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Autor Thema: Themen für Blinde/Sehbehinderte u.a. Neuartiges Vorlesegerät "Poet P"  (Gelesen 40480 mal)

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Offline busymouse

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Potsdam (kobinet) Die Potsdamer Unternehmer Cüneyt Göktekin und Oliver Tenchio haben ein modernes Vorlesegerät für Blinde entwickelt. Das berichtet heute die Berliner Zeitung in ihrer Serie über Brandenbürger - Menschen mit ungewöhnlichen Ideen, die engagiert und mit Erfolg in der Region wirken.

"Poet P" heißt das neue kleine Vorlesegerät, das für Texte in 120 Sprachen programmiert werden kann.

In einer schönen Stadtvilla mitten in Potsdam steht ein kleines schwarzes Ding auf einem Tisch der Firma Beyo. Die hat dieses Ding, das aussieht wie eine Schreibtischlampe, erfunden. Geschäftsführer Cüneyt Göktekin - 33 Jahre alt - schaltet das Gerät an. Der andere Geschäftsführer, Oliver Tenchio - 34 Jahre alt -, legt eine A 4-Seite unter den "Lampenarm". Dort ist eine Kamera, die den Text erfasst und an den Computer im "Lampenfuß" übermittelt.

Nach drei Sekunden ertönt aus einem Lautsprecher am Gerät eine Frauenstimme: "Einladung zur Buchpremiere mit Volker." Tenchio drückt die Taste "schneller". Die Stimme überschlägt sich fast. "Blinde hören sich Texte drei, vier Mal schneller an als wir", sagt Göktekin. Das entspricht etwa der Lesegeschwindigkeit von Sehenden, wenn die nicht laut vorlesen.

Das Gerät kann so programmiert werden, dass es 120 Sprachen lesen kann. Es ist das erste, das als "intelligent" gilt, weil es nicht einfach stoisch Zeile für Zeile vorliest, sondern auch Zeitungsspalten erkennt. Der Markt für solche Gerät ist groß. Allein in Deutschland leben 150 000 Blinde und 500 000 Sehbehinderte. "Vier Jahre hat die Entwicklung des Gerätes gedauert, wir haben intensiv mit Blindenverbänden kooperiert", sagt Tenchio. sch

(Meldung von kobinet-nachrichten)
« Letzte Änderung: 01. Juni 2009, 13:19:45 von RalleGA »
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Offline Larsi-89

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Re: Neuartiges Vorlesegerät "Poet P"
« Antwort #1 am: 11. April 2009, 23:14:20 »
Das klingt ja verlockend.
Die Frage ist nur, ob die Krankenkassen die Kosten übernehmen, und oder ob es nicht sinnvoller wäre sich ein Sprachprogramm für den Rechner zu holen bzw. bei der Kasse zu beantragen und sich die Zeitungen und Artikel aus dem Internet rauszusuchen.

Gruß

Lars
« Letzte Änderung: 01. Juni 2009, 13:21:58 von RalleGA »
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Offline busymouse

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Re: Neuartiges Vorlesegerät "Poet P"
« Antwort #2 am: 12. April 2009, 12:40:58 »
Halo Lars,

wie das mit der Kostenübernahme ist, weiß ich auch nicht. Meiner Vermutung nach wird das wohl einerseits vom Preis des Gerätes abhängig sein und andererseits wohl auch von der Ausstattung, über die der Betreffende bereits verfügt. INCOBS)* schreibt dazu:

Finanzierung

Bildschirmlesegeräte sind anerkannte Hilfsmittel der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die Krankenkassen finanzieren, wenn andere Kostenträger nicht in Frage kommen und der Augenarzt das Bildschirmlesegerät verordnet hat. Zwischen den Krankenkassen bestehen durchaus Unterschiede in der Qualität der Versorgung. Zunehmend wird aus dem Hilfsmitteldepot versorgt, d.h. die Kassen lagern nicht mehr benötigte Geräte ein, reparieren diese bei Bedarf und stellen sie dann den Versicherten zur Verfügung. Bei der Depotversorgung können individuelle Anforderungen an Leistung und Handhabbarkeit des Bildschirmlesegerätes durchaus zu kurz kommen. Dem steht der Rechtsanspruch der Krankenversicherten auf individuelle, bedarfsgerechte Versorgung entgegen. Unabhängige Beratungsstellungen unterstützen Sie bei Problemen.


)*INCOBS (Informationspool Computerhilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte)
   >>> INCOBS

Und hier findest Du entsprechende Beratungsstellen:

>>> INCOBS - Beratungsstellen unterschiedlicher Institutionen

Vielleicht lohnt es sich ja auch, einmal beim Hersteller von "Poet P" nach Kosten und ersten Reaktionen der Krankenkassen zu fragen?

Die Hersteller-Seite findest Du hier:

>>> BAUM Retec AG

Falls Du etwas herausbekommst, berichte doch mal. Das würde mich auch interessieren.

 ;) Liebe Grüsse Birgit
« Letzte Änderung: 12. April 2009, 15:50:34 von busymouse »
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Re: Neuartiges Vorlesegerät "Poet P"
« Antwort #3 am: 15. April 2009, 11:42:17 »
Hallöchen,

ich hab mich mal mit Dem Support von Baum in Verbindung gesetzt und folgende Antwort bekommen.

"Der Poet P kostet 3350,00 + MwSt.

Eine Finanzierung ist über einige Krankenkassen möglich, sofern dort keine
Bestandsversorgung vorgenommen wird, bzw. bisher noch keine Versorgung mit
einem Vorlesegerät erfolgt ist. Dies sollte aber im Detail mit unseren
Außendienstmitarbeitern zu klären sein."

Grüße

Lars
« Letzte Änderung: 01. Juni 2009, 13:21:00 von RalleGA »
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Offline busymouse

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Re: Neuartiges Vorlesegerät "Poet P"
« Antwort #4 am: 15. April 2009, 12:47:28 »
Na prima  ;D

Und? Kommt ein Außendienstmitarbeiter bei Dir vorbei? Darfst Du ein Gerät testen? Bei welcher Krankenkasse bist Du? Wenn das Gerät wirklich gut ist, ist der Preis ja noch einigermaßen human. Glaubst Du, dass Deine Kasse Probleme machen würde?

Ich denke, dass Kosten für eine entsprechende Aufrüstung des Rechners ggfs. zusätzlich getragen werden würden.

 ;) Grüssi Birgit
« Letzte Änderung: 15. April 2009, 12:49:02 von busymouse »
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Re: Themen für Blinde/Sehbehinderte u.a. Neuartiges Vorlesegerät "Poet P"
« Antwort #5 am: 06. Oktober 2009, 18:16:16 »
Augensteuerung mit kostenloser Software

Von der IT-Universität in Kopenhagen wurde eine kostenlose Software ins Netz gestellt, die mit einer einfachen Webcam
(30 bis 60 Euro) eine Computersteuerung (Dual Core Computer) nur über Augenbewegungen ermöglicht.
Darauf machte Dr. Julius Deutsch von kommhelp e.V. aufmerksam.
Der Berliner Verein kümmert sich um die Förderung kommunikativer Möglichkeiten Behinderter.

Mehr dazu unter:
http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,22071/ticket,g_a_s_t
[/color]
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Fahren mit Sehbehinderung

Wer sich trotz einer schweren Sehbehinderung hinters Steuer setzt, riskiert rechtliche Sanktionen.
Das Verwaltungsgericht in STUTTGART hatte diese Entscheidung in einem Urteil vom 26.11.2009 getroffen
(Az.: 12 K 1614/09) 

mehr unter:
http://www.kostenlose-urteile.de/Urteil8897     
                                     
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der folgende Link verweist auf eine Comunity-Plattform, die völlig Barriere frei ist und es blinden ermöglicht, ohne jegliche Barrieren, andere kennen zu lernen.

www.blindmeeting.de

Features sind u.a:

1. Eine umfassende Profilvorstellung
2. ein umfangreiches Nachrichtensystem
3. ein barrierefreien Webchat
4. ein Forum zum Informationsaustausch, alltägliche Diskussionen und wo ihr Fragen und Probleme aller Art stellen könnt.
5. Weiterhin gibt es nette Funktionen wie z.B.: jeder besitzt sein persönliches Gästebuch, seinen persönlichen kleinen Blog, eine Freundesliste (in der ihr eure Freunde hinzufügen könnt), eure persönliche Gallerie, usw.
6. Und noch einiges mehr!

Ersteller dieser Plattform sind Sebastian Müller und Florian Siegrist

Grüße

Larsi-89
« Letzte Änderung: 07. Juni 2010, 17:23:38 von RalleGA »
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Danke Lars!

Der Link ist sehr interessant.  :)

Liebe Grüße Birgit


eingefügt am 13.06.2010 von RalleGA

Auf dieser Seite finden Sie einen Film über den Landesbehindertenbeauftragten BREMEN

Herr Dr. Steinbrück ist blind.

Link zum Film:
www.behindertenbeauftragter.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen55.c.2492.de&font=0   
« Letzte Änderung: 13. Juni 2010, 14:02:08 von RalleGA »
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Wenn die Brille nicht mehr reicht

Alltagshilfen: Lupen, Lesegläser, elektronische Lesegeräte


Zwar kann kaum ein Vergrößerungsgerät alle Probleme auf einmal lösen.
Doch spezialisierte Augenoptiker bieten viele Sehhilfen an, die auf individuelle Anforderungen und spezielle Alltagssituationen abgestimmt sind.

Es gibt viele alltägliche Gelegenheiten, bei denen eine Lupe als Zusatz zur Brille Vorteile bringt, oft auch in Ergänzung zur Lesebrille: Telefonbücher zu lesen, Fotos anzuschauen, Kontoauszüge oder Medikamenten-Beipack-Zettel lesen, oder auch Fingernägel zu feilen und zu lackieren!
Die Palette der Leselupen umfasst unterschiedlichste Größen, Stärken und Formen.
Im ultraflachen Scheckkartenformat mit und ohne Leuchte passen sie in jede Hemdtasche und machen selbst Mini-Schriften auf Kontoauszügen oder Preisetiketten wieder lesbar.
Viele Lupen sind für bestimmte Tätigkeiten entwickelt, zum Beispiel auch zu den Kreuzworträtseln.
Die Leuchtlupe vergrößert das Kleingedruckte in den Kästchen - um ein Vielfaches.
Die integrierte Beleuchtung sorgt gleichzeitig für eine sehr gute Lichtsituation.
Durch den großen Abstand der Linse zur Auflagefläche lässt sich sehr gut unter der Linse schreiben.
Vorsetzlupen lassen sich einfach auf die Fassung der Fernbrille aufstecken.
So bleiben beide Hände frei.

Vergrößernde Lesebrillen sind bestens geeignet, wenn keine Lupe gewünscht ist. 
Durch ein neues, verbessertes Produktionsverfahren sind diese Hochleistungsgläser kaum noch von gewöhnlichen zu unterscheiden, schaffen aber eine bis zu 2,50-fache Vergrößerung.

Menschen mit fortgeschrittenen Sehschädigungen stehen noch stärkere Helfer zur Seite, beispielsweise Fernrohrbrillen.
Sie bestehen aus einem Glas, in das ein kleines, hochleistungsfähiges Fernrohr integriert ist.
Es ermöglicht auch bei sehr schlechter Sehkraft ein Sehen in die Ferne.
Durch Aufstecken einer kleinen Lupe lässt sie sich auch für die Nahsicht verwenden. Fernrohrbrillen sind nicht unbedingt dezent, bieten dafür aber ein sehr gutes Bild.
Sie sind für Menschen mit stark beeinträchtigter Sehfähigkeit oft die einzige Möglichkeit ihr Sehen zu verbessern.

Elektronische Sehhilfen sind die beste Unterstützung, wenn das Sehfeld einer Leuchtlupe nicht mehr ausreicht, vorzugsweise für Anwender mit einer Sehschärfe von 0,1 aufwärts.
Sie sind optische Lupe und elektronisches Lesegerät in einem und verfügen über ein großes Sehfeld für flüssiges Lesen.
Die Geräte funktionieren wie eine normale Leselupe, sind aber zusätzlich mit einem Fernseher oder Monitor gekoppelt.
Auf dem Bildschirm wird das Bild unter der Lupe dann in starker Vergrößerung anzeigt.
So können Sehgeschädigte selbst Kleingedrucktes komfortabel vom Bildschirm ablesen.
Fotos anschauen oder Bücher lesen wird wieder möglich.
Und keine Angst vor der Technik, sie sind kinderleicht an TV-Geräte anschließbar und sehr gut für technische Laien geeignet.

Kantenfilterbrillen werden bei erhöhter Blendempfindlichkeit getragen, um die Blendung zu reduzieren.
Es gibt sie auch zur zusätzlichen Verstärkung von Kontrasten.
Kantenfilter absorbieren Teile des sichtbaren Lichts, die sich negativ auf die Sehleistung auswirken.

Fundquelle: „ALTMARK-ZEITUNG“ Sprechstunde vom 01.05.2010

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Re: Themen für Blinde/Sehbehinderte u.a. Neuartiges Vorlesegerät "Poet P"
« Antwort #11 am: 19. November 2010, 09:29:43 »
Nachstehend findet Ihr einige Links zu wirklich gelungenen Projekten:                                          

Das Projekt
http://www.xpressvision.eu/de
soll blinde und sehbehinderte Menschen dabei unterstützen, sich auf dem Arbeitsmarkt sicher und selbstbewusst zu bewegen und auch in schwierigen und unerwarteten
Situationen einen kühlen Kopf zu behalten.

Weitere Infos und Links findet ihr unter

Meiner SeiteMeiner Seite
« Letzte Änderung: 19. November 2010, 09:51:05 von RalleGA »
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Re: Themen für Blinde/Sehbehinderte u.a. Neuartiges Vorlesegerät "Poet P"
« Antwort #12 am: 19. Januar 2011, 22:12:29 »
Gerichtsurteil:

Anspruch auf eine Tafelkamera als Zweitkamera


Das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz hat entschieden, dass ein sehbehinderter Mensch Anspruch auf Versorgung mit einer Tafelkamera als Zweitkamera hat, wenn diese erforderlich und geeignet ist, ihm den Schulbesuch im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht zu ermöglichen oder zu erleichtern.
Das Urteil vom 18.11.2010 mit Az: L 5 KR 23/10 wurde gefällt im Rahmen der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch XII.

Der genaue Wortlaut des Gerichtsurteils kann unter folgendem Link nachgelesen werden:
Gerichtsurteil
« Letzte Änderung: 29. Januar 2011, 10:02:23 von RalleGA »
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Re: Themen für Blinde/Sehbehinderte u.a. Neuartiges Vorlesegerät "Poet P"
« Antwort #13 am: 19. Januar 2011, 22:19:28 »
Bevor man Blinden hilft:

Immer erst nachfragen


Bevor jemand Blinde ohne Vorwarnung über die Straße führt, sollte er seine Hilfe immer erst ausdrücklich anbieten.
Denn Blinde werden häufig ungefragt über die Straße oder in die U-Bahn gezogen.

Am besten werden Blinde geführt, indem man sie am eigenen Arm einhängen lässt.
Darauf weist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) anlässlich des
"Internationalen Tag des Weißen Stockes" am 15. Oktober hin.
Um einem blinden Menschen den Weg zu beschreiben, sollte man auf Formulierungen wie "da und "dort" verzichten.
Stattdessen verwendet man am besten Angaben wie "rechts" und "links".
Überflüssig ist es auch,
mit Blinden besonders laut zu sprechen oder sogar über eine Begleitperson mit ihnen reden zu wollen.

Mehr Informationen:
                               
www.helfen.dbsv.org (pdf.)

Fundquelle: Auszug - „VOLKSSTIMME“ – Oktober 2010                                        

Übrigens:
Schweigen, wenn einem ein Blinder auf der Straße entgegen kommt ist auch nicht das Wahre, da sieht man immer so schlecht, ob die entgegen kommende Personen schon vorbei sind, oder ob wir auf Kollisionskurs sind.
« Letzte Änderung: 20. Januar 2011, 10:04:23 von RalleGA »
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Re: Themen für Blinde/Sehbehinderte u.a. Neuartiges Vorlesegerät "Poet P"
« Antwort #14 am: 18. Februar 2011, 10:17:09 »
Screenreader auf Rezept

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung, die blind oder hochgradig sehbehindert sind,
können im Rahmen der Hilfsmittelversorgung einen Anspruch auf Versorgung mit einem Bildschirmvorleseprogramm (Screenreader) haben.

Ausführliche Fassung des Urteil auf Rechtslupe.de
   
Fundquelle: Incobs
« Letzte Änderung: 18. Februar 2011, 14:48:51 von RalleGA »
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