ein großes -auch mediales- Geschrei und dann verebbt alles im Sande. Es scheint sich für niemanden zu lohnen, dass er sich Gedanken macht, wie man diese Probleme an der Wurzel anfasst und wenn jemand Ideen hat, hat er starke Gegner.
Wie bist du dann mit der Situation als Klassenelternbeirat umgegangen? Konntest du was ausrichten?
"Habe" Kinder, die aufgrund ihrer Lebensgeschichte (Pflegekinder und der Pflegevater erkrankte psychisch schwer) in keine Schublade passen. Bis mein Sohn dann eine Schule und Lehrer fand, die ihn so annahmen, wie er ist und ihm eine Chance gaben, war er 4 Monate in Psychiatrie (er wurde von der Klasse und der Klassenlehrerin gemobbt, wollte dem dann später aber nicht nachgehen). Meiner Tochter wurde von den Lehrer der OS (die gab es in dem Jahr nur ein Jahr, da sie gerade abgeschafft wurde und dann hatte sie aus Gründen der Schulorganisation da drei Klassenlehrer) bescheinigt, dass sie auf die Hauptschule gehen solle (zusätzlich war da gerade ihr Bruder in der Psych). Auf Empfehlung der Grundschulehrerin (Was haben die da mit XXX gemacht, sagte sie) kam sie auf die Real. Wir haben immer, bis zum Schulende zu hören bekommen: sie hat ja nur eine Hauptschulempfehlung, da kann man nicht mehr erwarten. Als der Direktor ihr das qualifizierte Abschlusszeugnis gab, auch noch! Ich musste meinen Mann festhalten. Mittlerweile hat sie ein gutes Fachabi!
Zwei Geschichten von zwei unterschiedlichen Kindern auf zwei Schulen und ich traf nur wenige kompetente und engagierte Lehrer. Denen bin ich aber auch wirklich dankbar und nenne sie hier im Dorf auch beim Namen!!!
Ich erwarte von Lehrern, dass sie unterrichten, die Kinder im Lernen begleiten und motivieren!!! Dazu gehört eben auch, dass Kinder gefördert werden und Gespräche mit den Eltern, wie sie ihre Kinder fördern können oder auch welche Hilfe die Kinder "von außen" bekommen sollten, wenn es daheim nicht geht.(Elternabend zum Thema schlechte Matheleistungen der Kids. Auftrag: übt mehr mit euren Kindern. Frage: haben sie Material mit dem ich daheim üben kann? Habe ich gerade nicht dabei, ich melde mich. Hm, warte noch heute!)
Hauptschullehrerin: ADHS, habe ich noch nie von gehört (war etwa 2002). Oh, diese Geschichten kommen alle wieder hoch!!!!
Eine Mindestrente, die jeder bekommt, würde aus dem ganzen System Druck nehmen, Bürokratie abbauen und somit ja auch die Haushalte der öffentlichen Hand entlasten!!! Wer später mehr Geld haben will, kann ja vorsorgen. Aber von den Mini-,Teilzeit- und befristeten Jobs kann ja niemand eine sinnvolle Vorsorge aufbauen. Mittlerweile bekommen bereits Millionen Arbeitnehmer zusätzliche staatliche Hilfen, weil der eigene Lohn nicht ausreicht. Da werden dann mit unseren Steuergeldern und auf Pump die Gewinne von Arbeitgebern maximiert. Die beim Mindestlohn sagen, dass sie dann Arbeitsplätze abbauen müssen. Entwickele mich allmählich zur Kommunistin *grins.
Ich wünsche dir einen schönen Tag. Liebe Grüße von Sophia

(Habe ihn nun auch gefunden

)
ps. den Artikel fand ich eben:
http://www.n-tv.de/politik/Butterwegge-zieht-vernichtende-Bilanz-article5559506.html