Mai 182012
 

Interessenübergreifende Analyse und Perspektive für die medizinische und pflegerische Versorgung

Silhouetten alter Menschen

Urheber: Gerd Altmann/AllSilhouettes.com / pixelio.de

„Ein derart umfassender Ansatz wurde erstmalig in Schleswig-Holstein versucht. Er hat Modellcharakter für das gesamte Bundesgebiet“, so Prof. Fritz Beske, Direktor des Fritz Beske Instituts für Gesundheits-System-Forschung Kiel (IGSF) über das vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein (MASG) unterstützte Projekt „Gesundheit und Pflege in Schleswig-Holstein – Interessenübergreifende Analyse und Perspektive“. Das IGSF war vom MASG beauftragt worden, die Versorgungslage Schleswig-Holsteins in den Bereichen Gesundheitsversorgung und Versorgung Pflegebedürftiger zu analysieren, Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen und Empfehlungen zu entwickeln. Das Projekt lief von September 2011 bis Februar 2012. Für die Durchführung hatte das IGSF einen Beirat berufen, der mit 19 Verbänden alle Gruppen umfasste, die in Schleswig-Holstein in den Bereichen Gesundheit und Pflege tätig sind: Heilberufe, Krankenkassen, Krankenhäuser, Pflegeverbände, Wohlfahrtsverbände, kommunale Landesverbände und Patientenvertreter.

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Feb 282012
 
SOS aus Tabletten gelegt

Foto: Andrea Damm / pixelio.de

Seit einem Jahr ist das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz in Kraft. Noch ist kein Verfahren abgeschlossen… Auch um die frühe Nutzenbewertung gab es in den vergangenen Wochen viel Wirbel. Pirfenidon etwa, ein Mittel für Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose, ist das erste nach AMNOG beurteilte Orphan Drug. “Kein Zusatznutzen belegt”, lautete das Urteil des IQWiG.

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Feb 232012
 
Intersexualitätssymbol - Urheber: User:ParaDox /Wikipedia, GNU 1.2

Intersexualitätssymbol

Der Ethkrat “empfiehlt Kompetenzzentren und Betreuungsstellen, Peer-to-Peer-Beratung, Geld für Selbsthilfegruppen und einen Fonds für “Anerkennung und Hilfe”. Patientenakten sollen länger aufbewahrt werden, Verjährungsfristen bis zur Volljährigkeit ruhen. Das Gremium fordert, Mediziner, Psychologen und Hebammen besser auszubilden, die Öffentlichkeit aufzuklären und bürokratische Hürden abzubauen, etwa bei der Erstattung von Medikamentenkosten. … All diese Vorschläge sind wichtig und sinnvoll. Jedoch werden sie Intersexuellen künftiger Generationen nicht helfen, da die Stellungnahme im Grunde die aktuelle Behandlungspraxis zementiert.”

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Feb 192012
 
Intersexualitätssymbol - Urheber: User:ParaDox /Wikipedia, GNU 1.2

Intersexualitätssymbol

Seit Dezember 2010 berät der Deutsche Ethikrat im Auftrag der Bundesregierung, wie alle Beteiligten diesen Kindern ein Leben in Würde ermöglichen können. Dazu führten Experten aus Medizin, Rechts- und Sozialwissenschaften und intersexuelle Menschen einen Diskurs in schriftlichen Stellungnahmen, in einer Onlinediskussion und in einer öffentlichen Anhörung… In der kommenden Woche will der Rat nun seine Stellungnahme veröffentlichen. Im Kern geht es um zwei Fragen: Soll ein drittes Geschlecht eingeführt werden, damit intersexuelle Menschen sich nicht in das Raster von Mann und Frau einsortieren müssen, sondern selbst bestimmen dürfen, was sie sind? Und: Dürfen “angleichende” Operationen durchgeführt werden und wenn ja, in welchem Alter und unter welchen Umständen?

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Feb 052012
 

Justizia vor ParagraphAuch bei einer Erkrankung an einer autosomalrezessiv vererbten Ahornsirup-Krankheit (Leucinose, “Maple syrup urine disease” , ICD 10 E71.0), einer Aminosäurestoffwechselstörung, die auf genetisch bedingten Defekten eines Enzyms beruht, besteht kein Anspruch des Versicherten gegen die gesetzliche Krankenkasse auf Versorgung mit eiweißreduzierter Diätnahrung.  (BSG, Urteil vom 8. November 2011 – B 1 KR 20/10 R)

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Feb 052012
 

RollstuhlfahrerBerlin – Die Behandlung gesundheitlicher Probleme von Erwachsenen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung stellt noch immer eine besondere Herausforderung für Ärztinnen und Ärzte dar. Besonders beim Übergang von der Kinder- und Jugendmedizin in die Erwachsenenbehandlung tut sich eine beträchtliche Versorgungslücke auf. „Dieses Defizit ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Medizinstudium, Weiterbildung sowie die große Palette ärztlicher Fortbildungen auf diesem Teilgebiet kaum spezialisierte Inhalte bereitstellen“, erklärte Dr. Peter Martin, Chefarzt der Séguin-Klinik für Menschen mit schwerer geistiger Behinderung in Kork, auf dem 36. Interdisziplinären Forum „Fortschritt und Fortbildung in der Medizin“ in Berlin.
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Feb 032012
 

Medikamente und Geld. Foto: Andreas Morlok  / pixelio.de

100 000 Franken pro Person und pro gewonnenes Lebensjahr: So viel ist dem Bundesgericht ein Medikament oder eine Therapie wert. Die Lausanner Richter hatten eine seltene Krankheit zu beurteilen – insbesondere die Frage: Kann eine Therapie auch zu teuer sein, wenn sich der Zustand des Patienten dadurch nicht wesentlich verbessert?

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