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Neue Leitlinien zur rheumatoiden Arthritis vom American College of Rheumatology

Birmigham (os) – Das „American College of Rheumatology (ACR)“ hat im Juli 2008 seine Leitlinien zur rheumatoiden Arthritis überarbeitet. Die Leitlinien wurden insbesondere um die Therapieoptionen mit den so genannten Biologicals (Substanzen aus der Gruppe der biotechnologisch hergestellten Medikamente) erweitert, die auch in Deutschland bereits verordnet werden.

Als Mittel der Wahl bei rheumatoider Arthritis empfehlen die überarbeiteten Leitlinien Methotrexat oder Leflunomid, sowie bei schwereren Krankheitsverläufen eine Kombinationstherapie mit Methotrexat, Hydrochloroquin und Sulfasalazin. Die Wirksamkeit von Kombinationstherapien galt in der Vergangenheit als umstritten.
Zeigen sich bereits in den ersten drei Monaten nach Diagnosestellung schwere Symptome, empfiehlt die Leitlinie die Anti-TNFalpha-Wirkstoffe Etanercept, Infliximab oder auch den humanen monoklonalen Antikörper Adalimumab. Diese zuletzt genannten Wirkstoffe sollen ansonsten nur dann zur Anwendung kommen, wenn beispielsweise andere Mittel bereits erfolglos verwendet wurden.
Für alle Medikamente aus dieser Wirkstoffgruppe gilt, dass es Ausschlusskriterien für die Anwendung gibt, über die der behandelnde Arzt sich im Vorfeld zwingend informieren muss. So dürfen Leflunomid und Methotrexat beispielsweise bei einer Myelodysplasie nicht zum Einsatz kommen. Auch Lungenerkrankungen oder eine in früheren Jahren durchlebte Tuberkulose können KO-Kriterien für die Behandlung sein. (bb)

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