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Autor Thema: Impfen - wann und wogegen u.a. Tipps bei chronischen Bronchitis, Auslandsreisen  (Gelesen 32598 mal)

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Offline RalleGA

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Ohne Schutz treffen Kinderkrankheiten Erwachsene

Frage 4:
Ich habe meinen Impfpass verloren und weiß nicht, gegen welche Kinderkrankheiten ich in der Kindheit geimpft wurde.
Soll ich mich trotzdem impfen lassen?

Antwort 4:
Ja, die Impfempfehlungen für die Masern- und Rötelnimpfung gelten auch für Personen mit unklarem Impfstatus.
Selbst wenn Sie in der Kindheit bereits ausreichend geimpft worden sein sollten,
geht von einer neuerlichen Impfung keine erhöhte gesundheitliche Gefährdung aus.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 16.02.2011                   
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

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Frage 5:
Welche Impfungen sind für Frauen mit Kinderwunsch sonst noch wichtig?

Antwort 5:
Neben einem ausreichenden Impfschutz gegen Masern, Röteln und Keuchhusten sollten Frauen mit Kinderwunsch
auch gegen Windpocken geimpft werden, sofern sie die Krankheit noch nicht durchgemacht haben.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 16.02.2011
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Ohne Schutz treffen Kinderkrankheiten Erwachsene

Frage 6:
Kann ich mich während der Schwangerschaft impfen lassen?

Antwort 6:
Lebendimpfstoffe wie die Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken
dürfen Schwangere nicht erhalten.
Es sollten sogar mindestens drei Monate zwischen einer Impfung und der Empfängnis liegen.
Impfungen mit Totimpfstoffen wie der Grippeschutzimpfung sind dagegen auch in der Schwangerschaft möglich.
Die Grippe-Impfung ist sogar für Schwangere ausdrücklich empfohlen.

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Ohne Schutz treffen Kinderkrankheiten Erwachsene

Frage 7:
Ich bin schwanger und habe alle empfohlenen Impfungen.
Sollten mein Mann und die werdenden Großeltern sich auch gegen Keuchhusten impfen lassen?

Antwort 7:
Unbedingt!
Steht die Geburt eines Kindes bevor, sollten alle engen Kontaktpersonen des Haushalts einen Impfschutz gegen Keuchhusten haben.
Neben dem Vater und den werdenden Großeltern also auch Geschwister, Babysitter oder häufige Besucher.
So ist das Neugeborene mit einem Schutzwall von geimpften Personen umgeben und gut vor einer gefährlichen Keuchhusten-Infektion geschützt.

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Frage 8:
Welche Impfungen müssen sonst noch regelmäßig aufgefrischt werden?

Antwort 8:
Alle zehn Jahre sollten Erwachsene ihren Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten
auffrischen lassen.
Steht eine Reise in Gebiete bevor, in denen die Kinderlähmung noch vorkommt,
sollte die Impfung zusätzlich den Polioschutz enthalten.

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Ohne Schutz treffen Kinderkrankheiten Erwachsene

Frage 9:
Sollte meine 12-jährige Tochter bereits jetzt die HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs erhalten oder
können wir damit noch ein paar Jahre warten?

Antwort 9:
Je eher Ihre Tochter geimpft wird, desto besser.
Zum einen ist die Immunität bei früh Geimpften höher als bei Mädchen,
die zu einem späteren Zeitpunkt die Impfung erhalten.
Zum anderen macht eine Impfung vor dem ersten sexuellen Kontakt am meisten Sinn.

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Frage 10:
Zahlt die Krankenkasse die Impfungen? 

Antwort 10:

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für alle Impfungen, die von der  STIKO empfohlen werden und vom Gemeinsamen Bundesausschuss in die Schutzimpfungs-Richtlinie aufgenommen sind.
Wenn Sie nur zum Impfen in die Arztpraxis gehen, entfällt auch die Praxisgebühr von 10 €.

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Frage 11:
Für wen ist eine Grippeimpfung sinnvoll?

Antwort 11:
Die Grippe-Impfung wird von der STIKO allen chronisch Kranken und Menschen ab 60 Jahren sowie Schwangeren ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft empfohlen - liegt ein Grundleiden vor bereits ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel.               
Denn Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe.
Aber auch alle anderen Menschen können von einer Grippe-Impfung profitieren - auch wenn sie sie möglicherweise selbst bezahlen müssen.

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Frage 12:
Ich bin 80 Jahre alt und habe von meiner Zwillingsschwester erfahren,
dass ältere Menschen in Amerika gegen Gürtelrose geimpft werden.
Sollte ich mich auch impfen lassen?

Antwort 12:

Die Impfung gegen Gürtelrose ist bei uns zwar nicht offiziell empfohlen, aber dennoch sinnvoll.
Eine Gürtelrose wird durch Windpocken-Viren hervorgerufen.
Bei älteren Menschen kann die Immunität gegen diese Krankheit schwächer werden -
auch wenn sie als Kind eine Windpocken-Erkrankung durchgemacht haben.

Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 16.02.2011

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Frage 13:

Ich betreue privat in meiner Wohnung Kinder als Tagesmutter.
Welche Impfungen sollte ich haben?

Antwort 13:

Wenn Sie kleine Kinder betreuen, gelten für Sie die gleichen Impfempfehlungen wie für Personen,
die offiziell in Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder arbeiten.
Sie sollten also auf einen aktuellen und kompletten Impfschutz achten.
Die kompletten STIKO- Empfehlungen sowie weitere Informationen zum Thema Impfen
finden Sie auf der Webseite des Robert Koch-Instituts
unter www.rki.de , unter dem Menüpunkt "Infektionsschutz"
und hier unter "Impfen". www.impfen-info.de


Fundquelle: Auszug – „GENERAL-ANZEIGER“ – Altmark 16.02.2011                           
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Frage 14:

Winterzeit ist Windpockenzeit, warum?

Antwort 14:
Im Winter hat man engeren Kontakt zu Menschen (in der Kälte rückt man enger zusammen…) 
Einer Studie zufolge sind Kinder erst nach der zweiten Impfung zu 100% gegen Windpocken geschützt.
Besonders gefährdet sind Schwangere.
Etwa 5% aller Schwangeren sind nicht geschützt.
In diesen Fällen kommt es deutlich häufiger zu gefährlichen Komplikationen bei der Mutter
und beim ungeborenen Kind.
Je nach Zeitpunkt der Infektion können schwere Missbildungen auftreten,
die in 25-30% aller Fälle zum Tod des Kindes führen.

Tipp:
Nicht nur Frauen mit Kinderwunsch ab zur Impfung.
Sie schützt allen Geimpften ein Leben lang nicht nur vor Windpocken, sondern auch vor Gürtelrose.
Die äußerst schmerzhafte Gürtelrose, ein streifenförmiger Hautausschlag, meist auf einer Körperseite,
wird ebenfalls durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst.
Nach einer Windpocken-Infektion verbleibt der Virus als „Schläfer“ im Körper
und kann viele Jahre später reaktiviert werden, wenn das Immunsystem geschwächt ist.
Bis zum 80 Lebensjahr erkranken 50% der Bevölkerung an einer Gürtelrose…...

Fundquelle: Auszug – „VOLKSSTIMME- Januar 2011  
______                                           

busymouse ergänzt am 17. Mai 2012:

Die Meinungen gehen da durchaus auseinander. So gibt es beispielsweise Hinweise, dass der Impfschutz nur unter bestimmten Voraussetzungen so lange anhält. In den USA (da wurde es eher eingeführt) gab es wohl schon massive Windpockenausbrüche unter älteren geimpften Kindern (z.B. hier berichtet: Tugwell BD, Lee LE, Gillette H, Lorber EM, Hedberg K, Cieslak PR. Pediatrics. Chickenpox outbreak in a highly vaccinated school population. 2004 Mar;113(3 Pt 1):455-9). Und auch die Immunisierung gegen Gürtelrose könnte eine Mähr sein. So wird u. a. berichtet, dass es ganz im Gegenteil umso mehr Herpes-Zoster-Fälle gibt, je wirksamer die Windpocken-Impfung war (z.B. hier: Yih WK, Brooks DR, Lett SM, Jumaan AO, Zhang Z, Clements KM, Seward JF The incidence of varicella and herpes zoster in Massachusetts as measured by the Behavioral Risk Factor Surveillance System (BRFSS) during a period of increasing varicella vaccine coverage, 1998-2003.BMC Public Health. 2005 Jun 16;5(1):68).

Ich möchte hier niemandem gegen oder zur Impfung raten. Nur so viel: Beschäftigt euch im Vorfeld mit dem Thema. Glaubt nicht blind alles, was in der Tages- oder Boulevard-Presse behauptet wird. Stellt auch ruhig Aussagen in Portalen und von Medizinern in Frage (auch die hier oben!). Wer sich gut informiert, lebt deutlich länger. Beipflichten kann man später schließlich immer noch. ;-)
« Letzte Änderung: 17. Mai 2012, 21:02:39 von busymouse »
Wenn ich morgens aufwache und habe keine Schmerzen mehr - dann bin ich tot.

Offline busymouse

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Immer noch gut, weil nichts besser ist als Aufklärung und weil Eltern ihre Entscheidungen guten Gewissens für ihre Kinder treffen sollten:

"Berliner Erklärung zur HPV-Impfung"

Berlin (April 2009) -  Berliner Gesundheitsorganisationen bewerten Nutzen und Risiken der "Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs"

Zehn Organisationen und Institutionen des Gesundheitswesens haben am Mittwoch eine gemeinsame "Berliner Erklärung zur HPV-Impfung" veröffentlicht. Damit soll auf Grundlage von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Versachlichung der teilweise hitzig geführten Diskussion um die "Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs" (Zervixkarzinom) erreicht werden. Mit der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) an Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren, sich gegen Humane Papillom-Viren (HPV) impfen zu lassen, hat eine regelrechte Impfwelle eingesetzt. Gleichzeitig gibt es immer wieder kritische Stimmen, die vor übertriebenen Hoffnungen warnen. Dies verunsichert junge Frauen und deren Eltern zunehmend.

Die wichtigsten Punkte der "Berliner Erklärung":

Bislang gibt es noch keine Studien, die eine Wirksamkeit der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs belegen - ebenso wie die langfristige Nebenwirkungen der Impfung noch nicht bekannt sind. Dies müssen Langzeitstudien zeigen. Die HPV-Infektion ist eine sehr häufige Infektion (70-80 Prozent aller sexuell aktiven Frauen infizieren sich mindestens einmal im Leben). Gebärmutterhalskrebs kann eine mögliche Folge dieser sehr häufigen Infektion sein.

15 HPV-Typen werden zur Zeit als potenziell krebserregend eingestuft. Die Impfungen mit den bisher entwickelten zwei Impfstoffen schützen vor zwei dieser HPV-Typen (Typ 16 und 18), die bei ca. 70% aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs nachzuweisen sind. Allerdings können auch andere HPV-Typen Gebärmutterhalskrebs verursachen, gegen die die Impfung nicht immunisiert. Daher sollten alle Frauen, unabhängig davon, ob sie geimpft wurden oder nicht, weiterhin regelmäßig die Krebsfrüherkennungsuntersuchung (jährlicher Abstrich des Gebärmutterhalses) wahrnehmen. Langzeitstudien haben gezeigt, dass seit Einführung des Krebsfrüherkennungsprogramms die Anzahl der Neuerkrankungen und die Sterblichkeit durch diese Erkrankung um rund 75% zurückgegangen sind. Dies verdeutlicht die Wichtigkeit von regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen.

Wie der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz, erläuterte, werden der Nutzen der HPV-Impfung in der öffentlichen Diskussion oft überwertet und die Risiken verharmlost. "Das ist vor dem Hintergrund des Wunsches nach Hilfe und Schadensabwehr auf Seiten des Patienten und des Arztes psychologisch verständlich, aber sachlich falsch." Eine korrekte Aufklärung sei deshalb dringend notwendig. "Wer sein Kind nicht impfen lässt, tut ihm damit nichts Schlimmes an", versuchte Jonitz Bedenken von Eltern zu zerstreuen. Bezirksstadträtin Dr. Sibyll Klotz (Netzwerk Frauengesundheit Tempelhof-Schöneberg) erklärte weiter: "Es wird höchste Zeit für eine kritische Debatte und für unabhängige Informationen über die Wirkungen aber auch Nebenwirkungen der HPV-Impfung. Auf diese haben Eltern und junge Mädchen einen Anspruch."

Um die betroffenen Berliner Mädchen und Frauen direkt zu erreichen, haben die genannten Organisationen und Institutionen gemeinsam einen Informationsflyer entworfen, der in drei Sprachen (Deutsch, Türkisch und Russisch) in einer Vielzahl von Institutionen angeboten wird, wie zum Beispiel in Gesundheitsämtern, Schulen* sowie Mädchen- und Frauenprojekten etc.. Den Mädchen sollen damit ausreichend verständliche Informationen an die Hand gegeben werden, um sich selbst für oder gegen eine HPV-Impfung entscheiden zu können. Dr. med. Jutta Pliefke (pro familia Berlin) ergänzte: "Vor jeder Impfung sollte eine ausführliche, individuelle, qualifizierte und kritische Beratung stattfinden." Zugleich wies sie darauf hin, dass Kondome auch gegen HPV - neben anderen genitalen Infektionen - schützt. "Ihr Gebrauch reduziert das Vorkommen von Genitalwarzen und von Veränderungen am Gebärmutterhals", erklärt Pliefke.


(Gemeinsame Pressemitteilung der im Download benannten Organisationen, 22.04.2009)

Auch interessant: Beitrag der Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V.

Zitat zur Wirksamkeit der HPV-Impfung:

"Gardasil ist nach den Auswertungen zu 100 Prozent gegen die im Impfstoff enthaltenen Virustypen wirksam, unter der Voraussetzung, dass bis zur Impfung keine Infektion mit diesen Typen erfolgt war. Diese »100-prozentige Wirksamkeit« steht im Zentrum der Impfpromotion.

Bezieht man jedoch auch Infektionen und Zellveränderungen durch andere HPV-Typen in die Auswertung mit hinein, lässt der Impferfolg zu wünschen übrig. Die Auswertung der Studien nach vier Jahren Laufzeit zeigt einen Rückgang der Dysplasien CIN II und III um nur 17 Prozent in den ersten drei Jahren nach der Impfung (Future II 2007). Betrachtet man nur die CIN III, die als einzige relevant ist, lässt sich eine Wirkung statistisch gar nicht mehr sichern (AT 2007,38, AT 2011).

Die Studien zur Wirksamkeit von Cervarix, an der 18 700 Frauen im Alter von 15 bis 25 Jahren teilgenommen haben, zeigen ähnlich ernüchternde Ergebnisse."



Und dann noch: impf-info.de zum Thema Nebenwirkungen:
  • ...
  • „Die Anzahl und Lokalisation der viralen Übereinstimmungen machen das Auftreten autoimmunologischer Kreuzreaktionen beim Menschen nach der Impfung mit HPV 16-haltigen Impfstoffen fast unvermeidlich.“ (Kanduc 2009).
  • Aktuelle Studien finden ein deutlich erhöhtes Risiko für eine der schwersten autoimmunologischen Erkrankungen, den systemischen Lupus erythematodes (Soldevilla 2012)
  • Insgesamt werden 8% der beobachteten Ereignisse laut Herstellerinformation als schwerwiegend eingestuft.
_______________

Auch Krankheiten wie HIV und Hepatitis werden sexuell übertragen. Des Weiteren sind Syphilis und Tripper wieder auf dem Vormarsch. So hat sich laut dem Robert-Koch-Institut beispielsweise die Zahl der Syphilis-Infektionen von 1697 Erkrankungen im Jahr 2001 auf 3698 Erkrankungen im Jahr 2011 mehr als verdoppelt. Ein falsches Sicherheitsgefühl sollte also auf keinen Fall vermittelt werden. Das einzige, was bei konsequenter Anwendung ohne jegliche Nebenwirkung als Schutz gegen fast alle diese Krankheiten gut hilft, ist nach wie vor das Kondom.
« Letzte Änderung: 17. Mai 2012, 20:34:05 von busymouse »
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
(Epiktet, griech. Philosoph, 50-138)

Offline timme

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Ich habe auch das Gefühl, dass man sich selbst extrem Informieren muss und auch Glück bei seinem Arzt haben muss.
Mittlerweile fühle ich mich bei meinem Allgemeinarzt gut beraten.
Bisher hat er mir von vielen Impfungen abgeraten und auch erklärt, warum er der Meinung ist.

DER davor hätte mich gegen alles geimpft, ohne mit der wimper zu zucken  >:(
« Letzte Änderung: 19. Juli 2012, 18:42:11 von RalleGA »

Offline busymouse

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Hallo timme,

ich weiß nicht mehr, wer wann wo die Studie durchgeführt hat und musste eben den Link herausnehmen (Diplom-Patienten leben länger), weil es nicht mehr online steht..., es ist aber wohl tatsächlich so, dass informierte Patienten länger leben...

 ;) Liebe Grüße Birgit
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Offline RalleGA

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Impfen – Bestens geschützt

Vor der Reise sollte die Passkontrolle stehen:
Hier ist nicht nur wichtig, zu überprüfen, ob der Reisepass noch gültig ist.
Auch der Impfpass sollte kontrolliert und fehlende Impfungen vorgenommen werden.

Welche Standardimpfungen wieder ein Update brauchen, zeigt diese Checkliste:
• alle zehn Jahre Auffrischimpfungen gegen Diphtherie und Tetanus
• eine Impfung gegen Keuchhusten (gemeinsam mit der nächstfälligen Diphtherie- und 
  Tetanusimpfung) für alle Erwachsenen
• eine Grundimmunisierung und mindestens eine Auffrischimpfung gegen Kinderlähmung 
  sollten vorhanden sein.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt allen Menschen mit einer chronischen Grunderkrankung eine jährliche Impfung gegen Grippe sowie Pneumokokken-Erkrankungen.

Impfpflicht?
Nur bei einigen Reisen besteht eine Impfpflicht:
Manche Länder verlangen bei der Einreise eine Gelbfieberimpfung, für Pilger nach Mekka ist die Meningokokken - Impfung gegen die Typen A, C, W135 und Y Pflicht.
Gelbfieber und Gelbsucht werden wegen der Namensähnlichkeit oft verwechselt,
sind aber ganz unterschiedliche Erkrankungen.
Gelbfieber wird durch Mücken übertragen und kann schwerste Krankheitssymptome auslösen.

Als Gelbsucht wird oftmals die Hepatitis A bezeichnet.
Hepatitis A wird durch verunreinigte Nahrungsmittel, oft Muscheln oder ungenügend gegarte Meeresfrüchte, übertragen, aber auch durch Eiswürfel, Säfte und Salate.
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